So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an troesemeier.
troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
troesemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe ein arbeitsrechtliches

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein arbeitsrechtliches Problem. Ich bin 28 Jahre alt und als gelehrnter Großhandelskaufmann seit Juli 2006 bei meinem jetzigen Arbeitgeber beschäftigt.
(von 2006-2009 im Vertrieb, ab Mitte 2009 bis heute im Rechnungswesen)
Mein derzeitiger Chef ist unzufrieden mit meiner Arbeitsleistung, die, ich gebe es ehrlich zu,
stressbedingt im Moment nicht einfach ist. Nach einem erneuten Fehler möchte mein Chef jetzt, dass ich schriftlich bestätige, diesen Fehler gemacht zu haben (fehlerhafte Auswertung von Belegen). Er beteuert zwar, mir keine Kündigung aussprechen zu wollen, aber mir ist trotzdem unwohl, etwas schriftlich zu bestätigen.

Wie sehen Sie als Spezialisten diesen Sachverhalt?
Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Hilfe.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Ihr Arbeitgeber kann von Ihnen nicht verlangen, eine Erklärung zu unterschreiben, in welcher Sie zugeben, einen Fehler gemacht zu haben.

Er könnte und darf Ihnen jedoch eine Abmahnung erteilen.

Sorgen wegen eines etwaigen Arbeitsplatzverlustes brauchen Sie sich noch nicht zu machen, da eine Kündigung weder mit der abgeforderten Erklärung noch mit einer einmaligen Abmahnung hinreichend begründet werden kann, da dies nicht ausreichend ist.

Eine Kündigung ist regelmäßig erst dann zulässig, wenn mindestens zwei Abmahnungen in der Personalakte befindlich sind.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und eine erste rechtliche Orientierung geben.





Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rösemeier,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Einen Fakt habe ich noch vergessen.
Mein Chef sagte mir, dass ich mich entscheiden soll, ob ich die Erklärung des Fehlers
unterschreibe oder nicht. Täte ich es nicht, würde er mir eine Abmahnung aussprechen. Den Vermerk des Fehlers in der Personalakte würde er nach einem Jahr wieder herausnehmen.
Ist es unter diesen Umständen besser, die Erklärung zu unterschreiben, als eine Abmahnung zu erhalten?
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Ergänzung.

Unter Berücksichtigung dieses neuerlichen Faktes könnte es allerdings ratsam sein, auch wenn keine Verpflichtung besteht, die Erklärung zu unterschreiben.

Da der Arbeitgeber ausdrücklich auf eine Abmahnung verzichtet, ist dies von immensem Vorteil für Sie.

troesemeier und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie noch eine Nachfrage ?

Falls nicht, darf ich noch höflichst an das Akzeptieren erinnern.

Vielen Dank.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Herr Rösemeier,

vielen Dank. Mir geht es hauptsächlich darum, dass ich nicht etwas unterschreibe, was
mir im Nachhinein bei etwaigen Rechtsstreitigkeiten zum Verhängnis werden könnte.
Da ich meinen Chef als sehr glaubwürdig einschätze, werde ich die Erklärung wohl unterschreiben anstatt eine Abmahnung zu erhalten.
Habe ich Sie richtig verstanden, dass es mehr oder weniger belanglos ist, etwas zu unterschreiben (Eingeständnis des Fehlers), was der Arbeitgeber sowieso nicht von mir
verlangen dürfte?
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich denke Ihrem Arbeitgeber geht es vielmehr darum, Sie darauf hinzuweisen, dass Sie aufmerksamer und konzentrierter sein sollen.

Die Erklärung selbst ist recht wirkungslos, da der Arbeitgeber hierauf keine Kündigung stützen könnte, da es eben genau keine Abmahnung im rechtlichen Sinne darstellt.



Ähnliche Fragen in der Kategorie Arbeitsrecht