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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 22830
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Eine Angestellte hat uns einen OP Termin ( Bandscheiben OP

Kundenfrage

Eine Angestellte hat uns einen OP Termin ( Bandscheiben OP ) nicht mitgeteilt, aber es unseren Stammgästen erzählt( nur die uns leider nichts ). Wir sind in der Gastronomie tätig und ein eher kleiner Betrieb und auf jeden Angestellten angwiesen. Bei einer Dienstbesprechung am Tag vor Ihrer OP hat Sie immer noch nichts gesagt, obwohl wir alle wichtigen Termine ( Caterings , geburtstage, Weihnachtsfeiern durchgegangen sind ). Ihr Sohn hat dann den Krankenschein einen Tag später gebracht. Wir haben Ihr gekündigt, jetzt droht sie mit einem Amwalt?? Was nun? Wer ist im Recht?
Danke
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nach § 5 Entgeltfortzahlungsgesetz müssen kranke Beschäftigte ihre Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich dem Arbeitgeber melden und eine entsprechende AU-Bescheinigung (Krankschreibung) beibringen:

http://dejure.org/gesetze/EntgFG/5.html

Im Arbeitverhältnis besteht darüber hinaus aber auch die aus dem Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB) abzuleitende Nebenpflicht, auf die schutzwürdigen Belange und Interessen des jeweils anderen Vertragsteils Rücksicht zu nehmen.

Diese Rücksichtnahmepflicht hätte es Ihrer Mitarbeiterin hier geboten, Sie schon sehr viel frühzeitiger über die anstehende OP im Kenntnis zu setzen, damit Sie Ihre Dispositionen hierauf einrichten konnten. Dies gilt in besonderem Maße auch deshalb, weil die Mitarbeiterin wusste, dass in Ihrem Betrieb wichtige Termine anstanden. Die Tatsache, dass Sie dessenungeachtet geschwiegen und Sie nicht informiert hat, begründet einen schweren Verstoß gegen die arbeitsvertraglich geschuldete Treupflicht.

Der Umstand, dass Sie auch in der Dientsbesprechung wider besseres Wissen sich Ihnen nicht offenbart, zugleich aber den Stammgästen von der bevorstehenden OP erzählt hat, stellt einen derart schwer wiegenden Pflichtenverstoß dar, dass es Ihnen nicht zugemutet werden kann, an dem Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist festzuhalten.

Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände des Falles steht Ihnen vielmehr hier ein außerordentliches (fristloses) Kündigungsrecht aus § 626 BGB zur Seite. Sie waren auf der Grundlage Ihrer Sachverhaltsangaben daher berechtigt, der Mitarbeiterin zu kündigen.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nach § 5 Entgeltfortzahlungsgesetz müssen kranke Beschäftigte ihre Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich dem Arbeitgeber melden und eine entsprechende AU-Bescheinigung (Krankschreibung) beibringen:

http://dejure.org/gesetze/EntgFG/5.html

Im Arbeitverhältnis besteht darüber hinaus aber auch die aus dem Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB) abzuleitende Nebenpflicht, auf die schutzwürdigen Belange und Interessen des jeweils anderen Vertragsteils Rücksicht zu nehmen.

Diese Rücksichtnahmepflicht hätte es Ihrer Mitarbeiterin hier geboten, Sie schon sehr viel frühzeitiger über die anstehende OP im Kenntnis zu setzen, damit Sie Ihre Dispositionen hierauf einrichten konnten. Dies gilt in besonderem Maße auch deshalb, weil die Mitarbeiterin wusste, dass in Ihrem Betrieb wichtige Termine anstanden. Die Tatsache, dass Sie dessenungeachtet geschwiegen und Sie nicht informiert hat, begründet einen schweren Verstoß gegen die arbeitsvertraglich geschuldete Treupflicht.

Der Umstand, dass Sie auch in der Dientsbesprechung wider besseres Wissen sich Ihnen nicht offenbart, zugleich aber den Stammgästen von der bevorstehenden OP erzählt hat, stellt einen derart schwer wiegenden Pflichtenverstoß dar, dass es Ihnen nicht zugemutet werden kann, an dem Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist festzuhalten.

Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände des Falles steht Ihnen vielmehr hier ein außerordentliches (fristloses) Kündigungsrecht aus § 626 BGB zur Seite. Sie waren auf der Grundlage Ihrer Sachverhaltsangaben daher berechtigt, der Mitarbeiterin zu kündigen.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich werde mich nochmal melden, da wir bereits ein Schreiben von Ihren Anwalt bekommen haben. Eventuell treten da noch ein paar Fragen auf. Vielen Dank.

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Kein Problem, nach einmaliger Akzeptierung der Auskunft können Sie jederzeit kostenfrei Folgefragen stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Die Erbringung kostenloser Rechtsberatung ist gesetzlich nicht erlaubt.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwal
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt