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Mustermann
Mustermann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 264
Erfahrung:  1. und 2. juristisches Staatsexamen
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Mustermann ist jetzt online.

Ich habe per Handy an einen Kollegen geschrieben, dass ich

Kundenfrage

Ich habe per Handy an einen Kollegen geschrieben, dass ich vorhabe zu kündigen sobald ich eine andere Arbeitsstelle habe.Jetzt hat mich mein jetziger Arbeitgeber zum 11.11.2011 abgemeldet obwohl ich ihm keine Kündigung zukommen ließ ist das rechtens und was kann ich dagegen tun?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses setzt voraus, dass die Kündigung in Schriftform (mit Unterschrift!) gegenüber dem anderen Vertragsteil erklärt wird. Eine solche Kündigung haben weder Sie noch der Arbeitgeber ausgesprochen. Ihre Absichtserklärung gegenüber einem Dritten ist keine Kündigung; sie ist regelmäßig nicht einmal geeignet, einen Kündigungsgrund für Ihren Arbeitgeber darzustellen.

Entsprechend wurde Ihre Arbeitsverhältnis nicht aufgelöst und Sie sind noch bei Ihrem Arbeitgeber beschäftigt. Dieser war daher auch nicht berechtigt, Sie abzumelden.

Sie sollten Ihrem Arbeitgeber schriftlich (auf nachweisbare Zustellung achten!) mitteilen, dass keine wirksame Kündigung, durch Sie oder ihn, vorliegt und Sie daher noch bei ihm beschäftigt sind. Sie sollten ihn zudem auffordern, Ihre Abmeldung zu berichtigen, also zurück zu nehmen. Die AU-Bescheinigungen sollten Sie nochmals mit an den Arbeitgeber absenden. Sie können den Arbeitgeber auch auffordern, das Fortbestehen des Arbeitsverhältnisses schriftlich zu bestätigen.

Sobald Sie wieder arbeitsfähig sind, sollten Sie Ihrem Arbeitgeber Ihre Arbeitsleistung anbieten. Nimmt der diese nicht an, gerät er in Annahmeverzug und muss Ihren Lohn dennoch zahlen.

Wenn Sie eine gütliche Einigung nicht erzielen können, ist ein arbeitsgerichtliche Klage auf Feststellung, dass das Arbeitsverhältnis noch besteht, zu erwägen. Alternativ dürfte es auch zweckmäßig sein, einfach den Lohn für die Zeit des Annahmeverzugs einzuklagen, da dann das Bestehen eines Arbeitsverhältnisses (mit) geprüft wird. Sie sollten dann über die Einschaltung eines Anwalts nachdenken.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick über die Rechtslage verschaffen.

Sollten Sie ein Nachfrage zu meiner Antwort haben, stellen Sie diese bitte. Anderenfalls akzeptieren Sie bitte meine Antwort, indem Sie den grünen "Knopf" anklicken und geben bitte eine Bewertung ab.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei meinen Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Aufklärung des Sachverhalts nicht ersetzen kann oder soll. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

haben Sie zu meiner Antwort noch eine Frage? Diese würde ich Ihnen gerne beantworten.

Anderenfalls möchte ich Sie bitten, meine Antwort - schon aus Gründen der Fairness - zu akzeptieren und eine Bewertung abzugeben. Schließlich haben Sie unter Auslobung eines Einsatzes eine Beurteilung Ihres Sachverhaltes erbeten und diese auch erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)

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