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troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, im Oktober 2011 habe ich in

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
im Oktober 2011 habe ich in einer Bekleidungsfirma einen neuen Job angetreten. Die Führungskräfte haben hohes Potenzial in mir gesehen, sogar ein halbes Jahr auf mich gewartet, bis ich den Job angetreten habe. Die Fluktuation und die damit verbundenen Unruhen nahmen dort kein Ende, da die Führung leider wenig Wissen über den Workflow in dem Breich hat. Mitarbeiter sind teilweise in psychiatrischer Behandlung (Burn out) oder müssen Antidepressiver einnehmen. Da das Know-How bereits die Firma verlassen hatte, erhielt ich auch keine Einarbeitung und habe mich selbst einarbeiten müssen, was mir auch sehr gut, aufgrund meiner Disziplin und dem Ehrgeiz, gelungen ist.
Nach 3 Monaten hat der Vorstand (aufgrund der hohen Kündigungsanzahl) die Belegschaft gebeten der Firma eine Chance zu geben, es besser zu machen, bevor jemand sich entscheidet, dass Unternehmen zu verlassen. Dies motivierte mich sehr, dem Vorstand eine Mail mit sämtlichen Defiziten in der Struktur (wenn man überhaupt von Struktur sprechen kann) und im Ablauf zu eräutern. Zuvor jedoch sprach ich aus Loyalität meinen Vorgesetzten gegenüber mit ihnen über diese Problematik und dass ich gerne dem Wunsch des Vorstandes folgen möchte. Die Vorgesetzten hatten bis dahin immer verhindern können, dass Negatives niemals nach "oben" gelangt. Für meine tolle Arbeitsleistung und meiner imensen Überstunden (da ich jeden Abend bis 22h in der Firma saß) erhielt ich einen Obulus seitens meiner Vorgesetzten.
Dennoch sandte ich die Mail an den Vorstand mit dem Ergebnis, dass die Vorgesetzten meine Defizite mit meiner Hilfe umgehend eliminieren sollen.
Seitdem wurde ich missachtet und musste mir unverschämte, beleidigende Sprüche seitens der Vorgesetzten anhören.
Eine Woche vor Probezeitende bat ich um ein Gespräch, da ich munkeln hörte, dass man mich nicht übernehmen wolle. Daraufhin kam es zu einem 2 Minutengespräch, wo mir mitgeteilt wurde, ich habe den Arbeitserwartungen nicht entsprochen und würde hiermit gekündigt werden.
Sowohl die Belegschaft als auch ich wissen, dass dies nicht der Grund der Kündigung war, denn es gab in Bezug auf meine Arbeit keinerlei Reklamationen und das ohne Einarbeitung. Ich habe immer alles auf dem aktullen Stand gehabt, sehr gewissenhaft und zuverlässig gearbeitet. Der wahre Grund ist, dass die Vorgesetzten ihr Gesicht scheinbar durch meine Mail an den Vorstand ein stückweit verloren hatten und aufgrunddessen die Eliminierung aufoktruiert bekamen.
Ich habe m.E. alles richtig gemacht, unternehmerisch gedacht und in den 6 Monaten 280 Überstunden getätigt (die alle verfallen!), um immer auf dem aktuellen Stand zu sein, daher auch der damalige kleine Obulus.
Nun erhielt ich das Arbeitszeugnis, welches miserabel ausgefallen ist.

Meine Frage an Sie ist nun, was ich tun kann. Das Zeugnis ist absolut nicht gerechtfertigt und persönliche Eitelkeiten der Vorgesetzten sollten m.E. nicht am Zeugnis ausgelassen werden.

Können Sie mir einen Rat geben?

Mit freundlichen Grüßen,

B.S.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
Sie haben Anspruch auf ein wahres und wohlwollendes Arbeitszeugnis, welches das berufliches Fortkommen nicht ungerechtfertigt erschwert. also wohlwollend formuliert ist.
Entspricht das Zeugnis nicht diesen Anforderungen, können Sie Berichtigung fordern.
Kommt der Arbeitgeber dem nicht nach, oder nicht in der gewünschten Weise, kann vor dem Arbeitsgericht Klage erhoben werden.
Es dürfte unbedingt ratsam sein, sich durch einen Fachanwalt für Arbeitsrecht beraten und vertreten zu lassen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Können Sie mir bitte Paragraphen nennen oder mir einen Text entwerfen, den ich der Firma senden kann?

Dass ein Zeugnis der Wahrheit entsprechen sollte und wohlwollend klingen muss, war mir klar!

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Sie sollten gegenüber dem Arbeitgeber den Inhalt des Zeugnisses sachlich bestreiten und auf ein entsprechend Ihren Leistungen abgestimmtes Zeugnis gem. § 109 Gewerbeordnung. Teilen Sie dem Arbeitgeber in Ihrem Schreiben mit, welche Passagen des erteilten Zeugnisses nicht den Tatsachen entsprechen und einer Berichtigung bedürfen.

Den Wortlaut dürfen Sie hier dem Arbeitgeber allerdings nicht vorgeben.

Sollte Ihr Arbeitgeber Ihrer Aufforderung nicht nachkommen, so sollten Sie unverzüglich Ihren Zeugnisberechtigungsanspruch von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht über eine Klage beim Arbeitsgericht geltend machen.

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