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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Hallo ich arbeite in einer Onkologischen & Hämatologischen

Kundenfrage

Hallo ich arbeite in einer Onkologischen & Hämatologischen Arztpraxis. Eigentlich bin ich Dokumentar (MDA), aber ich habe auch Infusionen umgehangen sowie Teile Chemotherapien hergestellt.
Nun bin ich in der 21 Woche schwanger. Mein Chef weiß von Anfang an das ich sowie meine Kollegin (Krankenschwester) schwanger sind. Wir haben noch mehr Bürokratieaufgaben auf bekommen und laufen gelegentlich auch mit, meine schwangere Kollegin nimmt sogar noch Blut ab, da wir unterbesetzt sind!! Jedenfalls bin ich nun für die Terminkoordinierung und -organisierung, Transporte für Patienten organisieren und Telefondienst und die Anmeldung ab 15:30Uhr besetzen verantwortlich, und dann halt noch meine Aufgaben, die ich vor der Schwangerschaft auch kaum geschafft habe z.b. Hauptverantwortliche für Studie, QM und Tabellen die Dr. auf die Schnelle mal wieder haben möchte. Ich arbeite bis 18:30Uhr. Die Studien sind sehr aufwendig was der Dr. nicht so richtig sieht, da der Hauptteil (Organisation, Termine, Eintragen der Daten) bei mir und meiner Kollegin liegt.
Jedenfalls bin ich vor einem Monat ins KH gebracht worden, wegen erhöhten Blutdruck (V.a. Schwangerschaftsvergiftung) bedingt durch den Stress in der Praxis.Ich war dort ca. 1 Woche Danach wurde ich 3 Wochen krankgeschrieben, wo ich auch noch mal im KH war wegen Dehydration, ca. 1 Woche.
Während meiner Krankentage bekam ich anrufe von Kollegin bezüglich. meiner Arbeit, die ich bestmöglich beantwortet habe. In der 3 Woche meiner Krankschreibung bekam ich einen Anruf meiner Kollegin das ich unkollegial wäre und doch hätte reinkommen können und eine Übergabe machen können bzw. mich melden sollen wenn ich wüsste das Vertreter (für Studien) anrufen und Bescheid geben können (was ich natürlich nicht wissen kann da diese immer spontan anrufen). Diese Kollegin machte mich ca. 15min weiter nieder. Danach ging es mir besonders gut (sarkastisch gemeint). Ich bin dann am Montag, weil ich das mit der anderen Kollegin (meiner Vertretung in den Großstudien) versprochen habe, in die Praxis um ihr bei der Studie zu helfen bzw, zu schauen wo ihr Fehler war.
Ich durfte mir dann von meinem Chef unter 4 Augen anhören das meine Kollegin eine absolute Katastrophe wäre und ich sie nicht richtig eingearbeitet hätte. Außerdem das ich mir überlegen soll ob ich nicht unwirtschaftlich in den letzten Jahren wäre.
Ich kam am nächsten Tag wieder ins KH (der 2 wie oben genannt), da ich mich die Nacht und den nächsten Tag übergeben habe.
Nun hatte ich danach ein Gespräch mit meiner Frauenärztin, ob ich wieder arbeiten gehen soll oder nicht. Ich erzählte ihr von der Mehrarbeit und meiner Kollegin. Außerdem das in diesem Betrieb nicht viel Rücksicht auf Schwanger genommen wird. Sie gab mir daraufhin
eine BV da ich psychisch nicht mehr Belastbar bin, schon gar nicht in der Praxis, zumal ich bei Stresssituationen Bluthochdruck bekomme(200/140 war er damals als es ins KH ging).

Mein Chef will nun eine Teamsitzung machen. Ich kenne diese Teamsitzungen aber von den Vorgängern, man wird durch den Kakao gerührt und dann wird man gekündigt. Die Kündigung wird glaub ich erst 4 Monaten nach Mutterschutz ausgesprochen, es sei den es gibt ein Schlupfloch für mein Chef?
Meine Frage muss ich zu dieser Teamsitzung gehen? Und muss ich mir die Vorwürfe anhören, weil ich als Berufsanfänger vor Jahren Fehler gemacht habe? Muss ich den Grund der BV angeben? Ist der Grund für die BV gerechtfertigt?

Ich hab leider etwas weit ausgeholt und hoffe Sie nehmen es mir nicht übel! Aber ich wollte das Sie soweit alle Fakten kennen!!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Ihre Ärztin hat Ihnen ein Beschäftigungsverbot erteilt, damit müssen Sie nicht mehr Ihrer Arbeit nachgehen und auch nicht an der Teamsitzung teilnehmen.

Selbstverständlich ist der Grund für das Beschäftigungsverbot gerechtfertigt. Ihrem Arbeitgeber müssen Sie das Beschäftigungsverbot durch Nachweis Ihrer Ärztin mitteilen, mehr aber auch nicht.

Im Moment sollten Sie in erster Linie an sich und Ihr Kind denken. Ob und wann ggf. Ihr Arbeitgeber Ihnen kündigt, spielt hier erst einmal eine untergeordnete Rolle. Derzeit befinden Sie sich im Kündigungsschutz durch die Schwangerschaft, so dass eine Kündigung nicht möglich ist.
troesemeier und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Es tut mir Leid, ich muß das noch mal Hinterfragen...

Die eine Frage wegen dem Schlupfloch für meinen Chef, ich habe dies gefunden:

 

Bei einem unbefristeten Arbeitsvertrag bleibt dem Arbeitgeber jedoch ein Schlupfloch, doch die Kündigung in der Schwangerschaft auszusprechen. Allerdings darf diese nicht aufgrund der Schwangerschaft erfolgen, sondern zum Beispiel aus wirtschaftlichen Gründen.

 

Zählt das auch wenn ich als Berufsanfänger vor Jahren Fehler gemacht habe bei den Studien? Das ist doch ein wirtschaftlicher Grund? Gilt dies auch wenn ich die Studien für seine Firma gemacht habe und dort aber nicht angestellt bin sondern eigentlich für die Praxis?

 

Werd auch sofort akzeptieren, aber diese Frage ist für mich als Schwanger besonders wichtig!!

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Es tut mir Leid, ich muß das noch mal Hinterfragen...

Die eine Frage wegen dem Schlupfloch für meinen Chef, ich habe dies gefunden:

 

Bei einem unbefristeten Arbeitsvertrag bleibt dem Arbeitgeber jedoch ein Schlupfloch, doch die Kündigung in der Schwangerschaft auszusprechen. Allerdings darf diese nicht aufgrund der Schwangerschaft erfolgen, sondern zum Beispiel aus wirtschaftlichen Gründen.

 

Zählt das auch wenn ich als Berufsanfänger vor Jahren Fehler gemacht habe bei den Studien? Das ist doch ein wirtschaftlicher Grund? Gilt dies auch wenn ich die Studien für seine Firma gemacht habe und dort aber nicht angestellt bin sondern eigentlich für die Praxis?

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragesteller,

das von Ihnen zitierte Schlupfloch ist ein sehr kleines. Wirtschaftliche Gründe, die hier nur greifen können sind drohende Insolvenz, Geschäftsaufgabe oder Schließung.

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