So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an hsvrechtsanwaelte.
hsvrechtsanwaelte
hsvrechtsanwaelte, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 1739
Erfahrung:  Mitglied der ARGE Verwaltungsrecht im DAV
61407990
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
hsvrechtsanwaelte ist jetzt online.

Ich bin zum 31.01.2012 gekündigt. Allerdings habe ich noch

Kundenfrage

Ich bin zum 31.01.2012 gekündigt. Allerdings habe ich noch einen Auftrag für eine Winterreise vom 27.01.2012 bis zum 04.02.2012 nach Österreich, die ich auch fahre. Wie verhält es sich jetzt mit der Kündigung. Mir wurde stattdessen ab 01.02.2012 ein 165 € Job angeboten. Ich mache aber die gleiche Tätigkeit wie vor meiner Kündigung. Ist das arbeitsrechtlich vertretbar?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Einseitig (durch den Arbeitgeber etwas wie hier) können die Arbeitsvertragsbedingungen nicht, denn dazu bedarf es einer Änderungskündigung:

Diese ist eine Kündigung verbunden mit dem Angebot, einen neuen Vertrag abzuschließen, um es zu geänderten Bedingungen fortzusetzen.

Gilt für Sie der besondere Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz (Da die Änderungskündigung eine Kündigung des bisherigen Arbeitsvertrages darstellt, finden bei Betrieben ab 10 Arbeitnehmer auch Kündigungsschutz-Vorschriften bei einer Änderungskündigung Anwendung), so ist dieser auch anwendbar - die Änderungskündigung ist an sich (ansonsten) eine normale Kündigung.

Lehnen Sie das Angebot zur Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unter den geänderten Bedingungen ab oder erklären Sie sich nicht innerhalb der Zeit der Gültigkeit des Angebots, so wird das Arbeitsverhältnis durch die Änderungskündigung beendet.

Allerdings habe ich Zweifel, ob es sich hier um eine Änderungskündigung handelt, denn dieses müsste man abgrenzen.

Fragen Sie den Arbeitgeber danach, ob er dieses als eine solche Änderungskündigung auffasst - er soll es Ihnen dann schriftlich gegen.

Wie gesagt:
Der Arbeitgeber kann diese Vereinbarungen nicht einfach einseitig abändern.

Die Kündigung müsste schriftlich erklärt worden sein.

Der Arbeitnehmer muss innerhalb der Dreiwochenfrist nach Zugang der Kündigung eine Kündigungsschutzklage erheben, wenn die Änderung ablehnt. Wenn er den Rechtsstreit verliert, gilt durch die Kündigung das Arbeitsverhältnis als beendet.

Die Kündigung müsste sozial gerechtfertigt sein, z. B. betriebsbedingte Gründe.

Fragen Sie danach, wenn ein Kündigungsgrund nicht genannt wurde.

Ist dieser nicht ersichtlich, sollten Sie sich - ggf. mit Hilfe eines Anwalts - dagegen zur Wehr setzen.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Akzeptanz meiner Antwort; Rechtsrat darf hier nur gegen eine Vergütung erfolgen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Kündigung ist zum 31.01. aus betriebswirtschaftlichen Gründen. Ab 01.02. dann dieses Angebot als 165 euro job bei der gleichen Firma. Als Reisebusfahrer weiß ich, dass für die Fahrt vom 27.01. bis zum 04.02. die 165 Euro-Regelung nicht möglich ist. Da ja bereits vom 01.02.-03.02., wenn ich mit je 8 Arbeitsstunden rechne, schon mal 24 Stunden weg sind. Dann kommt am 04.02. nochmal für die Rückreise aus Österreich mindestens 12 Stunden zusammen. Sind also insgesamt 36 oder mehr Arbeitsstunden. Es führt kein Weg rein, dass ich eine Kündigung zum Ende der Winterreise also zum 05.02. oder 06.02. erhalte.
Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

in Ordnung, dann weiß ich nun Bescheid.

Die geänderte Bezahlung muss jedenfalls dem geänderten Arbeitsverhältnis gerecht werden.

Eine Fahrt über den Kündigungszeitpunkt hinaus halte ich für nicht möglich, wenn zwischenzeitlich neue Bezahlungsbedingungen gelten sollen.

Das heißt, wenn Sie das Angebot annehmen, kann eine Fahrt erst wieder ab Feb. 2012 in Betracht kommen, was ich Ihrem Arbeitgeber unverzüglich schreiben würde.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Akzeptanz meiner Antwort; Rechtsrat darf hier nur gegen eine Vergütung erfolgen.
Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

haben Sie noch irgendwelche Nachfragen?

Ansonsten bitte ich darum, meine Antwort zu akzeptieren, denn Rechtsrat darf hier nach den AGB nur gegen Bezahlung erfolgen.

Vielen Dank.
Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

Nachfragen können Sie gerne jederzeit stellen. Dann kann ich Ihnen ggf. besser helfen.

Ansonsten bitte ich darum, meine Antwort zu akzeptieren, denn Rechtsrat darf hier nach den AGB nur gegen Bezahlung erfolgen - das ist berufsrechtlich bei Anwälten nicht anders möglich.

Vielen Dank.