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rafozouni
rafozouni, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 385
Erfahrung:  Fachanwalt für Arbeitrecht
60461484
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rafozouni ist jetzt online.

Guten Abend, mein Aufgabengebiet ist Vertriebsassistenz in

Kundenfrage

Guten Abend,
mein Aufgabengebiet ist Vertriebsassistenz in Vollzeit für ein Vertriebsgebiet und einen Vorgesetzten. Letztes Jahr ab August wurde umstrukturiert, was aber faktisch bis jetzt nur meine Stelle betraf. Ich bekam zwei Assistenzstellen, die voher auf jeweils Vollzeit ausgerichtet waren sowie zwei Vorgesetzte.

Mein Arbeitsvertrag und meine Stellenbeschreibung wurden nie geändert. Es heißt, dass der Vorstandsbeschluss ausreicht, meine Aufgaben zu ändern. Ist das richtig? Habe ich das Recht auf eine Änderungskündigung mit neuem Vertrag? Mit dem zweiten Vorgesetzten komme ich nicht so gut klar, inwiefern ist er in dieser Situation überhaupt beurteilungsberechtigt? Nehme ich den neuen Vertrag dann nicht an, wäre ich dann normal betriebsbedingt gekündigt? Bitte helfen Sie mir.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  rafozouni hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

mit Dank für die Nutzung von Justanswer möchte ich Ihre Anfrage gern wie folgt beantworten:

Arbeitsvertragliche Vereinbarungen oder Bedingungen können vom Arbeitgeber (AG) nicht einseitig geändert werden. Ein anderes Aufgabengebiet kann der AG daher nur dann im Rahmen seines Weisungsrechts zuweisen, wenn im Arbeitsvertrag eine Klausel enthalten ist, dass der AG auch dazu berechtigt ist bzw. Sie als Arbeitnehmer (AN) aus dem Arbeitsvertrag verpflichtet sind, auch andere Aufgaben zu übernehmen.

Es geht nicht um die Frage, ob Sie ein Recht auf eine Änderungskündigung haben, denn eine solche müsste der AG nur dann ausprechen, wenn Sie als AN mit der Änderung nicht einverstanden sind.

Wenn Sie einverstanden sind, kann zur Klarstellung bzw. Fixierung der neuen Bedingungen ein Abänderungsvertrag geschlossen werden.

Sollten Sie eine Änderungskündigung, also eine Kündigung unter gleichzeitigem Angebot der Fortführung des Arbeitsverhältnisses unter geänderten Bedingungen erhalten, wäre diese Kündigung tatsächlich eine betriebsbedingte Beendigungskündigung, wenn Sie das Angebot der geänderten Bedingungen ablehnen.

Im Falle einer Änderungskündigung ist es daher immer ratsam, diese UNTER VORBEHALT anzunehmen und zwar unter dem Vorbehalt, dass das Arbeitsgericht die Änderungskündigung als sozial gerechtfertigt ansieht. Gegen die Änderungskündigung müsste dann innerhalb von drei Wochen nach Erhalt Klage beim zuständigen Arbeitsgericht eingereicht werden.


Ich hoffe, Ihnen hiermit gedient zu haben und darf höflich um das Akzeptieren der Antwort (durch Anklicken des grünen Buttons) bitten. Für eventuelle Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

RA Fozouni
rafozouni und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo,

 

danke für die Antwort, aber was soll, bzw. kann ich jetzt machen?

 

Mein Aufgabengebiet wurde nicht fachlich geändert, sondern verdoppelt.

 

Was ich natürlich nicht will. Wie gehe vor? Es ein rückwirkendes Zwischenzeugnis ratsam? Ist der zweite Vorgesetzte nur aufgrund des Vorstandsbeschlusses beurteilungsberechtigt, mein Vertrag wurde ja nicht geändert.

 

Experte:  rafozouni hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie sollten Ihrem AG mitteilen, dass Sie mit der Verdoppelung des Arbeitsgebiets nicht einverstanden sind, da ansonsten die Gefahr besteht, dass von einer stillschweigenden Änderung der Arbeitsvertrages ausgegangen wird.

Es besteht allerdings kein Grund, ein Zwischenzeugnis zu verlangen, auf welches Sie natürlich einen Anspruch haben. Doch wenn Sie sich nicht anderweitig bewerben wollen, brauchen Sie kein Zwischenzeugnis.

Grundsätzlich können Sie einen Zeugnisberichtigungsanspruch geltend machen, unabhängig davon, wer das Zeugnis verfasst hat.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage damit ausreichend beantwortet zu haben und danke für das Akzeptieren der Antwort!
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ist mein zweiter Vorgesetzter beurteilungsberechtigt, wenn er nicht von meiner Stellenbeschreibung und nicht von meinem Arbeitsvertrag abgedeckt wird, sondern nur durch den Vorstandsbeschluss? Das ist die entscheidende Frage. Per Mail und Videokonferenz hatte ich klar gemacht, dass ich diese Situation nicht will. Was habe ich überhaupt für rechtliche Möglichkeiten, Bin ich nun tatsächlich gezwungen, die Situation so hinzunehmen?

 

 

Experte:  rafozouni hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wie gesagt, unabhängig davon, wer an dem Zeugnis mit beurteilt hat, können Sie ggfls. einen Berichtigungsanspruch geltend machen.

Unabhägig davon, wer an der Beurteilung mitgewirkt haben.

Ihre rechtlichen Möglichkeiten hängen vom konkreten Inhalt Ihres Arbeitsvertrages ab. Insoweit kann ich mich nur wiederholen. Wenn Ihr Aufgabengebiet klar definiert ist ohne Erweiterungsmöglichkeit durch den AG können Sie sich gegen eine Änderung bzw. Erweiterung wehren bzw. die Übernahme weiterer Aufgaben verweigern.

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