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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 17047
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Hallo ich habe eine frage ich bin seit dez. 2009 berufsunfähig

Kundenfrage

Hallo ich habe eine frage ich bin seit dez. 2009 berufsunfähig nun hat mein arzt bestätigt das ich zu 100 % als maurer nicht mehr arbeiten kann ,also fang ich im juni 2012 meine umschlung zum industriemechaniker an, da mein arbeitsverhältniss aber noch besteht in der firma wo ich als maurer angestellt bin ist nun meine frage steht mir eine abpfindung zu und urlaubstage geld angestellt seit 2003 bis heute . mein arbeitgeber möchte das arbeitsverhältniss im gegenseitigen einverständis beenden und er meinte mir steht nichts zu ich kenne mich aber nicht aus .
um eine antwort wäre ich sehr dankbar
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

In der Tat steht Ihnen leider keine Abfindung zu.

Da Sie nicht mehr als Maurer arbeiten können, kann der Arbeitgeber Ihnen auch krankheitsbedingt kündigen.

Ein Unternehmer, der einem Arbeitnehmer kündigt, weil er wegen dessen andauernder Krankheit den Fortbestand des Betriebs gefährdet sieht, sollte sich zuvor mit einigen Besonderheiten des Kündigungsschutzes vertraut machen. Denn eine krankheitsbedingte Kündigung ist in Deutschland nur unter recht engen rechtlichen Bedingungen möglich. Aber sie ist möglich.

Relevant sind vor allem die Bestimmungen zu sozial ungerechtfertigten Kündigungen (§ 1 Kündigungsschutzgesetz). Ein Kündigung ist prinzipiell möglich, wenn

eine negative Gesundheitsprognose vorliegt,
die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit betriebliche Interessen erheblich beeinträchtigt und wenn außerdem
sich unter Abwägung aller Interessen ergibt, dass dies für den Arbeitgeber eine nicht mehr hinzunehmende Belastung darstellt.

Mit „erheblicher Beeinträchtigung“ ist in der Praxis meist gemeint, dass die Fehlzeiten die Betriebsabläufe ernsthaft behindern. Es kann aber auch bedeuten – das gilt besonders bei häufigen Kurzerkrankungen, jeweils mit Lohnfortzahlung –, dass die finanzielle Belastung für den Unternehmer nicht zumutbar ist. Die Einzelfallabwägung soll sicherstellen, dass nicht alle über denselben Kamm geschoren werden, sondern genau berücksichtigt wird, wie die Interessen im Besonderen gelagert sind.

Interessant ist die „negative Gesundheitsprognose“. Hier gilt eine 24-Monate-Regel: Falls innerhalb von zwei Jahren keine Besserung zu erwarten ist, kann der Unternehmer kündigen. Diese Frist müssen Unternehmer jedoch keineswegs grollend abwarten, wie ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein deutlich macht.

Daher kann man in Ihrem Fall leider keine Abfindung verlangen.

Einen Aufhebungsvertrag sollten Sie aber trotzdem machen.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
und wie ist es dann mit meinen urlaubstagen von diesen zwei jahren er meinte irgendwie weil ich ja krank war und nicht gearbeitet habe ist in dennen urlaubstagen auch kein geld drin stimmt das also für 2010 und 2011.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das ist nicht richtig.

Die Urlaubstage muss er Ihnen noch gewähren.

Diese können Sie sich nach § 7 Absatz 4 Bundesurlaubsgesetz auszahlen lassen.

Da Sie krank waren, sind diese Tage auch übertragbar.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
und wenn sie mir es weiterhin verweigern was muss ich dann tun anwltlich vor gehen weil ich muss es bei soka bau beantragen und das dauert ungefähr 3 monate wenn ich etwas bekommen würde
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie müssen die Forderung schriftlich geltend machen und eine Frist von 14 Tagen setzen.

Danach müssten Sie zeitnah auf Zahlung vor dem Arbeitsgericht klagen.

Anwaltliche Hilfe ist natürlich ratsam.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und darf Sie bitten, meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten.

Durch die Akzeptierung wird meine Tätigkeit Ihnen gegenüber bezahlt. Dies ist insbesondere unter Berücksichtigung berufsrechtlicher Aspekte erforderlich, da eine kostenlose Rechtsberatung in Deutschland nicht erlaubt ist.

Ich danke Ihnen vielmals und stehe für Rückfragen und eine weitergehende Beauftragung natürlich jederzeit gern zur Verfügung.