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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16932
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Das Arbeitsverhältnis endete am 30.9.2003. Die Tantieme wäre

Kundenfrage

Das Arbeitsverhältnis endete am 30.9.2003. Die Tantieme wäre nach Feststellung des Jahresabschlusses und Genehmigung Gesellschafterversammlung frühestens im Mai 2004 zu zahlen gewesen; gezahlt wurde diese aber nicht, da Erledigungsklausel 30.9.2003.
Im Aufhebungsvertrag war eine Abfindung vereinbart. Wie ist die Tantieme steuerlich zu behandeln: ermäßigt (= Teil der pauschalen Abfindung) oder herauszurechnen, da bereits erdient? Gibt es hierzu auch BFH o.ä. Entscheidungen.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Ich möchte mir gerne eine zweite Meinung einholen.
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre arbeitsrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.



eine Steuer ermäßigte Abfindung hat vier Voraussetzungen:

sie muss als Entschädigung für entgangene oder entgehende Einnahmen oder
für die Aufgabe oder Nichtausübung einer Tätigkeit bezahlt werden



Sie muss unmittelbar dazu bestimmt sein, den Verlust von Einnahmen zumindest teilweise auszugleichen



Sie muss eine auf einer neuen Rechtsgrundlage beruhende Ersatzleistung sein


Sie muss Einkünfte in einem Veranlagungszeitraum zusammenballen


Mit Urteil vom 4.3. 1998 hat der Bundesfinanzhof festgestellt, dass dieses Merkmal der Zusammenballung von Einkünften nicht erfüllt ist, wenn die anlässlich der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses gezahlte Entschädigung bis zum Ende des Veranlagungszeitraums entstehenden Einnahmen nicht übersteigt und der Steuerpflichtige keine weiteren Einnahmen erzielt, die er bei Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht gehabt hätte.


Wenn also die Abfindung, die Sie bekommen haben gleich dem entspricht, was Sie erhalten hätten, wenn Sie weitergearbeitet hätten dann ist sie nicht steuerbegünstigt.


Wenn sie aber das übersteigt, was sie an Bezügenim Vorjahr gehabt haben ist sie insagesamt steuerbegünstigt.


Ich hoffe, dass ich Ihnen helfen konte

Sehr gerne können Sie nachfragen



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin

wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung

danke