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RAScholz
RAScholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Ich werde im November 63 Jahre alt und arbeite seit 1964. Jetzt

Kundenfrage

Ich werde im November 63 Jahre alt und arbeite seit 1964. Jetzt möchte ich, dass mein Arbeitgeber mich kündigt und ich zwei Jahre arbeitslos gemeldet werde, damit ich keine Rentenkürzung erfahre!
Kann ich die Kündigung ohne weitere Folgen für mich akzeptieren - oder muß ich dagengen vorgehen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie jetzt gekündigt werden, gilt:

Wenn Sie vor dem 1. 1. 1952 geboren sind, haben Sie Anspruch auf Altersrente wegen Arbeitslosigkeit, wenn Sie nach Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses 52 Wochen arbeitslos waren. Die 52 Wochen müssen Sie nachweisen, indem Sie sich entweder bei der Agentur für Arbeit oder bei Ihrem Rentenversicherer rechtzeitig arbeitslos melden. Sie müssen sich selber arbeitslos melden.

Sie hätten für die Dauer von 18 Monaten Anspruch auf ALG 1. Für die Dauer des Bezuges von ALG 1 führt die BAfA auf Grundlage von 80% Ihres damaligen Bruttoeinkommens Rentenbeiträge an die Versicherung ab. Von daher wirkt die Arbeitslosigkeit zwar noch rentensteigernd, aber nicht in dem Maße, wie bei der ursprünglichen Beschäftigung.

Für den Zeitraum der nach den 18 Monaten ALG 1 Bezug und dem Eintritt Ihres Rentenalters liegt, haben Sie Anspruch auf ALG 2. Auch hier führt die BAfA noch Beitrag zur Rentenversicherung ab, aber nur auf Grundlage von rund 200,- Euro Einkommen pro Monat.

Während Ihrer Arbeitslosigkeit müssen Sie aber auch Bemühungen zur Aufnahme einer neuen Tätigkeit entfalten, machen Sie das nicht, kann das Auswirkungen auf Ihren Anspruch auf ALG haben.

Gegen eine Kündigung müssen Sie nicht vorgehen. Wenn aber eine Kündigung aus betriebsbedingten Gründen in Verbindung mit einer Abfindung nach § 1a Kündigungsschutzgesetz erfolgt, prüft die Agentur für Arbeit die Voraussetzungen für das Vorliegen einer Sperrzeit, wenn die Kündigung offensichtlich rechtswidrig war.

Ich hoffe, weitergeholfen zu haben, bei Unklarheiten fragen Sie nach. Wenn Ihre Frage beantwortet ist, bitte ich, die Antwort gemäß den Vorgaben dieser Plattform zu akzeptieren. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt