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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 22596
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Darf ein 14 jähriger bei einer Arbeitsplatzerkundung arbeiten?

Kundenfrage

Darf ein 14 jähriger bei einer Arbeitsplatzerkundung arbeiten? In dem Fall mit Presslufthammer, schwerem Heben und Tragen bei einer Arbeitszeit von 8:45 Stunden?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Für Jugendliche bis 15 Jahre gilt ein grundsätzliches Arbeitsverbot.

Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen diese bei kulturellen, künstlerischen und sportlichen Darbietungen und zu Werbezwecken eingesetzt werden.

Dafür ist allerdings eine behördliche Meldepflicht vorgesehen.

Ab 13 Jahren sind in beschränktem Rahmen leichte Arbeiten möglich, dies speziell zur Berufswahlvorbereitung.

Unter Letzteres würde die die von Ihnen beschriebene Arbeitsplatzerkundung definitiv nicht mehr fallen, denn diese wäre von anstrengender und einem Minderjährigen in diesem Alter nicht zumutbaren körperlichen Arbeit geprägt. Dies gilt zumal in Anbetracht der Arbeitszeit von 8:45 h.

Die Arbeiten dürften daher - jedenfalls in der angestrebten Form - nicht ausgeführt werden.



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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
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Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wie kann ich jetzt weiter verfahren denn er soll morgen in eine Metallbaufirma (9 Stunden inkl 45 min Pause) Mittwoch in eine 1,5 Busfahrt entfernte Firma Mechatronik (8 Stunden 30 Minuten Pause) und Donnerstag 9:10 H (mit 40 min Pause) Anlagemechaniker. Schicke ich ihn folgt eine Note 6 (nach Auffassung der Schule) heute hat er sich den Presslufthammer schon auf den Fuss (gott sei dank hab ich ihn Sicherheitsschuhe anziehen lassen) Wie kann ich mich wehren?
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Verweisen Sie bitte sowohl die Schule selbst als auch die Ausbildungsbetriebe auf das gesetzliche Verbot in § 5 JArbSchG:

http://www.gesetze-im-internet.de/jarbschg/__5.html

Der Absatz 1 der Bestimmung ordnet ein generelles Arbeitsverbot für Kinder an. Hiervon macht Absatz 2 Ausnahmen für Berufspraktika während der Schulzeit und Arbeitstherapien.

Entscheidend ist aber hier der Absatz 3 des § 5:

Das Verbot des Absatzes 1 gilt ferner nicht für die Beschäftigung von Kindern über 13 Jahre mit Einwilligung des Personensorgeberechtigten, soweit die Beschäftigung leicht und für Kinder geeignet ist. Die Beschäftigung ist leicht, wenn sie auf Grund ihrer Beschaffenheit und der besonderen Bedingungen, unter denen sie ausgeführt wird,
1.
die Sicherheit, Gesundheit und Entwicklung der Kinder..
nicht nachteilig beeinflußt.

Davon kann hier keine Rede sein, denn bei dem Umgang mit schwerem trechnischem Gerät - wie hier einem Presslufthammer - besteht die akute Gefahr schwerer körperlicher Verletzungen.

Zuwiderhandlungen gegen dieses gesetzliche Verbot können nach § 58 des Gesetzes als Ordnungswidrigkeit und Straftat verfolgt und geahndet werden:

http://www.gesetze-im-internet.de/jarbschg/__58.html

Sie sollten die Schule und die Ausbildungsbetriebe hierauf unmissverständlich hinweisen und klarstellen, dass Sie als Personensorgebrechtigter Ihr Kind solchen Gefahren nicht aussetzen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt


Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank für die Antwort. Sie haben mir super und superschnell geholfen.

 

 

Lieben Gruß

 

(von Kategoriemoderation entfernt)

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr gern geschehen.

Alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt