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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 19777
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo

Kundenfrage

Hallo
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Bitte stellen Sie Ihre Frage.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Hr. Huettemann,
mir wird sexueller Missbrauch auf Arbeit vorgeworfen. Was nicht der Fall ist. Habe heute eine Aussprache mit meinem Personalchef gehabt der mir sagte Kündigung...entweder im beiderseitigen Einvernehmen oder fristlos.wie soll ich mich verhalten??

grüsse j.Weber
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Soweit Ihnen ein sexueller Übergriff am Arbeitsplatz zur Last gelegt wird, steht eine so genannte Verdachtskündigung im Raum. Sie kommt immer dann in Betracht, wenn der AG Anhalztspunkte für die Begehung einer Straftat am Arbeitsplatz zu haben glaubt.

Angesichts der einschneidenden Folgen für den Arbeitnehmer werden sehr hohe Anforderungen an die Zulässigkeit der Verdachtskündigung und an die konkreten Anhaltspunkte gestellt, die den Verdacht stützen. Letztere müssen von einer Intensität und Stärke sein, die jedenfalls die besondere Schärfe der Verdachtskündigung zu rechtfertigen geeignet sind.

In grundsätzlicher Weise hat das Bundesarbeitgericht entschieden, dass Mutmaßungen und bloße Annahmen keinesfalls zur Rechtfertigung eines dringenden Tatverdachts und damit einer Verdachtskündigung ausreichen (BAG, Urteil v. 29.11.07, 2 AZR 724/06). In einer weiteren Entscheidung hat das Bundesarbeitsgericht verlangt, dass der Verdacht so dringend sein muss, dass es als nahezu sicher gelten kann, dass die Tat von dem betreffenden Arbeitnehmer begangen wurde (BAG, Urteil v. 13.03.08, 2 AZR 961/06).

Zudem ist unbedingte Wirksamkeitsvoraussetzung der Verdachtskündigung die Anhörung des betroffenen Arbeitsnehmers, um diesen Gelegenheit zur Stellungmnahme zu geben.

Darüber hinaus hat der AG alles zu unternehmen, um den zur Verdachtskündigung führenden Vorfall einer umfassenden Klärung zuzuführen. Er hat andere Mitarbeiter anzuhören und gegebenenfalls weitere Ermittlungen anzustellen, die zur Entlastung des Arbeitnehmers führen können.

Nur wenn die vorstehenden Voraussetzungen in Ihrem Fall erfüllt sein sollten, wäre eine gegen Sie ausgesprochene fristlose Verdachtskündigung gerechtfertigt.

Treffen die Anschuldigungen dagegen nicht zu, sollten Sie die Kündigung unter keinen Umständen hinnehmen. In diesem Fall sollten Sie vielmehr gegen die Kündigung binnen drei Wochen nach Zugang der Kündigung die Kündigungsschutzklage zum Arbeitsgericht erheben.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Die Erbringung kostenloser Rechtsberatung ist gesetzlich nicht erlaubt.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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