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RA Staemmler
RA Staemmler, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 915
Erfahrung:  Rechtsanwalt auf dem Gebiet des Arbeitsrechts
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RA Staemmler ist jetzt online.

Hallo wollte mal fragen war vom 4.07 bis 27 07 012 wegen nieren

Kundenfrage

Hallo wollte mal fragen war vom 4.07 bis 27 07 012 wegen nieren steine krankgeschrieben und habe alles vorgelegt was muss mir jetzt der arbeitgeber bezahlen weil er hat mich auch deswegen gekündigt weil ich krank war denn 30 und 31 hat er mir mein urlaub gwährt steht auch im kündigungsschreiben somit fehlt mir ein monat gehalt muss er mir das auzahlen
mfg Micha
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RA Staemmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer. Ihre Frage darf ich wie folgt beantworten:

Der Lohn ist auch für diesen Zeitraum zu zahlen. Dies ergibt aus § 3 Entgeltfortzahlungesetz. Etwas anderes kann sich u.U. ergeben, wenn Sie bereits wegen derselben Erkrnakung krankgeschrieben gewesen sind. Sofern dies die erste Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Nierensteine ist, muss der Arbeitgeber zahlen. Nach Ablauf der Zahlungsfrist sollten Sie den Arbeitgeber abmahnen und nach einer weiteren Frist von 10-14 Tagen einen Anwalt einschalten und Klage erheben.

Der Vollständigkeit halber weise ich darauf hin, dass eine krankheitsbedingte Kündigung nur unter den folgenden Voraussetzungen möglich ist:

1. Zum Zeitpunkt der Kündigung müssen Tatsachen vorliegen, die eine Prognose auf weitere Erkrankungen im bisherigen Umfang rechtfertigen, sog. "negative Gesundheitsprognose".

2. Die zu erwartenden Fehlzeiten des Arbeitnehmers müssen zu einer erheblichen Beeinträchtigung der betrieblichen oder wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers führen; z.B. Störungen des Betriebsablaufs oder erhebliche Belastungen des Arbeitgebers mit Lohnfortzahlungskosten kommt.

3. Eine Interessenabwägung muss zugunsten zugunsten des Arbeitgebers ausgehen. Dies ist gegeben, wenn nach einer umfassenden Abwägung der beiderseitigen Interessen unter Berücksichtigung der Dauer des Arbeitsverhältnisses, der Krankheitsursachen, der Fehlzeiten vergleichbarer Arbeitnehmer und des Lebensalter des Arbeitnehmers die Beeinträchtigung der Interessen (siehe Punkt 2.) dem Arbeitgeber nicht mehr weiter zugemutet werden kann.

Fehlt einer dieser Voraussetzungen ist eine Kündigung wegen Krankheit ausgeschlossen. Insofern sollte über eine Kündigungsschutzklage nachgedacht werden, die innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung erfolgen muss.


Sollten Sie Nachfragen haben, weitere Erläuterungen wünschen oder sonstige Hilfe benötigen, stehe ich sehr gerne zur Verfügung.

Sofern Sie keine Nachfragen mehr haben und mit meiner Antwort zufrieden sind, würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen