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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 24858
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, ich habe ein Riesen Problem, war seit 15.7.11 Beschäftigt,

Kundenfrage

Hallo,
ich habe ein Riesen Problem, war seit 15.7.11 Beschäftigt, am 27.12.11 bin ich dann Krank geworden bin immer noch im Krankenstand. Habe meine Kündigung am 28.12.11 erhalten.
Mit Kündigungsfrist war ich dann am 10.01.12 raus aus der Firma. Habe ein halbes Jahr Probezeit gehabt. Muß jetzt mein AG Krankengeld zahlen oder nicht? Er will mir mein Geld nicht geben. Was kann ich da machen.
Lg
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall findet seine wesentlichen Regelungen in den §§ 3,4 EFZG.

Da die Krankheit erst nach nach der Wartefrist von 4 Wochen nach Beginn des Arbeitsverhältnisses eingetreten ist haben Sie grundsätzlich einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung.

Ich gehe davon aus, dass Sie sich am 27.12.2011 ordnungsgemäß nach § 5 EFZG beim Arbeitgeber krankgemeldet haben und somit Ihrer Anzeigepflicht nachgekommen sind.

Aus diesem Grund haben Sie einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung.

Sollte der Arbeitgeber nicht bezahlen, so sollten Sie vor dem Arbeitsgericht Lohnklage einreichen. Die Klageerhebung kann von Ihnen selbst zu Protokoll der Geschäftsstelle vorgenommen werden. Der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle hilft Ihnen bei der Formulierung.

Die Klage hat für Sie kein Kostenrisiko, da keine Gerichtskosten anfallen und in der ersten Instanz jede Partei die eigenen Kosten selbst trägt,

Auch wenn Sie verlieren sollten, tragen Sie niemals die Kosten des gegnerischen Anwalts.

Also: Sie haben einen Anspruch und sollten diesen auch gerichtlich durchsetzen.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 24858
Erfahrung: Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
RASchiessl und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo Herr Schiessl,

Danke für Ihre rasche Antwort, jetzt hab ich aber noch mal eine Frage:
War in einer Metzgerei Beschäftigt, darf er dann trotz Krankenstand Kostgeld abziehen?
Kostgeld/Sachbezug beträgt 47 Euro.
Ich Esse ja seit meiner Krankmeldung ja nichts mehr in der Firma.

Das liegt mir noch auf den Herzen, damit ich weiß wie ich mich Morgen verhalten soll
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Das Kostgeld fällt ja nur dann an, wenn Sie tatsächlich Essen in Anspruch nehmen.

Wenn Sie also von 27.12.2011 bis 10.01.2012 krank waren, dann ist das Kostgeld entsprechend zu verringern.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt

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