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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16573
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Ich arbeite als EDV Mitarbeiterin an der Universität in Vechta

Kundenfrage

Ich arbeite als EDV Mitarbeiterin an der Universität in X in Vollzeit). In einem mdl. Gespräch habe ich dem AB Personal vor einem halben Jahr mitgeteilt, warum ich nahezu jeden Morgen die Gleitzeit (9Uhr) überschreite: ich bin für die morgentliche Pflege unserer - im Hause wohnenden - Oma zuständig- bis die Pflegerinnen der Sozialstation kommen. Ich lebe in der Woche allein in der Wohnung. Sonst kümmert sich niemand. Zum Abendessen bin ich dann gg. 18/19Uhr zurück zuhaus. Meine Arbeit verrichte ich - soweit ich das ersehen kann - zu aller Zufriedenheit. Jetzt wirft man mir einen 70fachen Verstoß gg das DVAZ vor. Mein Chef (Uni Professor und Geschaftsführer unserer Abteilung) war informiert und steht hinter mir. Wie kann ich diese Situation lösen / wie stelle ich rechtlich sauber einen schriftlichen Antrag an die Universität/das Land? Wer ist zu informieren? Was habe ich schlimmstenfalls zu befürchten? Danke für eine Antwort. Mit besten Grüßen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre arbeitsrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.

Man wirft Ihnen einen Verstoß gegen die Pflichten aus der Vereinbarung der gleitenden Arbeitszeit für die Mitarbeiterinnnen und Mitarbeiter der Uni Vechta in 70 Fällen vor, mithin einen Verstoß gegen Ihre Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis.

Das ergibt sich aus § 1 DVAZ.


Das kann in einer Abmahnung, schlimmstenfalls in einer Kündigung enden.


Zu beachten ist hier aber, dass seit dem Fall Emely der vom Bundesarbeitsgericht entschieden wurde, die Gerichte bei der Beurteilung von Kündigungen ohne Abmahnung sehr zurückhaltend geworden sind.


Bei Ihnen liegt zudem der Fall anders.


Sie hatten ja Ihren Vorgesetzten, den Professor und Geschäftsführer Ihrer Abteilung informiert und dieser hatte dem zugestimmt.

Offensichtlich aber ist die Zustimmung nicht bis zur Personalabteilung gelangt.

Ihr Chef kann als Zeuge aussagen, dass Sie ihn informiert hatten und daher davon ausgehen konnten, dass es so in Ordnung geht.

Es wird Ihnen daher arbeitsrechtlich nichts passieren.


Sollte eine Abmahnung dennoch kommen, müssen Sie eine Gegendarstellung fertigen und beantragen, dass die Abmahnung aus Ihrer Personalakte entfernt wird.


Es gibt zudem eine Vorschrift im Gesetz, wonach derjenige, der durch persönliche Gründen für kurze Zeit an der Erbringung seiner Arbeit gehindert ist, dennoch einen Anspruch auf seinen Lohn hat.


In § 5 DVAZ heißt es zudem:


Die Hochschulleitung kann abweichende Kernzeiten aus persönlichen Gründen zur
Vermeidung besonderer Härten im Einzellfall festsetzen. In begründeten
Ausnahmefällen können die Kernzeiten mit Zustimmung der oder des Vorgesetzten
ohne Anrechnung auf die Arbeitszeit unterbrochen werden.


Genau dies haben Sie gemacht.


Schreiben Sie an die Hcohschulleitung.


Schildern Sie den Sachverhalt mit der Oma und legen Sie am besten noch Unterlagen bei, aus denen sich die Pflegebedürftigkeit und die Erforderlichkeit Ihres Engagements gibt bei.

Beantragen Sie, dass man Ihnen eine Kernzeit genehmigt, die ein bisßchen später als 9 Uhr ist nach § 5 DVAZ





Mit freundlichen Grüßen


Claudia Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht



Wenn ich Ihre Frage beantwortet ahbe bitte ich um Akzeptierung

Danke














Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,


haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne


Wenn nicht bitte ich um Akzeptierung


Danke
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke, XXXXX XXXXX ich der Hochschulleitung antworten muss, ist mir klar. Frage wer noch: muss der PR eingebunden werden oder auch der AB Personal?
und: Vielmehr geht es mir um die Formulierung eines entsprechenden Schreibens...

MfG

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


das Schreiben ist formlos möglich.


Sie überschreiben es Antrag auf Genehmigung nach § 5 IV DVAZ .


Da es nur um einen Einzelfall geht hat der Sachverhalt keine kollektiven Auswirkungen so dass der Personalrat nicht eingebunden werden muss.

Sollte es aber Auswirkungen auf noch einen Arbeitsplatz haben müssen Sie ihn miteinbinden.

Den Arbeitsbereich Personal und zentrale Dienste würde ich ebenfalls mit einbinden da diese für alle Fragen des Personalbereichs umfassend zuständig sind


Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und bitte um Akzeptierung meiner Antwort.


Vielen Dank
Schiessl Claudia und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke, XXXXX XXXXX es damit einmal versuchen...

MfG

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ihnen alles Gute und viel Glück

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