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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 15732
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Guten Tag. Sie haben sicher schon aus der Presse gehört,

Kundenfrage

Guten Tag.
Sie haben sicher schon aus der Presse gehört, dass NSN seinen Standort in München schliessen wird.
Ich erwarte, dass unsere Abteilung nicht zu denen gehören wird, die in eine andere Stadt umziehen "dürfen", sondern wahrscheinlich werden wir alle gekündigt. Abfindungen sind nicht vorgesehen.

Ich arbeite noch bis Oktober 2013 "Teilzeit in Elternzeit". Bin deshalb eigentlich nicht kündbar, oder doch?

Ich bin allerdings durchaus bereit, die Firma zu verlassen, möchte dafür aber eine entsprechende Abfindung haben.

Was sind meine Möglichkeiten?
- kann man mir kündigen?
- muss ich mich an einen anderen Standort z.B. nach Bonn versetzen lassen?
- kann ich auf einer Abfindung bestehen, d.h. die Firma würde sich "freikaufen"
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre arbeitsrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.

Solange Sie in Eltrenezeit sind , sind Sie unkündbar.

Ihr Arbeitgeber muss vorher die Zustimmung des Integrationsamts einholen.


Sie können sich auch an einen anderen Standort des Unternehmens versetzen lassen.

So eine Versetzung geht der Kündigung immer vor.

Wenn Sie versetzt werden können kann man Ihnen nicht kündigen.

Die Weiterbeschäftigungsmöglichkeit ist stets auf das ganze Unternehmen bezogen.


Eine Abfindung ist Verhandlungssache.


Man legt gegen die Kündigung fristgerecht Kündigungsschutzklage ein und handelt dann im Prozess vor dem Arbeitsgericht die Abfindung aus.


Es ist aber auch wahrscheinlich, dass wenn Sie einen Betriebsrat haben, dieser zuerst einen Interessenausgleich durchführt.

Darin einigen sich Arbeitgeber und Betriebsrat darauf, wie dem einzelnen Arbeitnehmer die aufgrund der Betriebsändeurng entstehenden Nachteile ausgeglichen werden können.



Gegebenfalls kann dann auch ein Sozialplan aufgestellt werden, der wiederum eine Abfindung vorsieht.



Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.Sehr gerne können Sie nachfragen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin


wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung

danke


Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo,

Ihre Antwort ist ja sehr allgemein gehalten. Können Sie noch auf die Frage eingehen, ob ich einer Versetzung zustimmen muss? D.h. wenn ich nicht in eine andere Stadt gehen will, kann man mir dann kündigen?
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 4 Jahren.
sehr geehrter Fragesteller,

ob sie einer Versetzung zustimmen müssen oder nicht kommt zunächst darauf an, wie sich das Weisungsrecht des Arbeitgebers in ihrem Arbeitsvertrag gestaltet.

Viele Arbeitsverträge beinhalten das Recht, den Arbeitnehmer an andere Orte im Bundesgebiet zu versetzen.

Dann könnten Sie gegen die Versetzung nichts machen, diese wäre vom Arbeitsvertrag gedeckt.


Ist die Versetzung im Arbeitsvertrag nicht geregelt, hat der Arbeitgeber die Möglichkeit per Änderungskündigung vorzugehen.

Eine Änderungskündigung ist die Kündigung des Arbeitsverhältnisses mit gleichzeitigem Angebot, das Arbeitsverhältnis zu geänderten Bedingungen fortzusetzen.


der Arbeitnehmer kann hierauf auf verschiedene Weise reagieren

erstens kann das Angebot ablehnen, dann ist das Arbeitsverhältnis gekündigt.

Zweitens er kann das Angebot annehmen, dann besteht das Arbeitsverhältnis zu den geänderten Bedingungen also in der anderen Stadt weiter.

Drittens er kann das Angebot unter der Voraussetzung der arbeitsgerichtlichen Nachprüfung annehmen. Dann besteht zunächst das Arbeitsverhältnis mit den geänderten Bedingungen weiter, die soziale Rechtfertigung dieser Änderung wird jedoch dann vom Arbeitsgericht überprüft.



Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte. Bei Nachfragen stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Wenn ich Ihre Frage beantwortet haben sollte bitte ich Sie meine Antwort durch Klicken auf das grüne Feld zu akzeptieren

vielen Dank

mit freundlichen Grüßen

Claudia Schiessl
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 15732
Erfahrung: Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
Schiessl Claudia und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 4 Jahren.
sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie noch Fragen?

Sehr gerne

wenn ich Ihre Frage beantwortet haben sollte bitte ich höflich um Akzeptierung durch Klicken auf das grüne Feld

vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich habe noch eine Nachfrage, ist denn eine Änderungskündigung überhaupt zulässig?
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 4 Jahren.
sehr geehrter Fragesteller,



vielen Dank für Ihre Nachfrage.


Die dass Sie in Elternzeit sind schützt Sie sowohl vor einer Beendigungskündigung, als auch vor einer Änderungskündigung.

Eine Änderungskündigung ist daher nicht zulässig.






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