So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26581
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, meine Gattin hat eine fristgemäße

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Gattin hat eine fristgemäße Kündigung an ihren Arbeitgeber per Einschreiben/Rückschein geschickt. Ausserdem hat sie die Kündigung zusätzlich per mail
an den Regionalleiter und ihren Aussdendienstleiter gesendet.

Nun schreibt das Unternehmen zurück, dass MKM die Kündigung zwar erhalten hat, diese aber nicht rechtswirksam sei, da die genaue Bezeichnung der Fa. "MKM Co Pharma GmbH" sei und nicht wie meine Frau geschrieben hat "MKM GmbH". Die Anschrift war aber ok..
Ausserdem habe sie als Name "Manuela Cano" und nicht ihren vollen Namen "Manuela Cano Gomez" angegeben.

Was soll so etwas? Muss man da reagieren?

Viele Grüsse
Jürgen Kirsch
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Nein, das müssen Sie eigentlich nicht.

Zwar muss die Kündigung deutlich, zweifelsfrei und bestimmt erklärt werden. Etwaige Unklarheiten gehen grds. zu Lasten des Kündigenden.

Der Gesamtzusammenhang muss erkennen lassen, dass es sich um eine einseitige Beendigung des Arbverhältnisses handelt.

ABER:

Es gilt auch für Kündigung die Auslegungsregel des § 133 BGB, wonach bei der Auslegung einer Willenserklärung der wirkliche Wille zu erforschen und nicht an dem buchstäblichen Sinne des Ausdrucks zu haften ist.

Dabei kommt es maßgeblich auf den Standpunkt des Künd-Empfängers an, wie dieser die Erklärung unter Würdigung der ihm bekannten Umstände nach Treu und Glauben unter Berücksichtigung der Verkehrssitte auffassen musste (BAG 28.2.1980 - 2 AZR 870/78)

In Ihrem Falle war für den Arbeitgeber durchaus erkennbar dass er Empfänger der Kündigungserklärung ist und dass Ihre Ehefrau die Kündigung ausgesprochen hat.

Die Kündigung ist daher auszulegen und somit wirksam.

Die Ausführungen des Arbeitgebers sind unsinnig. Ihre Frau braucht darauf nicht zu reagieren.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt







Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich positiv zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt