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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 1354
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

Also, so wie ich sie verstanden habe, muss meine Firma, eigentlich

Kundenfrage

Also, so wie ich sie verstanden habe, muss meine Firma, eigentlich so wie ich es mir auch vorgestellt habe, mir erst einmal innerhalb der Firma eine Umschulung bzw. Qualifizierung anbieten, bevor sie ihr ganzes Problem mit mir als Schwerbehinderten an das Integrationsamt weiter gibt. Wenn das I.amt dem aber nicht zustimmt? Wie soll so eine Kündigung denn eigentlich aussehen. Im gegenseitigen Einvernehmen, o. mit Abschlagszahlung? Ich habe mich damit noch nie beschäftigt u. kenne dem zur Folge auch nicht den allgemeinen Werdegang. Mit freundlichen Grüssen. Ralf Fleischmann
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Herr RA Schiessl wird sich umgehend bei Ihnen melden und die Nachfrage beantworten.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Beachten Sie bitte, dass dies eine kostenlose Nachfrage ist die Sie nicht gesondert zu akzeptieren brauchen.

Sie haben gegen den Arbeitgeber einen Anspruch auf Zuweisung eines leidensgerechten Arbeitsplatzes, allerdings müssen Sie dem Arbeitgeber mitteilen, was Sie sich unter einem leidensgerechten Arbeitsplatz vorstellen:

Ihrem Verlangen muss der Arbeitgeber dann entsprechen, wenn die Zuweisung einer anderen Tätigkeit zumutbar und rechtlich möglich ist.

  • Zumutbarkeit, wenn nicht betriebliche Gründe entgegenstehen - d. h. wenn ein Arbeitsplatz frei ist und Bedarf besteht.
  • Der Arbeitgeber hat auch Rücksichtnahmepflichten gegenüber anderen Arbeitnehmern. Ist ein Arbeitsplatz nicht frei:

    • hat er zu prüfen, ob die Zuweisung einer anderen Tätigkeit durch den Austausch mit anderen Arbeitnehmern möglich ist,
    • d. h. vom Weisungsrecht gedeckt ist und der andere Arbeitnehmer mit dem Wechsel einverstanden ist
Einen Anspruch auf Umschulung haben Sie dagegen nicht gegenüber dem Arbeitgeber. Die Umschulung muss vielmehr durch die BG veranlasst und durchgeführt werden.

Die Kündigung muss beinhaltenen dass Ihr Arbeitgeber das Vertragsverhältnis auflösen will.

Gegen diese Kündigung müssen Sie sich in jedem Fall durch Erhebung einer Kündigungsschutzklage wehren. Der Arbeitgeber muss natürlich einen Kündigungsgrund vorweisen können.

In der Kündigungsschutzklage kann dann im Rahmen einer Güteverhandlung über die von Ihnen angesprochene Abfindung befunden werden. Als Faustformel haben Sie pro Beschäftigungsjahr ein halbes Bruttomonatsgehalt zugrunde zu legen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt