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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26840
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe heute eine Kündigung des Arbeitsvertrages

Kundenfrage

Guten Tag,

ich habe heute eine Kündigung des Arbeitsvertrages als Servicekraft (20 St/Woche) in einer kardiologischen Praxis zum 31.01.2012 erhalten.
Meine Probezeut beim AG ist per 30.11. diesen Jahres abgelaufen, es gab keinerlei Abmahnungen oder Hinweise auf eine Kündigung, im Gegenteil...alle Gespräche waren positiv und auf der W-Feier 5 Tage vorher wurde noch vor versammletem Kollegium die Wichtigkeit der Position und meiner Person besonders hervorgehoben.

Der Text der Kündigung lautet: Wegen Aufgabe des Servicebereiches in unserer Praxis kündigen wir ....
Gleichzeitig laufen derzeit Einstellungsgespräche für eine Verwaltungsangestellte (auch für 20 St/Woche)...

Handelt es sich hierbei um eine sozial ungerechtfertigte Kündigung?
Mit freundlichen Grüßen Tanja Schönfeld
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Bei betriebsbedingten Kündigungen, ist Ihr Arbeitgeber verpflichtet, bei der Auswahl der zu kündigenden Arbeitnehmer vier soziale Gesichtspunkte, nämlich Dauer der Betriebszugehörigkeit, Lebensalter, Unterhaltspflichten und Schwerbehinderung zu berücksichtigen.

 

 

Diese Verpflichtung zur Sozialauswahl besteht in Betrieben, für die der allgemeine Kündigungsschutz gilt.

 

Ohne ausreichende Berücksichtigung dieser sozialen Gesichtspunkte ist eine betriebsbedingte Kündigung sozial nicht gerechtfertigt (§1 III S.1 § 2 KschG). Nach § 23 KSchG müssen in Ihrem Betrieb jedoch wenigstens 10 Arbeitnehmer beschäftigt sein.

 

Allein die Tatsache, dass die Kündigung ohne Bründung oder Abmahnung erfolgt ist, bedeutet nun nicht, dass die Kündigung nicht sozial gerechtfertigt ist.

 

Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, seine Kündigung zu begründen. Der Arbeitnehmer muss bei seiner Kündigung lediglich die 4 von mir genannten Gesichtspunkte einhalten.

 

Eines müssen Sie unbedingt beachten:


Wenn Sie gegen die Kündigung vorgehen wollen, so müssen Sie dies innerhalb der Ausschlussfrist von 3 Wochen ab Zustellung der Kündigung durch Erhebung einer Kündigungschutzklage vor dem Arbeitsgericht tun.

Hinsichtlich dieser Klage haben Sie in der ersten Instanz kein Kostenrisiko, da keine Gerichtskosten anfallen und jede Partei die Kosten selbst trägt. Also auch wenn Sie verlieren sollten, müssen Sie die KOsten des Gegneranwalts nicht zahlen.

In der Kündigungsschutzklage muss der Arbeitgeber dann darlegen, warum er gekündigt hat und warum die Kündigung sozial gerechtfertigt sein soll.

Kann er dies nicht, so ist die Kündigung unwirksam und der Arbeitsvertrag besteht weiter.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

 

 

 

 

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt