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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26451
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Thema: Abmahnung wegen zu spät eingereichtem Krankenschein

Kundenfrage

Thema: Abmahnung wegen zu spät eingereichtem Krankenschein (KS)
Der AN wurde noch nie abgemahnt oder gerügt, das der KS zu spät in der Firma war.
Im Dezember erkrankte AN und gab am 4. Tag den KS in der Poststelle ab. In der Personalabteilung lag dieser erst, verzögert durch das WE am 7. Tag vor. Dafür bekam der AN eine Abmahnung wegen zu spät eingereichtem KS. Es wurden 2 Schreiben verfasst, das erste war, das der KS erst am 7 Tag vorlag und der 2. Brief war das der KS erst am 5 Tag einging obwohl bei der Ärztin tags zuvor der Terminerst war. Die Krankschreibung war bis zum 30.12. 2011 datiert. AN hat AG mündlich Bescheid gegeben, das eine Verlängerung der Krankschreibung stattfinden wird. Am 02.1. wurde mit der Ärztin eine Verlängerung der Krankschreibung festgelegt. Am 05.01. erhielt AN erst einen Konsultationstermin beim Arzt und die schriftliche Bescheinigung (KS). Diese ging dem AG am 06.01. postalisch zu.
Handelt es sich nun trotzdem um eine Pflichtverletzung des AV obwohl der AG wusste, dass die Krankheit weiter andauert?
Im AV steht: Jede Arbeitsverhinderung ist unter Angabe der Gründe und der voraussichtlichen Dauer unverzüglich mitzuteilen. Dauert eine Krankheit länger als 3 Tage, hat der AN am 4. Tag eine Bescheinigung vorzulegen.
Die Ärztin hat gleichzeitig noch ein Bestätigungsschreiben verfasst, was die Aussage des AN bestätigt. Ist die Abmahnung rechtens? Wie lange würde diese Gültigkeit besitzen? Was kann ich tun?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Nach der Regelung in § 5 I 2 EFZG braucht der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung nur dann vorzulegen, wenn die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Tage andauert, und zwar am darauf folgenden Arbeitstag.

Insoweit entspricht die Regelung im Arbeitsvertrag dem Gesetz.

Ausschlaggebend ist dabei, wann die Krankmeldung beim Arbeitgeber eingegangen ist.

Dies war bei Ihrer Erkrankung im Dezember fristgerecht am 4. Tag, also rechtzeitig und am 06.01.2012 leider erst am 7. Tag, also verspätet.

Hinsichtlich der zweiten Bescheinigung kann somit eine Abmahnung gerechtfertigt sein

Eine Abmahnung setzt jedoch ein Fehlverhalten Ihrerseits voraus.Dies ist hinsichtlich der zweiten AU-Bescheinigung anzunehmen, da Sie sich in diesem Falle nicht auf eine postalische Versendung hätten verlassen dürfen, sondern die Bescheinigung sofort am 05.01.2012 an den Arbeitgeber hätten übergeben müssen.

Hinsichtlich der ersten Abmahnung haben Sie dagegen einen Anspruch auf Entfernung aus Ihrer Personalakte, den Sie auch vor dem Arbeitsgericht durchsetzen können.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.



Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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