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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 15720
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, nach 24 Jahren in einem

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, nach 24 Jahren in einem florierendem, großen deutschen Industriekonzern (mit 3 Jahren Zwischenstation beim Mutterkonzern = offiz. Zugehörigkeit 17 Jahre), seit 10 Jahren in mittlerer Führungsposition (z.B. zuletzt Einkaufsleiter mit 100 Mio. Einkaufsvolumen und 12 Mitarbeitern) setzt mich mein derzeitiger Chef unter Druck (Chemie stimmt nicht), in kürzester Zeit (3 Monate) eine neue Stelle zu suchen. Für Dienstag ist die Anhörung im BR terminiert, falls ich eine etwas untergeordnete Stelle (Parkposition) in derselben Abteilung ! akzeptiere. Mir aus dieser neuen Position eine gleichwertige Stelle (MFK) zu suchen zu müssen, möchte man leider nur mündlich zusagen, ergibt sich aber aus Sicht des betreuenden Personalreferenten (dem ich vertraue) aus dem Arbeitsvertrag. Die Unternehmenskultur in unserem Hause ist insgesamt positiv und fair, womit ich meine, mit einer rigiden Haltung meine Chancen eher zu verschlechter. Derzeit befasse mich mit verschiedenen Szenarien: a) Annehmen (Stabsaufgaben) - Vorzurslösung mit dem Risiko, aufs Abstellgleis zu geraten (psychisch belastend) b) Ablehnen und gemobbt weiterarbeiten - mit dem Risiko einer Eskalation und äusserst starkter psychischer Belastung c) Ablehnen und auf eine Abfindung abzielen - mir dem Risiko, daß die Firma hier nicht mitmacht und mir eine - auf dem Papier - "gleichwertige Stelle" beschafft. Frage 1) Ändern sich mit dem Wechsel in die Parkposition meine Ansprüche, wenn ich am Schluss doch einen Auflösungsvertrag abstrebe ? (Die neue Stelle ist nicht als MFK-Stelle beschrieben und hat auch nicht diese Wertigkeit) Frage 2) Falls ich ablehne, wie stünden die Chancen auf eine Abfindung und wie hoch wäre diese (derzeit 95 T€ brutto, Firmenrente ca. 800 €/Monat) Anmerkung: Ich sehe mich in der Lage, die heutigen Ansprüche der Arbeitswelt vollauf zu erfüllen und kann mir vorstellen, trotz der 50 Jahre einen neuen Job mit z.B. 30% weniger Einkommen mit Freude zu erfüllen. Schöner Gruß
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre arbeitsrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.



Zunächst einmal richtet sich das Ausmass in dem man Sie versetzen kann alleine nach Ihrem Arbeitsvertrag.

Gibt der Arbeitsvertrag diese untergeordnete Stelle nicht her, so müssen Sie entweder zustimmen, oder aber der Arbeitgeber muss mittels Änderungskündigung vorgehen.

Dafür braucht er aber einen Grund und die Änderung der Arbeitsbedingungen ist auf ihre soziale Rechtmäßigkeit durch Änderungssschutzklage vor dem Arbeitsgericht überprüfbar.( Klageerhebung binnen 3 Wochen)



Was die Abfindung betrifft, so ist so etwas fast immer reine Verhandlungssache.


Nur in einem Fall hat man einen Anspruch auf eine Abfindung nämlich bei einer Kündigung nach § 1a KSCHG.

Das ist eine betriebsbedingte Kündigung, in der der Arbeitgeber für den Fall, dass gegen die Kündigung nivht geklagt wird die Abfindung verspricht.

In allen übrigen Fällen ist die Abfindung Verhandlungssache und deren Höhe eine Frage , wie dringend der Arbeitgeber den Arbeitnehmer loswerden möchte.


Dennoch spielt es bei der Höhe ggf. eine Rolle wenn Sie einen schlechter bezahlten Job innerhalb der Firma annehmen.

Denn die Höhe der Abfindung beträgt in den meisten Fällen ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr und es wird das Gehalt genommen, das aktuell verdient wird.

Wenn Sie also weniger Gehalt bekommen droht Ihnen eine geringere Abfindung.





Sollten Sie einen Auflösungvertrag anstreben, müssen Sie sich absichern, damit Ihnen keine Sperrfrist droht.


Also: zunächst Beratung bei der Leistungaabteilung der Agentur für Arbeit, wobei das Mobbing der wichtige Grund sein kann, den man für die Auflösung braucht, wenn man nicht eine Sperre bekommen möchte.

Dann ärztliches Attest, dann Auflösungsvertrag.


Wenn Sie vermeiden wollen, dass die Abfindung Ihnen auf das ALG angerechnet wird, müssen Sie die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber einhalten.







Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfn konnte.

Sehr gerne können Sie nachfragen



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin


Wenn Ihre Frage beantwortet ist bitte ich um Akzeptierung

danke
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 15720
Erfahrung: Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
Schiessl Claudia und 4 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Liebe Frau Schiessl, besten Dank nochmal für die Beratung. Ich bitte darum, daß bei meiner Fallbeschreibung mein NAME entfert wird und hoffe, Sie können das veranlassen. Mit freundlichem Gruß
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


dankeschön für den Bonus und ich werde sofort die Entfernung Ihres Namens veranlassen.

Das machen dann die Moderatoren.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo, jetzt fällt mir ein Stein vom Herzen. Vielen Dank XXXXX XXXXX schönen Abend noch.

 

Mit freundlichem Gruß

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr gerne.


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