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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 22349
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
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ra-huettemann ist jetzt online.

Diebstahl

Kundenfrage

Hallo ich hab da mal ne frage:ich werde beschuldigt Geld genommen zu haben bin aber in der lehre... meine chefin behauptet jetzt das ich seit 2010 bin 2011 geld entnommen habe.. wie kann ich da jetzt vorgehn ? Mit freundlichen Grüßen Rastoder
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich kann auch ein Ausbildungsverhältnis aus wichtigem Grund gekündigt werden (§ § 22 Berufsbildungsgesetz).

Soweit Ihnen zur Last gelegt wird, Sie hätten die Diebstähle begangen, steht eine so genannte Verdachtskündigung als außeriordentliche Kündigung im Raum. Sie kommt immer dann in Betracht, wenn der AG Anhaltspunkte für die Begehung einer Straftat am Arbeitsplatz zu haben glaubt.

Angesichts der einschneidenden Folgen für den Arbeitnehmer werden sehr hohe Anforderungen an die konkreten Anhaltspunkte gestellt, die den Verdacht stützen. Sie müssen von einer Intensität und Stärke sein, die jedenfalls die besondere Schärfe der Verdachtskündigung zu rechtfertigen geeignet sind.

In grundsätzlicher Weise hat das Bundesarbeitgericht entschieden, dass Mutmaßungen und bloße Annahmen keinesfalls zur Rechtfertigung eines dringenden Tatverdachts ausreichen (BAG, Urteil v. 29.11.07, 2 AZR 724/06). In einer weiteren Entscheidung hat das Bundesarbeitsgericht verlangt, dass der Verdacht so dringend sein muss, dass es als nahezu sicher gelten kann, dass die Tat von dem betreffenden Arbeitnehmer begangen wurde (BAG, Urteil v. 13.03.08, 2 AZR 961/06).

Zudem ist unbedingte Wirksamkeitsvoraussetzung der Verdachtskündigung die Anhörung des betroffenen Arbeitsnehmers, um diesen Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.

Darüber hinaus hat der AG alles zu unternehmen, um den zur Verdachtskündigung führenden Vorfall einer umfassenden Klärung zuzuführen. Er hat andere Mitarbeiter anzuhören und gegebenenfalls weitere Ermittlungen anzustellen, die zur Entlastung des Arbeitnehmers führen können.

Vor diesem Hintergrund ist festzustellen, dass eine Verdachtskündigung gegen Sie nicht in Betracht kommen kann, wenn die Chefin lediglich pauschal behauptet, Sie hätten Geld entwendet. Wie erwähnt, reichen solche reinen Vermutungen und bloße Verdächtigungen grundsätzlich für eine Verdachtskündigung nicht aus.

Die Chefin wird Ihnen nun zunächst Gelegenheit geben müssen, zu den gegen Sie erhobenen Vorwürfen Stellung zu nehmen und weitere Ermittlungen zur Erhellung des Sachverhalts anstellen müssen. Sie sollten dies unbedingt nutzen, um die bestehenden Anschuldigungen zu entkräften.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Die Erbringung kostenloser Rechtsberatung ist gesetzlich nicht erlaubt.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Besteht hierzu noch Klärungsbedarf? Soweit das nicht der Fall ist, darf ich um Akzeptierung bitten. Der Sachverhalt ist mit einem für Sie positiven Resultat rechtlich maximal ausgeschöpft. Kostenlose Rechtsberatung ist zudem nach zwingendem Recht nicht zulässig.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt