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RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Einem Postbankfilialleiter wurden aus der von ihm verwalteten

Kundenfrage

Einem Postbankfilialleiter wurden aus der von ihm verwalteten Beraterkasse 2000,- € entwendet. In die Kasse werden gelegentlich bei Beratungsgesprächen entgegengenommene Beträge von Kunden zwischengelagert, nachdem sie zuvor von dem Filialleiter auf dem Kundenkonto ordnungsgemäß verbucht wurden. Üblicherweise werden diese Gelder dann am Ende des Tages der Zentralkasse zugeführt. Dies hatte der Filialleiter vergessen. Anläßlich einer überraschend durchgeführten Kassenprüfung( 10 Tage später) wurde das Fehlen der Gelder entdeckt. Zu der Kasse konnte sich jeder Mitarbeiter der Filiale ohne Zeugen den Schlüssel besorgen. Gelegentlich waren Mitarbeiter auch abends zur Erledigung des Weihnachtsgeschäftes auch alleine in der Filiale.
Geschockt durch das sein eigenes Versagen und dem entdeckten Verluste des Geldes und eingeschüchtert durch die Drohung mit einer Strafanzeige hat der Filialleiter die geforderte Selbstkündigung unterschrieben, obwohl er an dem Diebstahl unschuldig ist.
Die internen Inspektoren wiesen darauf hin, dass im Rahmen einer polizeilichen Untersuchung die Chance auf den Beweis der Unschuld vermutlich gleich Null sei, und selbst wenn nicht eindeutig geklärt werden könne, dass der Filialleiter den Betrag entwendet habe, werde auch die fahrlässige Verhaltensweise in Verbindung mit dem Folgeschaden als Grund für eine fristlose Kündigung aufrecherhalten. Also fristlose Kündigung in jedem Fall und das Risiko einer strafrechtlichen Verurteilung.
Nur bei einer Selbstkündigung werde von einer Strafanzeige abgesehen.
Der Filialleiter (51 Jahre), eingeschüchtert, kündigte ( Folge: Verlust der Pensionsansprüche, Jobverlust, Harz IV).
Alles ereignete sich am Freitag den 30.12.11.
Welche Chancen auf Wiedereinstellung, nach Widerruf der Kündigung( Fristen,Form),
hat der Filialleiter.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

zu Ihrem Anliegen möchte ich gern wie folgt ausführen:

Es besteht die rechtliche Möglichkeit, die Kündigung anzufechten.

Über eine Kündigungsschutzklage muss auf Feststellung geklagt werden, dass das Arbeitsverhältnis nicht durch die Kündigung beendet wurde.

Die Bedrohungssituation ist recht eindeutig.

Eine strafrechtliche Verurteilung des Leiters käme mangels an Beweisen nicht in Betracht.