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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 15712
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Unsere Mitarbeiterin war letzte Woche schon wieder 4 Tage krank

Kundenfrage

Unsere Mitarbeiterin war letzte Woche schon wieder 4 Tage krank geschrieben. Danach kam sie und erzählte uns, daß ihr Arzt ihr geraten hat nur noch 2 Std. pro Tag zu arbeiten. Darauf sind wir auch eingegangen und sie hat nur noch 2 statt 4 Stunden gearbeitet. Trotz der reduzierten Stunden ist jetzt schon wieder krank. Können wir aufgrund dieser Tatsache von unserer Mitarbeiterin ein ärztliches Attest fordern aus dem klar hervorgeht ob sie diese körperliche Arbeit überhaupt noch verrichten kann? Können wir sie bis zur Vorlage des Attest unentgeltlich von der Arbeit freistellen? Denn immerhin haben wir als Arbeitgeber ja auch eine Fürsorgepflicht.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre arbeitsrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.


Sie sollten unbedingt vom Arzt Auskunft dahingehend einholen, warum diese Reduzierung der Arbeitszeit empfohlen wurde.


Da der Arzt Schweigepflicht hat, muss ihn Ihre Mitarbeiterin entweder von der Schweigepflicht entbinden oder aber das Attest selbst beibringen.


Bis dahin dürfen Sie die Arbeitnehmerin aber nicht unbezahlt freistellen.

Das ist nur in Ausnahmefällen möglich.


Setzen Sie der Arbeitnehmerin eine knappe Frist bis zu der Sie die Vorlage des Attests erwarten.






Sie haben auch die Möglichkeit, diese Mitarbeiterin zum Betriebsarzt zu schicken.


Sie können hierzu auch freiberufliche Ärzte oder überbetriebliche Dienste ( ZB den berufsgenossenschaftlichen arbeitsmedizinischen Dienst ) in Anspruch nehmen.

Voraussetzung ist eine Qualifikation als Arbeitsmediziner.

Betriebsärzte müssen die Arbeitnehmer arbeitsmedizinisch beurteilen und diesen dann Bericht erstatten, ob die Arbeit noch ausgeübt werden kann.




Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.

Gerne können Sie nachfragen.



Mit freundlichen Grüßen




Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht






Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank










Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

grds. gilt das, was im Arbeitsvertrag vereinbart ist. Die dort festgelegte Stundenzahl muss die Mitarbeiterin auch tätig sein. Das Attest der Mitarbeiterin muss der Arzt entsprechend ausstellen und nicht die Mitarbeiterin mitteilen, wieviel sie arbeiten sollte. Natürlich können Sie mit der Mitarbeiterin einvernehmliche Vereinbarungen treffen, aber solange kein ärztliches Attest existiert, sind Sie zu einer (zeitweisen) Einschränkung des Arbeitsvertrags nicht verpflichtet. Unentgeltlich freistellen können Sie die Mitarbeiterin nur, wenn beide Parteien damit einverstanden sind.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben und freue mich auf Ihre Akzeptierung (grünes Feld).

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Schiessl,

 

wie knapp darf die Frist sein?

 

In dem Betrieb wo wir arbeiten (wir reinigen Büros etc.) gibt es einen Betriebsarzt. Kann ich meine Mitarbeiterin auch zu diesem schicken?

 

Vielen Dank für Ihre Antwort.

 

Wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

 

Mit freundlichen Grüßen

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,



selbstverständlich können Sie die Mitarbeiterin dort hin schicken. Das ist eine gute Idee.

Setzen Sie sich mit dem Betriebsarzt so bald als möglich in Verbindung und klären Sie die näheren Modalitäten.


Die Frist sollte so bemessen sein, dass die Mitarbeiterin tatsächlich die Möglichkeit hat, bei dem Arzt einen Termin zu bekommen, hängt also von den Umständen des Einzelfalls ab.


Ich denke 14 Tage dürften mehr als genügen, uU. reicht auch eine kürzere Frist.





Mit freundlichen Grüßen




Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht





Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank


Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
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Schiessl Claudia und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.

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