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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Meine Freundin ist krankgeschrieben und zwar ab dem 07.09.2011.Sie

Kundenfrage

Meine Freundin ist krankgeschrieben und zwar ab dem 07.09.2011.Sie wird am 10.05.an der LWS operiert.Sie hat am Freitag den 16.03.2012 ein Schreiben vom Integrationsamt bekommen.Ihr Arbeitgeber möchte sie kündigen wegen zu vielen Krankheittagen.Sie ist zu 70% Scherbehindert.Zum 30.03.2012 muss der Frageboregn beim Integrationsamt sein.
Innerhalb von 4 Wochen muss das Integrationsamt eine Entscheidung treffen.
Frage : Kann der Arbeitgeber Ihr kündigen obwohl sie am 10.05.2012 operiert wird? Auf wann kann dann eine Kündigung erfolgen,-z.B 01.05,-01.06,-01.07. usw.oder später?
Wann muss sie einen Anwaltstermin holen?,-erst wenn die Kündigung erfolgt ist?Was soll Sie tun?,-wie soll Sie sich verhlten?,-Hat der Arbeitgeber das Recht in Ihrem Fall sie zu kündigen? Bitte helfen Sie,-es steht die Zukunft auf dem Spiel?Bitte
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich kann ein Arbeitsverhältnis auch während der Krankschreibung gekündigt werden. Dies ist zulässig.

Schwerbehinderte genießen zwar einen besonderen Schutz, was aber nicht heißt, dass diese nicht kündbar sind. Jedoch ist das Integrationsamt im Vorfeld der Kündigung einzuschalten.

Erteilt das Integrationsamt die Zustimmung kann der Arbeitgeber die Kündigung aussprechen.

Gegen die Zustimmung des Integrationsamtes kann durch den Betroffenen Widerpsruch erhoben werden.

Zugleich kann gegen die Kündigung des Arbeitgeber Kündigungsschutzklage erhoben werden.

Ob diese erfolgversprechend geführt werden kann, hängt davon ab, aus welchem Grund der Arbeitgeber kündigt.

Es ist ratsam, bei Erhalt der Kündigung umgehend einen Fachanwalt für Familienrecht einzuschalten. Wenn Ihre Freundin kein Geld hat, kann Sie Beratungshilfe beanspruchen und für die Klage Prozesskostenhilfe beantragen. Dann übernimmt die Staatskasse die Kosten.





Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie noch Nachfragen oder besteht weiterer Klärungsbedarf ?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
war leider nicht hilfreich.....wie lange braucht so ein Integrationsamt für solch einer Entscheidung?
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Fas Integrationsamt muss kurzfristig entscheiden.

Der Arbeitgeber beabsichtigt offensichtlich, eine krankheitsbedingte Kündigung auszusprechen-

Grundsätzlich kann ein Arbeitgeber nur bei ungünstiger Krankheitprognose ein Kündigung aussprechen. Diese muss er darlegen. Daneben müssen weitere Voraussetzungen für die Begründetheit vorliegen.

Es muß feststehen, daß die zu erwartenden Fehlzeiten des Arbeitnehmers zu einer erheblichen Beeinträchtigung der betrieblichen oder wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers führen. Eine solche Interessenbeeinträchtigung liegt vor allem dann vor, wenn es aufgrund der Fehlzeiten des Arbeitnehmers zu Störungen des Betriebsablaufs oder zu erheblichen Belastungen des Arbeitgebers mit Lohnfortzahlungskosten kommt.

Schließlich muß eine Interessenabwägung vorgenommen werden. Sie muß zugunsten des Arbeitgebers ausgehen, d.h. sie muß ergeben, daß ihm bei einer umfassenden Abwägung der beiderseitigen Interessen unter Berücksichtigung der Dauer des Arbeitsverhältnisses, der Krankheitsursachen, der Fehlzeiten vergleichbarer Arbeitnehmer und des Lebensalter des Arbeitnehmers die oben festgestellte Beeinträchtigung seiner Interessen nicht mehr weiter zugemutet werden kann.

Eine solche Kündigung kann und sollte einer arbeitsgerichtlichen Überprüfung im Rahmen einer Kündigungsschutzklage überprüft werden.