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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26353
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, ich arbeite seit anfang des jahres in einem ursprünglich

Kundenfrage

Hallo,

ich arbeite seit anfang des jahres in einem ursprünglich bis 1.8.2011 befristeten arbeitsverhältnis, das auf 42,5 wochenstunden festgelegt wurde.
es wurde jedoch mündlich vereinbart dass ich nur ca.6 stunden pro tag,5tage pro woche arbeite, also teilzeit mit ca.30 +/- stunden pro woche.
In diesem Betrieb weiß ich nur vom hören-sagen dass ich bei teilzeit und Lohn-nach-Stunden-pro-Monat wenn ich urlaub nehme, keinen anspruch auf lohn habe während dieser zeit.
in einem normalen monat arbeite ich ca. 120 stunden.
wenn ich nun in einem monat mit 20 arbeitstagen 14 tage urlaub nehme würde ich
dann nur den lohn von 6 arbeitstagen bekommen...
habe ich per gesetz in einem solchen arbeitsverhältnis trotzdem anspruch auf normalen lohn, auch wenn ich urlaub nehme?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Wenn Sie Urlaub nehmen, dann haben Sie natürlich einen Anspruch auf Urlaubsentgelt, also auf Lohnfortzahlung während Ihres Urlaubs.

Wenn Sie also in einem Monat mit 20 Arbeitstagen 14 Tage Urlaub nehmen, dann haben Sie in der Tat 6 Tage Anspruch auf Arbeitslohn, jedoch 14 Tage Anspruch auf Urlaubsentgelt.

Höhe, Berechnung und Auszahlungsmodalitäten des Urlaubsentgelts sind in § 11 BUrlG geregelt.

Das Bundesurlaubsgesetz geht bei der Gewährung des Anspruchs auf Zahlung eines Urlaubsentgelts vom Prinzip der Erhaltung des Lebensstandards während des Urlaubszeitraums aus.

Zur Konkretisierung dieses Lebensstandardprinzips hat sich der Gesetzgeber im BUrlG für die sog. Bezugsmethode entschieden.

Soweit keine anders lautenden tarifvertraglichen Regelungen vorhanden sind, ist bei der Berechnung Ihres Urlaubsentgelts grundsätzlich der Betrag zugrunde zu legen, denSie durchschnittlich in den letzten 13 Wochen vor Urlaubsbeginn verdient haben .

Sie sehen also ein unbezahlter Urlaub ist in Ihrem Falle nicht möglich.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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