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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 3809
Erfahrung:  Lanjährige praktische Tätigkeit als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Habe ein Pferd mit Fühligkeit (läuft nicht auf uneben Boden)

Beantwortete Frage:

Habe ein Pferd mit Fühligkeit (läuft nicht auf uneben Boden) verkauft. Röntgenbilder wurden vorab gezeigt und mitgegeben. (Die Käuferin hat keine zusätzliche AKU für das Pferd beantragt (vertraglich festgehalten)). Laut Tierarzt leichte Achsverschiebung der Zehe, sollte deshalb beschlagen werden. Der Preis lag bei 5.400€. Es wurde Ratenzahlung vereinbart. Die Käuferin ritt das Pferd 2mal Probe (einmal im Gelände mit Hufschuhen (lief einwandfrei) und in der Halle (auch keine Probleme). Zusätzlich kam sie mit ihrer Hufpflegerin die Hufe des Pferdes anschauen. Insgesamt habe ich 2000€ erhalten. Nach 2 Monaten lief die Stute nicht mehr (ist nicht mehr reitbar) hatte wohl beim Ausschneiden Einblutungen in den Hufen und sollte eine Hufrehe haben, die aber dann nicht mehr weiter erwähnt wurde (haben uns über Mail geschrieben). Dann sagte sie (und ihre Tierärztin), dass sie eine Arthrose im Gelenk hat. Ich habe mir die Röntgenbilder zukommen lassen und sie meinem Tierarzt gezeigt. Der kann weder Hufrehe noch Arthrose feststellen. Die Achsabweichung ist auch nicht schlimmer geworden meinte er. Dann habe ich nur des Pferdes wegen gesagt, dass ich sie zurücknehmen würde, die 2000€ aber behalte. Daraufhin schrieb sie folgendes:

"Fakt ist das Du mir ein Krankes Pferd, ((nicht ein Fühliges)) sondern ein Krankes Pferd, dieses als Reitbar, was bei einer Arthrose mit solch einer Diagnose wohl nicht als reitbar bezeichnen kann, es wohl auch vom Arzt auch so geschildert wurde, Verkaufst, für nen stolzen Preis von 5400,00 Euro. Weißt Du wenn Du von Anfang an mit offenen Karten gespielt hättest, und mir gesagt hättest das Sie was hat, dann hätte ich schon von vornherein gesagt. Das sie zu Teuer ist...

Also Jenny ich mache Dir das noch mal zur Überlegung und das ich Julie zurück bringe und ich bekomme 1000,00 Euro zurück.

Ich habe mich erkundigt und es sieht laut Kaufvertrag schlecht für Deine Partie aus. Habe einen Spezialisten gefragt und der sagt laut diesen Äußerungen, würde es wohl besser sein das Du Julie zurück nimmst und mir dafür noch 1000,00 zurück gibst, normalerweise müßtest Du mir den vollen Kaufbetrag den ich Dir bis jetzt gegeben habe zurück zahlen.

Jenny ich schätze Dich erlich gesagt nicht so ein und ich möchte erlich gesagt im guten Sinne handeln, ich möchte einen Anwalt ungern einschalten. Aber glaube mir falls es zu Gericht kommen sollte und Du wirst da leider den kürzeren ziehen, darfst Du alles was mich bisher Julie und auch in Zukunkt kostet bezahlen. Das können mehr wie 5400,00 Euro sein ich gehe von knapp 10.000,00 Euro aus mit Gerichts-und Anwaltskosten. Laut Äußerungen von 5 Anwälten, die A) gut zu mir stehen und B)auch sehr enge Verwante/Bekannte sind."

Meine Frage ist nun: Kann ich es darauf ankommen lassen, ob sie es wirklich zum Anwalt schafft? Und ob ich eine Chance hätte, dass ich vielleicht gewinne? Oder sollte ich ihr Angebot annehmen? Habe sogar noch ein Beweisvideo, das sie vorher gelaufen ist, mit 200 Zeugen. Hatten nämlich Ende März Hofturnier und da habe ich bei der Vorführung mit der Stute mit geritten.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort, Jenny
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wenn das Pferd die vertragsgemäße Beschaffenheit hat, dann haben Sie Anspruch auf den vollen Kaufpreis. Andernfalls könnte die Gegenseite Gewährleistungsansprüche gegen Sie haben.

In einem etwaigen Rechtsstreit müsste ein Sachverständiger darüber befinden, ob bei Übergabe des Pferdes ein Mangel vorgelegen hat. Es wird dann wohl auf dessen Beurteilung des Gesundheitszustandes ankommen.

Angesichts des offenen Ausganges eines Prozesses, kann es ratsam sein, einen Rechtsstreit zu vermeiden und das Angebot anzunehmen. Zu bedenken ist hier auch, dass Sie auf den restlichen Kaufpreis klagen müssten, also zunächst die Gerichtskosten vorschießen müssten.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX für die Antwort! Leider ist das Problem ja jetzt, dass das Pferd ja angeblich jetzt nicht mehr die vertragsgemäße Beschaffenheit hat. Das heißt Arthrose. Es war vorher (bei mir 4 Jahre lang mit Hufschutz) reitbar und jetzt seit dem das Pferd 2 Monate bei ihr stand nicht mehr. Ich würde das Pferd ja zurück nehmen, aber ohne die 1000€ zurück zubezahlen! Ich muss das Pferd ja auch wieder gesund pflegen, damit es wieder reitbar wird!?
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wenn Sie sich sicher sein könnten, den Rechtsstreit zu gewinnen, könnten Sie es darauf ankommen lassen. Aber diese Sicherheit gibt es gerade dann nicht, wenn ein Sachverständiger eingeschaltet werden muss, um Mängel zu beurteilen.

Die Beweislast, dass das Pferd reitbar übergeben worden ist, dürften leider Sie zu tragen haben, da der angebliche Mangel innerhalb von 6 Monaten nach Übergabe aufgetreten ist. Diese Beweislast wirkt gegen Sie, wenn nicht genau festgestellt werden kann, wann der angebliche Mangel aufgetreten ist. Dann wird davon ausgegangen, dass das Pferd schon also als "nicht reitbar" übergeben worden ist. Denkbar wäre aber auch, dass ein Gutachter gar keinen Mangel feststellt.

Ich sage nicht, dass Sie chancenlos sind. Nur sollten Sie abwägen, ob Sie den Rechtsstreit führen wollen. Möglicherweise könnten Sie sich in der Mitte treffen, also bei 1.500 EUR.
Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.