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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites Staatsexamen Diplom Jurist
26039601
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Guten Abend, meine Mail von eben wurde abgebrochen. Seit

Kundenfrage

Guten Abend,

meine Mail von eben wurde abgebrochen.

Seit dem 16.10.1989 bin ich in einem mittelständischen Familienunternehmen aktiv. Im Oktober 1998 folgte die Berufung zur Geschäftsführerin. Der GF Vertrag löste den Angestelltenvertrag ab.

Am 12.11.2011 wurde ich durch meinen GF Kollegen mündlich darüber informiert, dass meine Abberufung durch den Beschluss der Gesellschafter zum 01.12.2011 umgesetzt wird.

Mein GF Vertrag besagt, dass mit der Abberufung automatisch der nächste Kündigungstermin steht, das wäre der 30.06.2012. Weder die Abberufung noch die Kündigung habe ich bisher schriftlich erhalten.

Meine Fragen:

Meines Wissens bin ich ab dem 01.12. nicht mehr zeichnungsberechtigt, unabhängig von der Eintragung im Handelsregister. Wie verhalte ich mich ab dem 01.12.? Auf welcher Basis kann / muß ich über den 01.12. weiterarbeiten, wenn die Grundlage des Geschäftsführervertrages durch die Abberufung nicht mehr gegeben ist?

Eine Fortsetzung im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses wurde mir mündlich durch meinen GF Kollegen mitgeteilt, allerdings gibt es bis heute dazu auch keine schriftliche Mitteilung oder einen Vertragsvorschlag.

Ist die Kündigung mit der Abberufung wirksam oder bedarf der Dienstvertrag einer schriftlichen Kündigung.

Wie verhalte ich mich ab dem 02.12.??

Danke XXXXX XXXXX juristische Einschätzung
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







1.Meines Wissens bin ich ab dem 01.12. nicht mehr zeichnungsberechtigt, unabhängig von der Eintragung im Handelsregister. Wie verhalte ich mich ab dem 01.12.? Auf welcher Basis kann / muß ich über den 01.12. weiterarbeiten, wenn die Grundlage des Geschäftsführervertrages durch die Abberufung nicht mehr gegeben ist?

 

 

Zunächst handelt es sich um reine Spekulation beziehungsweise Hörensagen. Bislang steht noch gar nicht fest, was sie abberufen werden oder gekündigt werden.

 

 

Sofern sie abberufen werden, müssten die Voraussetzungen hierfür vorliegen.

 

 

Grundsätzlich kann ein Geschäftsführer von der Gesellschafterversammlung mit einfacher Mehrheit abberufen werden.

 

 

Damit die Abberufung wirksam werden kann, muss diese dem Geschäftsführer mitgeteilt werden.

 

 

Eine Eintragung der Abberufung im Handelsregister ist allerdings nicht erforderlich zur Wirksamkeit.

 

 

Sollten Sie tatsächlich abberufen werden, was nach ihrer Schilderung noch gar nicht feststeht, sollten Sie sich zunächst unauffällig verhalten und weiter arbeiten.

 

 

Sie sollten zumindest so lange weiter arbeiten, bis man ihnen dieses unter Hinweis auf die Abberufung versagt.

 

 

Da Sie hier keine "schlafenden Hunde" wecken sollten, sollten Sie im Vorfeld keinesfalls über das Thema sprechen.

 

2.Eine Fortsetzung im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses wurde mir mündlich durch meinen GF Kollegen mitgeteilt, allerdings gibt es bis heute dazu auch keine schriftliche Mitteilung oder einen Vertragsvorschlag.

 

 

Auch hier sollten Sie zunächst abwarten und das Thema keinesfalls von sich aus ansprechen.



3.Ist die Kündigung mit der Abberufung wirksam oder bedarf der Dienstvertrag einer schriftlichen Kündigung.

 

 

Die Abberufung als Geschäftsführer betrifft ihre Organstellung innerhalb der Gesellschaft als Geschäftsführer und ist grundsätzlich unabhängig von dem Dienstvertrag.

 

 

Hiermit meine ich, dass der Dienstvertrag separat gekündigt werden müsste.

 


4.Wie verhalte ich mich ab dem 02.12.??
Danke für Ihre juristische Einschätzung

 


Wie bereits mitgeteilt sollten sie sich zunächst unauffällig verhalten und wie gewohnt weiter arbeiten. Keinesfalls sollten sie im Vorfeld das Thema ansprechen.

 

 

Sofern Sie eine Abberufung/Kündigung erhalten, sollten Sie zunächst versuchen wie gehabt weiterzuarbeiten.

 







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagabend!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt



Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie noch Verständnisfragen?

Ansonsten möchte ich Sie höflich bitten mir mitzuteilen, was einer Akzeptierung meiner Antwort im Wege steht.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen. Dieses gebietet nicht schon nur Gebot der Fairness, sondern ist auch Gegenstand der AGB (Punkt Nr. 9 der Nutzungsbedingungen), die Sie schliesslich auch akzeptiert haben.



Eine kostenlose Rechtsberatung ist nämlich zum einen von dieser Plattform nicht beabsichtigt und zum anderen nach deutschem Berufsrecht grundsätzlich nicht zulässig. Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

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