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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16989
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Raschwerin, ich bin 41Jahre alt und seit

Kundenfrage

Sehr geehrter Herr Raschwerin, ich bin 41Jahre alt und seit 22 Jahren in einer Firma in der Metallproduktion tätig.Letzte Woche wurde ich und 82 weiteren Kollegen beriebsbediengt gekündigt. Ich war und bin zu dieser Zeit im Krank zustand, ich wurde an der Halswirbeläule wegen Bandscheibenvorfall operiert und war in einer Anschlussreha, die ich jetzt unterbrochen habe, um mich gegen diese Kündigung ewähren. Meine Vorgestzten haben mir in einem Gespräch versichert, dass ich in der Liste der zu entlassene von deren Seite nicht eingetragen worden bin, weil ich ein sehr gewissenhafte und überaus fleißige Mitarbeiterin bin. Viele meiner Vorarbeiter und ich sind uns sicher, dass ich und viele andere, die solange schon wie ich und mehr arbeiten und unteranderem auch an diesen Deformierungen am Nacken leiden, die definitiv auf unsere arbeit zürückzuführen sind, entlassen worden sind, weil wir einen viel Höheren Stundenlohn haben als die neueren Mitarbeiter, zumal es in der Vergangenheit oft ausprobiert wurde durch Arbeitsdruck uns zur Kündigung und Abfindung zu erwägen. Wie gesagt, ich bin krank, seit 22 Jahren beschäftigt und alleinerziehend und dennoch passe ich nicht in den sozialplan des Arbeitgebers und des Betriebsrates, der einen angeblichen in dem Interessenausgleich das beste für uns rausgeholt hat. Auffällig ist aber, dass überwiegend Arbeitern gekündingt worden ist die ab 15 Jahren bis 30 Jahre tätig sind, während im betrieb sehr viele zeitvertäge noch haben oder erst seit drei vier Jahren für diese Firma tätig sind. Ich weiß, dass ich sehr emotional bin und eventuell dadurch nicht klar denken kann, aber ich weiß, es Gesetze gibt, die gerade Arbeiter wie mich schützen, weil wir so lange unsere Leistung tagtäglich in diesen Betrieb investiert haben, zumal keine akute wirtschaftliche Bedrohung vorliegt, man will eine langfristige Umstrukturierung vornehmen um in Zukunft wettbewerbfähiger sein zu können, dies wird als Grund angegeben. Wir dürfen nicht mehr in den Betrieb und man hat uns in eine Transfergesellschaft weiter gereicht, damit versuchen Sie unsere Kndigungsfrist zu umgehen, damit wir nicht mehr in den Betrieb kommen und fristgerech noch arbeiten können, in meinem Fall wären es um die 6 Monate. Bitte können Sie mir sagen in wieweit mein Arbeitgeber, so dass Kündigungschutzgesetz umgehen kann?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Eine Transfergesellschaft wird als eigene Gesellschaft gegründet, um Arbeitnehmer in einen befristeten Arbeitsvertrag zu übernehmen, die vor der Kündigung stehen. Die Gründung läuft nach einem gesetzlich definierten Verfahren in enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit.

Voraussetzung für die Einrichtung einer Transfergesellschaft ist, dass ein Unternehmen so tief in der Krise steckt, dass Massenentlassungen nicht zu vermeiden sind.

Transfergesellschaften verfolgen den Zweck, konkret von Arbeitslosigkeit bedrohten Mitarbeitern eines Betriebes im Rahmen einer maximal einjährig befristeten Beschäftigung in neue Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln.

Transfergesellschaften sind keine Beschäftigungsgesellschaften. Sie haben ausschließlich das Ziel, die bei ihnen angestellten Beschäftigten so schnell wie möglich in neue Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln. Wenn Sie in die Transfergesellschaft wechseln, sind Sie dort fest angestellt, nicht mehr bei Ihrem Arbeitgeber. Rechtlich handelt es sich um so genannte strukturelle Kurzarbeit.

Ziel ist es, Sie in diesem Jahr neu zu vermitteln.

Gelingt das nicht, dann droht die Arbeitslosigkeit.

Die Kündigungsfristen des aktuellen Arbeitsverhältnisses werden nicht umgangen, da man Sie ja noch 1 Jahr behält und bezahlt.

raschwerin und 4 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke, XXXXX XXXXX mir klar gewesen, dass es ein neuer Arbeitgeber ist und ich dort aufgefangen werde, aber ich möchte meinen Arbeitsplatz zürück, wie sehen denn die Chanchen für mich aus im Hinblick meiner Ausgangssituation im Falle einer Anfechtung meiner Kündigung?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Da der Arbeitgeber betriebsbedingt kündigt und dies bei seiner offenbar schlechten wirtschaftlichen Situation auch glaubhaft machen kann, kann man gegen eine Kündigung nichts unternehmen.

Hier bleibt Ihnen dann nur, die Kündigung zu akzeptieren und eine Abfindung zu verlangen.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wird denn in einem Gerichtsverfahren die Anwendung der Sozialplanung detailliert überprüft!

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ja, in der Tat.

Das wäre dann der einzig angreifbare Punkt.

Würde man binnen 3 Wochen ab Zustellung der schriftlichen Kündigung gegen diese klagen und einigt sich nicht auf eine Abfindung, dann wird der Sozialplan auch gerichtlich überprüft.

Dies könnte dann auch zu einer Wiedereinstellung führen.

raschwerin und 4 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Danke für Ihre Antworten!!

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gern.

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