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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 22620
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Abend, mein Mann und ich sind beide im gleichen Betrieb

Kundenfrage

Guten Abend,

mein Mann und ich sind beide im gleichen Betrieb beschäftigt. Vor ca. 1 Jahr wurde meinem Mann eine Abteilung für die Übernahme angeboten. Nach reiflicher Überlegung haben wir die Übernahme abgelehnt. Mein Mann und ein weiterer Kollege wurden Ende Juni gekündigt. (Künd.-Frist 7 Monate ). Ich arbeite seit ca. 21 Jahrten in diesem Betrieb und habe mich im Jahr 2000 auf eine andere Stelle in diesem Betrieb beworben und diese Stelle dann auch erhalten ( im Warenein-ausgang mit Einblick ins System für Kunden ... ). Mein Mann eröffnete vor ca. 4 Jahren ein Nebengewerbe mit der gleichen Tätigkeit die er in diesem Betrieb auch hat, allerdings mit Zusage von Geschäftsführung. Jetzt hatte ich im August Urlaub, als ich jedoch wieder kam, teilte man mir mit ich sollte bitte meinen Schreibtisch leer räumen und ab sofort in einer anderen Abteilung arbeiten. Meine Frage kann meine GF mich einfach von diesem Platz verweisen, weil sie mir sagten, weil wir die Abteilung nicht übernommen haben. Ich fühle mich jetzt total verarscht und habe das Gefühl das jetzt jeder Schritt von mir beobachtet wird. Die Abteilungsleiterin in der anderen Abteilung, hat sogar die Aufforderung von der GF erhalten, den Frauen nicht mitzuteilen, das ich vorn im Versand nicht mehr arbeiten darf. Wie soll ich mich verhalten und wie lange darf sie mich versetzen und was kann ich dagegen tun.
Mit freundlichen Grüßen Andrea S.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Ihre Zuweisung zu einer anderen Abteilung ist als Versetzung zu werten. Eine Versetzung liegt vor, wenn dem Arbeitnehmer nicht nur vorübergehend ein geänderter Aufgabenbereich in
Bezug auf die Art, den Ort oder den Umfang der Arbeit übertragen wird.

Überschreitet die Versetzungsmaßnahme die Dauer eines Monats, so ist zwingend der Betriebsrat einzuschalten.

Eine betriebsinterne Versetzung bedarf zudem immer einer entsprechenden Begründung durch den AG, weshalb dem Beschäftigten der neue Arbeitsplatz zugeweisen werden soll. Das gilt nach der Rechtsprechung auch dann, wenn der Arbeitsvertrag eine Versetzungsklausel enthalten sollte.

Schon an einer solchen Begründuing fehlt es hier nach Ihren Angaben mit der Folge, dass Sie der Versetzung grundsätzlich nicht Folge zu leisten brauchen. Allerdings besteht die Gefahr, dass sich die Situation zwischen Ihnen und dem AG weiter zuspitzt, wenn Sie von diesem Verweigerungsrecht Gebrauch machen. Es kann dann eine verhaltensbedingte Kündigung drohen. Selbst wenn Sie in einem anschließenden Rechtsstreit vor dem Arbeitsgericht obsiegen würden, wäre das Vertrauensverhältnis zu dem AG vermutlich zerrüttet.

Zur Meidung dessen sollten Sie zunächst die Versetzung unter dem Vorbehalt einer möglichen arbeitsgerichtlichen Überprüfung der Rechtmäßigkeit dieser Maßnahme hinnehmen. Damit bringen Sie jedenfalls zum Ausdruck, dass Sie die Versetzung für nicht gerechtfertigt und unrechtmäßig halten.

Zudem sollten Sie erneut das Gespräch mit dem Betriebsrat suchen, um sich auch dessen Unterstützung zu sichern.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Die Erbringung kostenloser Rechtsberatung ist gesetzlich nicht erlaubt.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt