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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16947
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, unsere Dialyse wurde letztes

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

unsere Dialyse wurde letztes Jahr im April übernommen. Seit dieser Zeit haben wir keine Pause im arbeitsrechtlichen Sinn gehabt, sondern nur eine Unterbrechung der Arbeit,
d.h. wir haben unsere Pause in der Dialyse verbracht und waren in Rufweite für die anderen Kollegen. (Bei der Dialyse handelt es sich um eine Station, zu der jederzeit ein medizinischer Notfall eintreten kann).
Dieses Thema haben wir jetzt im Juni mit unserer Chefin angesprochen, diese meinte sie würde unsere Pause als Arbeitszeit entlohnen, ab dem ersten Juli 2011.
Meine Frage ist nun können wir die Pause rückwirkend einfordern, ab dem Zeitpunkt zu dem die o.g. Pausensituation bestand oder haben wir keinen Anspruch auf Ausgleich, weil wir jetzt erst darauf gekommen sind.

Vielen Dank

E. Kalk
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre arbeitsrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.

Das Ziel von Arbeitszeitgesetzen ist der Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer.

Es müssen bestimmte Ruhepausen eingelegt werden, wobei diese in Ihrem Fall offensichtlich als Rufbereitschaft erbracht wurden.

Sie haben also Überstunden geleistet, die vergütet werden müssen.

Bei Überstunden muss nachgewiesen werden, dass diese angeordnet, oder zumindest geduldet waren, oder aber aufgrund eines bestimmten Projekts erforderlich waren.


Ist dies der Fall, haben Sie Anspruch darauf, diese rückwirkend vergütet zu erhalten ( vorbehaltlich von Ausschlussfristen in Ihrem Arbeits- oder Tarifvertrag).


Ist das aber nicht der Fall, müssen Sie sich damit zufrieden geben, was Ihre Chefin Ihnen vorgeschlagen hat.





Mit freundlichen Grüßen




Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht





Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank






Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Schiessl,

ich habe Ihre Antwort nicht ganz verstanden, die Überstunden wurden geduldet, (als Pause). Das Thema wurde bislang nicht angesprochen, erst jetzt.
In unserem Arbeitsvertrag steht, daß Überstunden angeordnet werden müssen.
Sie schreiben, wenn Sie geduldet wurden, haben wir auch rückwirkenden Anspruch.
Soweit verstehe ich alles.
Ihr letzter Satz widerspricht aus meiner Sicht, der vorhergehenden Antwort.

Vielen Dank

E. Kalk
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


die Überstunden wurden in Ihrem Fall zwar geduldet, aber eben nicht als Überstunden erkannt, da man, wie ich Sie verstanden habe, ja irrtümlich davon ausging, dass die Unterbrechung der Arbeit eine Pause im arbeitsrechtlichen Sinne war.

Die Überstunden müssen vom Arbeitgeber schon als solche erkannt und geduldet werden.


Ist das der Fall haben Sie einen Anspruch auf rückwirkende Vergütung.


Ist das nicht der Fall, leider nicht.



Mit freundlichen Grüßen




Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht






Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank




Von daher wird es schwierig.
Schiessl Claudia und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne



Wenn nicht bitte ich um Akzeptierung


Danke

Schiessl Claudia und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Schiessl,

mir ist noch ein entscheidender Faktor eingefallen.
Ab dem Zeitpunkt der Übernahme von unserer Dialyse, haben wir die Pause (1 Stunde pro Tag) nicht bezahlt bekommen, d.h. wir haben sie von der Arbeitszeit abgezogen.

Vielen Dank

E. Kalk
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


wenn Sie diese zu Unrecht von der Arbeitszeit abgezogen haben, muss sie auf jeden Fall vergütet werden, allerdings vorbehaltlich etwaiger Ausschlussfristen im Arbeits- oder Tarifvertrag.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Schiessl,

wir haben uns die Pause abgezogen von der Arbeitszeit, da wir das bei unserem früheren Arbeitsgeber auch so gehandhabt haben.
Zu diesem Zeitpunkt waren wir wesentlich besser besetzt personell und hatten eine Pause, d.h. eine Stunde pro Tag, während der wir für die Arbeitsbelange nicht zuständig waren.
Diese Regelung haben wir nach der Übernahme so weiter gemacht.
Den Rest habe ich Ihnen oben beschrieben.

Ganz herzlichen Dank

E. Kalk

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr gerne
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Schiessl,

bitte beantworten Sie meine letzte Nachricht, auch gegen Aufpreis.

Vielen Dank

E. Kalk
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Also die Pause hatten Sie von der Arbeitszeit abgezogen aber es war gar keine richtige Pause, sondern Arbeitszeit ? Weil Sie ja die Pause in der Dialyse verbracht hatten.


Wenn das Arbeitszeit war, muss sie auch als solche bezahlt werden.
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie haben einmal zuviel akzeptiert. Soll ich das gleich melden ?