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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16971
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ich bin selbstständig und möchte für 3-4 monate eine kraft

Kundenfrage

ich bin selbstständig und möchte für 3-4 monate eine kraft einstellen. sie sollte 840€ verdienen was muß ich alles tun.
mit freundlichen grüßen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Warum soll die Kraft 840 Euro verdienen, hat das einen bestimmten Grund oder ist das unerheblich?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Weil ich die kraft die ich einstellen will voll anmelden muss
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ja, ich meinte ja nur, ob die 840 Euro eine besondere Bedeutung für Sie haben.

Man könnte ja sonst auch bis 400 Euro als Minijob oder bis 800 Euro als Midijob machen.

Bei 840 Euro ist dies aber eine vollwertige Arbeitskraft.

Sie müssen die Arbeitskraft dann bei der Rentenversicherung, Krankenversicherung, Sozialversicherung anmelden und die Beiträge entrichten.

Bezüglich des Arbeitsvertrages muss dieser ausdrücklich nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz mit einem sachlichen Grund befristet werden.

Das ist wichtig, damit auch klar ist, dass das Arbeitsverhältnis nach 3 bis 4 Monaten endet.

Sie müssen aber einen konkreten Zeitpunkt auswählen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
muss ich das alles mit einem steuerberater machen oder kann ich das auch alleine auf die beine stellen wenn ja wo fange ich an.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie können das auch allein machen. Allerdings ist das eine Menge Arbeit, gerade was die Überweisungen etc. angeht.

Mit einem Steuerberater macht sich das besser. In unserer Region nehmen die Steuerberater unter 10 Euro im Monat pro Arbeitnehmer und buchen dann entsprechend alles.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

wissen sie denn auch was ich alles machen muss. das ist die eigentlich dringlichste

frage.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Insofern Sie Angestellte benötigen und beschäftigen wollen, sollten Sie beachten, dass Sie vom Bruttoarbeitslohn die Lohnsteuer (Höhe ergibt sich nach den Standardtabellen des Einkommensteuergesetzes entsprechend der Progression), Solidaritätszuschlag (zusätzl. 5,5% der Lohnsteuer), Kirchensteuer (zusätzlich 8% der Lohnsteuer) einbehalten und direkt an das zuständige Finanzamt zahlen müssen. Des Weiteren behalten Sie die Sozialversicherungsbeiträge ein. Diese beinhalten die gesetzliche Krankenversicherung, die Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und die Pflegeversicherung. Von allen Beiträgen haben SIE als Arbeitgeber 50% zu tragen.

Somit wird dem Arbeitnehmer nur ein Nettolohn ausgezahlt.

Die Beiträge zur Krankenversicherung, sowie alle anderen Versicherungsbeiträge müssen vom Arbeitgeber jeweils bis zum drittletzten Banktag des laufenden Monats an die Krankenkasse des jeweiligen Arbeitnehmers gezahlt werden. D. h. die Beiträge müssen an diesem Tag auf dem Konto der Krankenkasse gutgeschrieben sein.

Die Krankenkasse kümmert sich dann z.B. um die Weiterleitung an die Rentenversicherung. Somit wird dem Arbeitgeber hier etwas Arbeit abgenommen.

Im Zusammenhang mit der Durchführung des Meldeverfahrens zur Sozialversicherung werden den Betrieben von den Arbeitsämtern Betriebsnummern zugeteilt. Die Betriebsnummer benötigen Sie für die Meldungen (An-, Ab-, Jahresmeldungen u.a.) bei den Krankenkassen, wenn Sie mindestens einen Arbeitnehmer beschäftigen. Die Zuteilung der Betriebsnummer sowie die Erfassung der in diesem Zusammenhang erforderlichen Betriebsdaten erfolgt durch das Arbeitsamt, in dessen Bezirk der Betrieb liegt.

Die Berufsgenossenschaften kommen für die Folgen von Arbeitsunfällen Ihrer Arbeitnehmer auf. Jedes Unternehmen ist kraft Gesetz Mitglied, d.h. bereits mit Aufnahme der Tätigkeit bzw. mit der erstmaligen Beschäftigung von Arbeitnehmern besteht eine Beitragspflicht. Sie als Unternehmer können sich bei der Berufsgenossenschaft freiwillig versichern, hierzu ist ein schriftlicher Antrag zu stellen. Die Versicherung beginnt mit dem Tag, der dem Eingang des Antrags folgt. Im Gegensatz hierzu sind Ihre Arbeitnehmer pflichtversichert. D.h. mit Aufnahme der Tätigkeit Ihrer Arbeitnehmer sind sie versichert. D. h. Sie als Arbeitgeber müssen die Beiträge entrichten.

Sofern der Arbeitgeber bisher noch keine Arbeitnehmer beschäftigt hat, muss er bei der Agentur für Arbeit eine Betriebsnummer formlos beantragen. Unter dieser Betriebsnummer sind dann die Meldungen an die Krankenkasse bzw. bei geringfügig Beschäftigten an die Bundesknappschaft vorzunehmen.

Zu melden sind alle Arbeitnehmer einschließlich der zur Berufsausbildung Beschäftigten, soweit sie irgendwie sozialversicherungspflichtig sind und deshalb Beiträge abgeführt werden müssen.

Grundsätzlich hat der Arbeitnehmer ein Wahlrecht, an welche Krankenkasse der Arbeitgeber seine Beiträge zu überweisen und Meldungen zu erstatten hat.

Der Arbeitnehmer muss innerhalb einer Frist von 14 Tagen gegenüber einer (unten aufgeführten) Krankenkasse den Beitritt erklären und dem Arbeitgeber eine von der Krankenkasse auszustellende Mitgliedsbescheinigung vorlegen. Soweit er diese Frist verstreichen lässt, hat der Arbeitgeber das Recht, eine dieser Krankenkassen auszusuchen. Zur Wahl stehen:


AOK des Beschäftigungs- oder Wohnortes


jede Ersatzkasse, deren örtliche Zuständigkeit sich nach der Satzung auf den Beschäftigungs- oder Wohnort des Beschäftigten bezieht


jede zuständige Betriebs- oder Innungskrankenkasse


die Krankenkasse, bei der vor Beginn der Beschäftigung zuletzt eine Mitgliedschaft oder eine Familienversicherung bestand


die Krankenkasse, bei der der Ehegatte versichert ist.

Die Meldungen, für die es einen einheitlichen Blankovordruck bei den Krankenkassen bzw. der Deutschen Rentenversicherung Bund/Minijob-Zentrale bei geringfügig Beschäftigten gibt, sind aufgrund verschiedener Anlässe bzw. Meldetatbestände zu erstatten.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ich bin mit einem kleingewerbe angemeldet gilt das alles auch. ich glaube das war meine letzte frage . vielen dank für ihre zeit mit freunlichen grüßen e. a.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ja, auch als Kleinunternehmer gilt dies.

Unterschiede ergeben sich nur, wenn man den Arbeitnehmer eben in den Grenzen des Mini- oder Midijobs beschäftigt.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und darf Sie bitten, meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten.

Durch die Akzeptierung wird meine Tätigkeit Ihnen gegenüber bezahlt. Dies ist insbesondere unter Berücksichtigung berufsrechtlicher Aspekte erforderlich, da eine kostenlose Rechtsberatung in Deutschland nicht erlaubt ist.

Ich danke Ihnen vielmals und stehe für Rückfragen und eine weitergehende Beauftragung natürlich jederzeit gern zur Verfügung.

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