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Mikael Varol
Mikael Varol, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 313
Erfahrung:  Rechtsanwalt
62332466
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Mikael Varol ist jetzt online.

Die Ehefrau eines Arbeitnehmers ist erkrankt. Der Krankenhausaufenthalt

Kundenfrage

Die Ehefrau eines Arbeitnehmers ist erkrankt. Der Krankenhausaufenthalt ist beendet, nun geht sie für 3 Wochen auf eine Rehamaßnahme. Der Arbeitnehmer ist in einem Kinderheim beschäftigt, er arbeitet im Schichtdienst (Tag- und Nachtdienste). Nun will er keinen Dienst mehr machen der länger als 3 Stunden dauert, Nachtdienste will er überhaupt nicht mehr machen solange seine Frau sich in der Rehamaßnahme befindet, weil er 2 Kinder hat. Wie ist meine Rechtslage, was kann ich fordern, was kann und darf er fordern und für wie lange?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Bitte beachten Sie, dass die nachstehenden Ausführungen lediglich eine erste rechtliche Einschätzung auf Grundlage Ihrer Angaben darstellen.

Grundsätzlich besteht für den Arbeitnehmer die Möglichkeit nach § 8 TzBfG die Reduzierung der Arbeitszeit zu verlangen. Voraussetzung ist, dass das Arbeitsverhältnis 6 Monate besteht und mehr als 15 Beschäftigte vorhanden sind. Sind diese formellen Voraussetzungen gegeben, dürften Sie dem auf Verringerung der Arbeitszeit nur ablehnen, wenn betriebliche Gründe entgegenstehen (vgl. § 8 Abs. 4 TzBfG). Solche Gründe können Störungen im Betriebsablauf oder erhebliche Kosten für den Arbeitgeber sein. Die Entscheidung über die Verringerung der Arbeitszeit und ihre Verteilung muss Ihnen spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn schriftlich mitgeteilt werden. Der Arbeitnehmer muss die Verringerung der Arbeitszeit und den Umfang der Verringerung spätestens 3 Monate vor deren Beginn geltend machen. Er muss dabei auch die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit angeben (vgl. § 8 Abs. 2 TzBfG).

Ich hoffe, dass ich Ihnen in dieser Sache einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen konnte. Ich weise Sie darauf hin, dass Ihre Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung beantwortet wurde und eine endgültige Einschätzung der Rechtslage nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich ist. Die Antwort dient einer ersten rechtlichen Einschätzung. Dies kann jedoch eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen. Ich weise Sie zudem darauf hin, dass das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.



Mit freundlichen Grüßen


Mikael Varol
Rechtsanwalt