So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an troesemeier.
troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
troesemeier ist jetzt online.

Guten Morgen, meine Frau arbeitet seit 20 Jahren bei einer

Kundenfrage

Guten Morgen,
meine Frau arbeitet seit 20 Jahren bei einer großen deutschen Versicherung und seit 7 Jahren in Teilzeit 3Tage pro Woche 6 Stunden. Diese Arbeitszeit leistet sie vormittags ab, da sie ja die Nachmittage für Kinderbetreuung nach der Schule benötigt.
Aufgrund von Umstrukturierungen im Betrieb, kam jetzt die Anfrage durch den Arbeitgeber, ob sie auch 1 bis 2 mal pro Woche nachmittags bis 18 oder gar 20 Uhr anwesend sein könnte. Meine Frau hatte sich ursprünglich für die Teilzeit entschieden, damit sie mehr Zeit für unser Kind hat, das bis nachmittags in die Schule geht. Eine Arbeitszeit am Nachmittag oder b is in den Abend würde dies ja in Frage stellen und die persönliche Betreuung wäre nicht mehr gewährleistet.
Gibt es eine Rechtsgrundlage, die den Wunsch des Arbeitgebers rechtfertigt bzw. gibt es eine Rechtsgrundlage, die das Anliegen meiner Frau untermauert. Wie eingangs schon erwähnt: bei dem Arbeitgeber handelt es sich um einen großen Konzern, der nach außen auch für seine familienfreundlichen und flexiblen Arbeitszeitmodelle steht.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Entscheidend ist hier, was vertraglich mit dem Arbeitgeber bezüglich der Arbeitszeit vereinbart wurde. Wenn diese im Teilzeitarbeitsvertrag bestimmt wurde, ist eine Änderung durch den Arbeitgeber nicht so einfach möglich.

Wurde die Arbeitszeit im Arbeitsvertrag nicht explizit vereinbart, so unterliegt Ihre Ehefrau dem Weisungsrecht des Arbeitgebers, der dann die Arbeitszeiten bestimmen kann.

Ein Gewohnheitsrecht in Bezug auf die Arbeitszeit gibt es leider nicht. Wenn also keine Vereinbarung zur Arbeitszeit getroffen wurde, kann sich Ihre Ehefrau nicht darauf berufen, in den letzten 7 Jahren aber vormittags gearbeitet zu haben.

Ihre Frau sollte sich an die Arbeitnehmervertretung im Betrieb wenden und von dort Unterstützung verlangen.
troesemeier und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Gibt es keine soziale Komponente, wie z.B. die Kinderbetreuung?

 

Sonst hätte man ja vor 7 Jahren die Teilzeit erst gar nicht gewählt...

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Dies soziale Komponente kann man natürlich in etwaige Verhandlungen mit dem Arbeitgber einwerfen, aber rein rechtlich ist dies kein durchgreifendes Argument gegen die Weisungsbefugnis des Arbeitgebers.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ok, danke
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Bitte schön und viele Grüße.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Arbeitsrecht