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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 7723
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
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RASchroeter ist jetzt online.

ich habe fristgerecht gekündigt. Bekomme meinen Resturlaub+

Kundenfrage

ich habe fristgerecht gekündigt. Bekomme meinen Resturlaub+ Überstunden= 7 Tage zum Ende. Da ich aber wegen Mobbing gekündigt habe und auch einen neuen Arbeitsvertrag sicher habe, wollte ich unbezahlten Urlaub beantragen. Von allen Beteiligten bekam ich eine mündliche,  positive Zusage. Leider hat die Pflegedienstleitung dies abgelehnt ohne Grund.Was kann im schlimmsten Fall passieren, wenn ich meinen gebuchten Urlaub mit einer Krankschreibung antrete?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Soweit der Urlaub dem Heilungsprozess nicht entgegensteht und eine ärztliche Versorgung gesichert ist, können Sie den Urlaub antreten. Dient der gebuchte Urlaub nicht der Gesundung und treten Sie diesen trotzdem an, kann dies zu einer fristlosen Kündigung durch den Arbeitgeber führen. Daher sollten Sie sich bei dem behandelnden Arzt erkundigen, ob der konkrete Urlaub den Heilungsprozess fördert und er dies ggfs. schriftlich bestätigt.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Ich darf Sie bitten meine Antwort durch das Anklicken des grünen Feldes zu akzeptieren.

Die Beantwortung erfolgte unter der Voraussetzung, dass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers gelesen haben und die Antwort akzeptieren. Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nach deutschem Recht unzulässig ist.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter, MBA
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Zertifizierter Zwangsverwalter

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ich habe ja bereits gekündigt.Der Urlaub ist auf Malta, also außerhalb Deutschlands. Gibt es ggf Schwierigkeiten mit meiner Krankenkasse während der Krankschreibung? Kann der Arbeitgeber die Krankschreibung anzweifeln?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Qualität der Antwort.
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre arbeitsrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.


Ich würde Ihnen leider davon abraten, zuerst anzukündigen dass sie Urlaub nehmen und sich dann wenn Ihnen der Urlaub nicht gewährt wird krank schreiben zu lassen.

Dies ist nämlich leider der klassische Fall der dann zu einer außerordentlichen Kündigung führt, wie ich es bereits oft erlebt habe.

Eine außerordentliche Kündigung hat zur Folge, dass sie eine Sperrfrist von der Agentur für Arbeit von zwölf Wochen bekommen.

Es ist zwar bei einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, auch von einem ausländischen Arzt so, dass diese zunächst einmal den Anscheinsbeweis für sich hat dass sie richtig ist.

Dies gilt besonders bei Abend und Fähigkeitsbescheinigungen im Bereich der Europäischen Union aber auch außerhalb.

Der Arbeitgeber hat jedoch die Möglichkeit, auch den diesen Anscheinsbeweis zu widerlegen.

Ich habe es bereits erlebt das es einem Arbeitgeber dies gelungen ist.

In Ihrem Fall wird man anführen, dass Sie den unbezahlten Urlaub bereits vorher genehmigt haben wollten und dass man Ihnen diesen nicht gegeben hat.

Ich würde daher davon abraten.

Mit Ihrer Krankenkasse bekommen Sie keine Schwierigkeiten.

Wenn die Arbeitgeber allerdings den Verdacht haben, dass der Arbeitnehmer die Krankschreibung zu Unrecht in Anspruch genommen hat haben sie die Möglichkeit den medizinischen Dienst der Krankenkassen einzuschalten.


alles in allem würde ich daher dringend von diesem Vorgehen abraten.

Ich hoffe, dass ich Ihnen einen ersten Überblick verschaffen konnte

wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um akzeptieren

mit freundlichen Grüßen

Claudia Schiessl
Rechtsanwältin
und Fachanwältin für Arbeitsrecht




Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Bitte berücksichtigen Sie daß ich bereits selbst gekündigt habe! Sie schreiben alle ggf. außerordentliche Kündigung. Dies trifft in meinem Fall ja nicht zu! Kann das Krankenhaus mich verklagen auf Schadensersatz? Oder im schlimmsten Fall lediglich das Gehalt für den Zeitraum der Krankschreibung einbehalten?
Experte:  hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die Nachfrage. Die außerordentliche Kündigung kann der Arbeitgeber auch dann aussprechen, wenn Sie bereits selbst gekündigt haben. Dies wird er tun, wenn Sie trotz Krankschreibung einen Urlaub angetreten haben und dieser nicht dem Heilungsprozess dient oder die Krankschreibung im konkreten fall nicht bericht war.

Gelingt es dem Arbeitegeber nachzuweisen, dass die Krankschreibung nicht berechtigt war, kann er das Arbeitsverhältnis fristlos kündigen, mit der Folge, dass der Anspruch auf Gehaltszahlung wegfällt, was allerdings bei einem unbezahlten Urlaub gelichermaßen der Fall wäre.

Auch hat der Arbeitgeber einen Schadensersatzanspruch, den er nachzuweisen hat. Ein solcher Schadensersatzanspruch wird z.B. dahingehend anfallen, dass der Arbeitgeber die Mehrkosten für eine Ersatzkraft geltend macht. Die Mehrkosten betreffen hier die Differenz zu dem normalen (Ihrem) Gehalt, die durch die kurzfristige Besetzung, z.B. durch eine Zeitarbeitskraft anfallen. Abschließend könnte sich dieser Vorfall auch auf die Bewertung in dem zu erstellenden Zeugnis auswirken.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Viele Grüße
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 7723
Erfahrung: Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
RASchroeter und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.