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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 21562
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo liebe damen und herren, Folgendes problem tut sich

Kundenfrage

Hallo liebe damen und herren,

Folgendes problem tut sich mir auf:

Als ich einen samstag durch familiere probleme nicht zur arbeit erschien, was auch nicht im arbeitsvertrag fest verankert wurde, wurde mir diesbezüglich am darauf folgendem montag eine schriftliche mahnung erteilt. Als ich an diesem Montag auch morgens zum arzt ging da ich mich körperlich sehr unwohl fühlte und durch magenbeschwerden nicht dazu in der lage fühlte meine arbeit nach zukommen wurde mir eine kündigung mit folgendem wortlaut erteilt:

da Sie heute morgen ihren arbeitsplatz unentschuldigt verlassen haben und ihr verhalten gegenüber dem vorgesetzten nicht ordungsgemäß war, kündige ich das bestehende arbeitsverhältniss fristlos, hilfsweise ordentlich.


Nun meine frage an Sie:

Ist es rechtens mich mit diesem schreiben zu kündigen da ich ja für diesen tag eine entschuldigung noch am gleichen tag nachlegte ?
Was geschieht mit den 12 urlaubstagen die ich noch habe ?
Wie soll ich mich in solch einer situation verhalten ?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Ihre Anzeige- und Nachweispflichten im Krankheitsfalle ergeben sich aus § 5 des Entgeltfortzahlungsgesetzes. Die Verletzung dieser Anzeige- und Nachweispflichten kann eine Abmahnung und im Wiederholungsfalle eine ordentliche oder sogar eine außerordentliche Kündigung begründen (BAG DB 1986, 2443).

Grundsätzlich war danach die erste gegen Sie ausgesprochene Abmahnung berechtigt.

Haben Sie aber heute morgen Ihre Anzeige- und Nachweisepflichten erfüllt, haben Sie also
a) sich unverzüglich krank gemeldet
und
b) auf Anfordern Ihres AG eine Krankschreibung beigebracht,

ist nicht ersichtlich, weshalb Ihnen gekündigt werden soll. Denn unter den von Ihnen geschilderten Bedingungen haben Sie Ihrem AG umgehend mitgeteilt, dass Sie krank waren und deshlab nicht zur Arbeit erscheinen konnten. Eine entsprechende AU-Bescheinigung, die Ihre Beschwerden bestätigt, können Sie - falls nicht bereits geschehen - noch nachreichen.

Unter diesen Umständen kann von einem unentschuldigten Fehlen aber nicht die Rede sein, so dass der AG nicht zur Kündigung berechtigt ist. Sie sollten daher Ihren AG zur Rücknahme der Kündigung auffordern, notfalls Klage zum Arbeitsgericht binnen drei Wochen erheben.

Sollte die Kündigung Bestand haben, steht Ihnen hinsichtlich des Resturlaubs ein Urlaubsabgeltungsanspruch gegen den AG zu (§ 7 Absatz 4 BunderurlaubsG).


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Ihre Anzeige- und Nachweispflichten im Krankheitsfalle ergeben sich aus § 5 des Entgeltfortzahlungsgesetzes. Die Verletzung dieser Anzeige- und Nachweispflichten kann eine Abmahnung und im Wiederholungsfalle eine ordentliche oder sogar eine außerordentliche Kündigung begründen (BAG DB 1986, 2443).

Grundsätzlich war danach die erste gegen Sie ausgesprochene Abmahnung berechtigt.

Haben Sie aber heute morgen Ihre Anzeige- und Nachweisepflichten erfüllt, haben Sie also
a) sich unverzüglich krank gemeldet
und
b) auf Anfordern Ihres AG eine Krankschreibung beigebracht,

ist nicht ersichtlich, weshalb Ihnen gekündigt werden soll. Denn unter den von Ihnen geschilderten Bedingungen haben Sie Ihrem AG umgehend mitgeteilt, dass Sie krank waren und deshlab nicht zur Arbeit erscheinen konnten. Eine entsprechende AU-Bescheinigung, die Ihre Beschwerden bestätigt, können Sie - falls nicht bereits geschehen - noch nachreichen.

Unter diesen Umständen kann von einem unentschuldigten Fehlen aber nicht die Rede sein, so dass der AG nicht zur Kündigung berechtigt ist. Sie sollten daher Ihren AG zur Rücknahme der Kündigung auffordern, notfalls Klage zum Arbeitsgericht binnen drei Wochen erheben.

Sollte die Kündigung Bestand haben, steht Ihnen hinsichtlich des Resturlaubs ein Urlaubsabgeltungsanspruch gegen den AG zu (§ 7 Absatz 4 BunderurlaubsG).


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Die Erbringung kostenloser Rechtsberatung ist gesetzlich nicht erlaubt.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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