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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 19804
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

mein Arbeitgeber die Ergo Versicherung bietet mir einen Aufhebungsvertrag

Kundenfrage

mein Arbeitgeber die Ergo Versicherung bietet mir einen Aufhebungsvertrag mit einer Abfindungszahlung an.
In meinen Augen gibt es keinen nennenswerten Grund für eine Vertragsaufhebung.
Ich bin seit drei Jahren Angestellter Außendienstmitarbeiter.
Sollte ich dieser Aufhebung zustimmen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich ist ein Arbeitgeber nicht gehindert, eine ordentliche Kündigung auszusprechen. Eines besonderen Kündigungsgrundes - bzw. einer besonderen Rechtfertigung der Kündigung - bedarf der Arbeitgeber nur, soweit das Arbeitsverhältnis in den Anwendungsbereich des KSchG fällt (Betriebe mit mindestens 10 Vollzeitbeschäftigten).

Ob Sie dem Aufhebungsvertrag zustimmen sollten, kann ohne weiteres aus der Ferne nicht abschließend bewertet werden. Zunächst einmal könnte Ihnen eine Sperre bei dem Bezug von ALG I drohen, wenn Sie dem Aufhebungsvertrag zustimmen - es sei denn, der Arbeitgeber will Ihnen ohnehin rechtmäßig ordentlich kündigen.

Sodann sollte die Höhe der Abfindung in Erwägung gezogen werden. Als Maßstab kann insoweit § 1 a KSchG herangezogen werden, der die Höhe der Abfindung bei einer betriebsbedingten Kündigung gesetzlich festschreibt: Die Höhe der Abfindung beträgt 0,5 Monatsverdienste für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses.

Als Grundsatz gilt: Bietet Ihnen der Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag mit Abfindung an, so geschieht dies im Regelfall deshalb, weil er eine Kündigunsgschutzklage des Arbeitnehmers im Kündigungsfalle befürchtet, deren Ausgang für ihn ungewiss ist und die mit vermeidbaren Kosten für den Arbeitgeber verbunden ist.

Daher ergibt sich für Arbeitnehmer in solchen Fällen regelmäßig Verhandlunsspielraum, die Konditionen des Aufhebungsvertrages für ihn günstig zu gestalten und etwa eine noch höhere Abfindung zu verlangen, als die angebotene.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Fragen Sie gerne nach, soweit noch Klärungsbedarf besteht. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich ist ein Arbeitgeber nicht gehindert, eine ordentliche Kündigung auszusprechen. Eines besonderen Kündigungsgrundes - bzw. einer besonderen Rechtfertigung der Kündigung - bedarf der Arbeitgeber nur, soweit das Arbeitsverhältnis in den Anwendungsbereich des KSchG fällt (Betriebe mit mindestens 10 Vollzeitbeschäftigten).

Ob Sie dem Aufhebungsvertrag zustimmen sollten, kann ohne weiteres aus der Ferne nicht abschließend bewertet werden. Zunächst einmal könnte Ihnen eine Sperre bei dem Bezug von ALG I drohen, wenn Sie dem Aufhebungsvertrag zustimmen - es sei denn, der Arbeitgeber will Ihnen ohnehin rechtmäßig ordentlich kündigen.

Sodann sollte die Höhe der Abfindung in Erwägung gezogen werden. Als Maßstab kann insoweit § 1 a KSchG herangezogen werden, der die Höhe der Abfindung bei einer betriebsbedingten Kündigung gesetzlich festschreibt: Die Höhe der Abfindung beträgt 0,5 Monatsverdienste für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses.

Als Grundsatz gilt: Bietet Ihnen der Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag mit Abfindung an, so geschieht dies im Regelfall deshalb, weil er eine Kündigunsgschutzklage des Arbeitnehmers im Kündigungsfalle befürchtet, deren Ausgang für ihn ungewiss ist und die mit vermeidbaren Kosten für den Arbeitgeber verbunden ist.

Daher ergibt sich für Arbeitnehmer in solchen Fällen regelmäßig Verhandlunsspielraum, die Konditionen des Aufhebungsvertrages für ihn günstig zu gestalten und etwa eine noch höhere Abfindung zu verlangen, als die angebotene.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Fragen Sie gerne nach, soweit noch Klärungsbedarf besteht. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
brauche ich um eine Kündigungsschutzklage einzureichen einen Anwalt?
Wie reiche ich diese bei Erhalt einer Kündigung ein und wo?
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Nein, hierzu benötigen Sie keinen Anwalt.

Die Klage müssten Sie zum örtlich zuständigen Arbeitsgericht führen. Begeben Sie sich dort zu der Rechtsantragsstelle/Geschäftsstelle, und geben Sie Ihre Kündigungsschutzklage dort zu Protokoll. Man wird Ihnen dort bei der Formuleirung behilflich sein.

Beachten Sie: Die Kündigungsschutzklage müssen Sie zwingend innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung erheben. Lassen Sie diese Ausschlussfrist verstreichen, können Sie die Kündigung gerichtlich nicht mehr angreifen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Besteht hierzu noch Klärungsbedarf? Soweit das nicht der Fall ist, darf ich um Akzeptierung bitten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Rechtsanwälten ist die Erbringung kostenloser Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet. Der zur Beurteilung gestellte Sachverhalt ist mit einem für Sie günstigen Ergebnis rechtlich maximal ausgeschöpft.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Fragen Sie gerne nach, soweit noch Klärungsbedarf besteht. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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