So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Advopro.
Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites Staatsexamen Diplom Jurist
26039601
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
Advopro ist jetzt online.

Hallo, meine Frage zum Erbrecht in Ungarn. Wir, der Ehemann

Kundenfrage

Hallo,
meine Frage zum Erbrecht in Ungarn.
Wir, der Ehemann Ernst Blobner und der Sohn Andreas Blobner sind die rechmäßigen Erben
der verstorbenen Martha Blobner.
Es gibt eine Liegenschaft in Bòly, Ungarn (Ackerland das auf dem Eigentunsblatt Nr. 11271, Parzellenzahl 037/20) die auf den Namen von der verstorbenen und zwei weiteren Geschwistern eingetragen ist.
Wir Ernst und Andreas Blobner wollen mit einer Erbschaftsverzichtserklärung zu gunsten der noch lebenden Geschwister auf den Nachlass verzichten.
Frage: was müssen wir unternehmen um eine Verzichtserklärung amtlich umzusetzen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







Die Frage ist, ob hier überhaupt ein Erbverzicht sinnvoll beziehungsweise möglich ist.

 

Von einem Erbverzicht spricht man immer dann, wenn der potentielle Erbe ( im Regelfall also die gesetzlichen Erben) zu Lebzeiten des Erblassers auf sein Erbrecht ( und gegebenenfalls auch Pflichtteilsrecht) verzichtet.

 

Dieses ist nach ihrer Schilderung aber gar nicht mehr möglich, da sie bereits Erben geworden sind.

 

In diesem Fall hätten sie grundsätzlich die Möglichkeit, die Erbschaft auszuschlagen. Dieses hätte zur Folge, dass die Personen dann erben würden, die in der Erbrangfolge als nächstes kämen.

 

Die Ausschlagung ist aber nur innerhalb von sechs Wochen ab Kenntnis von dem Tod des Erblassers möglich.


Sofern es aber lediglich darum geht, den Nachlass oder einzelne Nachlassgegenstände an die noch lebenden Geschwister zu übertragen, wäre eine Schenkung sinnvoll.

 

Sofern es hier um eine Immobilie geht, wovon nach ihrer Schilderung auszugehen ist, wäre hierfür eine notarielle Beurkundung erforderlich.





Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren. Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.





Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Freitagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 0471/140241









Advopro und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

lassen Sie mich meine Antwort bitte wie folgt ergänzen:

Offenbar handelt es sich um ungarisches Erbrecht (es könnte allerdings deutsches Erbrecht anwendbar sein, sofern der Erblasser zum Todeszeitpunkt deutscher Staatsangehöriger war, dieses geht aus ihrer Sachverhaltsschilderung nicht so deutlich hervor). Ich habe ihnen die Ausschlagung sowie die entsprechende Frist nach deutschem Recht dargestellt.

Wie sich dieses in Ungarn darstellt, kann ich Ihnen leider nicht sagen. Hierzu müssten sie gegebenenfalls noch einmal einen Kollegen direkt vor Ort befragen.

Eine Übertragung des Nachlasses im Wege einer Schenkung ist aber auch nach ungarischem Recht grundsätzlich kein Problem.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 0471/140241


Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

bitte lassen Sie mich meine Antwort wie folgt ergänzen:

Sie sollten unbedingt durch einen Kollegen vor Ort schnellstmöglich prüfen lassen, ob eine Ausschlagung noch möglich ist.

Dieses wäre in steuerlicher Hinsicht nämlich geschickter, da Sie hierdurch nicht Erbe werden würden und auch keine Erbschaftssteuer unter Umständen zahlen müssten.

Eine Schenkung setzt nämlich voraus, dass Sie vorher Erbe geworden sind, wodurch dann auch (sofern Sie über dem Freibetrag liegen) Erbschaftssteuer anfallen könnte.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 0471/140241

Ähnliche Fragen in der Kategorie Arbeitsrecht