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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16567
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

hallo... ich war am 8.8.11 als tramper unterwegs und wurde

Kundenfrage

hallo...
ich war am 8.8.11 als tramper unterwegs und wurde in einen unfall verwickelt (Beifahrer)
-da ich unmittelbar nach dem unfall keine größeren beschwerden hatte habe ich drauf verzichtet mir kennzeichen oder namen zu notieren(ich habe ehrlich gesagt auch unter schock nicht dran gedacht...)der unfall wurde ohne polizei geklärt..ich war schon bei der polizei und habe auch ein inserat in der zeitung geschaltet um beteiligte bzw zeugen zu finden..-
Folge: 3woche Arbeitsausfall-nun hat mein Arbeitgeber 2Wochen lohn einbehalten -wohl bis der unfall geklärt ist und mein arbeitgeber seine vorderungen an den unfallschuldigen weiter reichen kann...DARF MEIN ARBEITGEBER DIES??? bei der polizei hat man mir nein gesagt-da ich ja opfer sei..mein arbeitgeber sagt ich hätte eine aufklärungspflicht..aber darf er tatsächlich lohn für 2 wochen (krankschreibung) einbehalten??? ich habe laufende kosten-und einen säugling im haus..zudem wurde mir die lohneinhaltung zuvor nicht schriftlich mitgeteilt...jetzt habe ich gehört ich könne den einbehaltenen lohn sogar verzinst verlangen-mit sofortiger auszahlung..WER KENNT SICH AUS UND KANN HELFEn???
DRINGEND
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre arbeitsrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.


Sie haben gegen Ihren Arbeitgeber einen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz.

Die Arbeitsunfähigkeit muss unverschuldet sein, was bei Ihnen ja der Fall ist.



Der Arbeitgeber wiederum hat gegen den Unfallverursacher einen Anspruch auf Entschädigung dieser Lohnkosten, die er ja vergeblich aufgewendet hat.


Man könnte zwar ein Verschulden Ihrerseits darin sehen, dass Sie sich den Namen des Unfallverursachers nicht haben geben lassen.


Das ist jedoch kein schuldhaftes Verhalten, da Sie ja einerseits davon ausgegangen sind, dass Ihnen nichts weiter passiert ist und Sie andererseits unter Schock standen.


Ihr Arbeitgeber darf also nicht den Lohn einbehalten und schon gar nicht komplett-


Wenn überhaupt müsste er Ihnen den Pfändungsfreibetrag lassen.



Sie haben einen Anspruch auf Lohnfortzahlung.


Dieses können Sie sogar einklagen, in dem Sie sich mit Ihren letzten Gehaltsbescheinigungen ans Arbeitsgericht begeben und die Klage zu Protokoll der Rechtsantragsstelle geben.

Dort hilft man Ihnen bei der Formulierung und es wird dann bald Güpteverhandlung anberaumt, die in 90 % aller Fälle mit einer gütlichen Einigung Arbeitgeber- Arbeitnehmer enden.

Sie können auch glaubhaft machen, dass Sie sich in finanzieller Not befinden und eine Eilmaßnahme auf Auszahlung Ihres Lohns zu erwirken versuchen.


Hierbei müssen Sie Ihre Notlage durch eine eidesstattliche Versicherung belegen.


Sie können das Geld ab dem Tag der der Fälligkeit folgt mit 5 % über dem Basiszinnsatz verzinst verlangen.




Mit freundlichen Grüßen




Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht





Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank











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