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rafozouni
rafozouni, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 385
Erfahrung:  Fachanwalt für Arbeitrecht
60461484
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rafozouni ist jetzt online.

Ich bi seit 12 Jahren in einer Pharmafirma angestellt. Hatte

Kundenfrage

Ich bi seit 12 Jahren in einer Pharmafirma angestellt. Hatte immer sehr gute Umsätze. Als ich in Elternernzeit ging, wurde ich gemobbt. So nach dem Motto, du schaffst die Arbeit eh nicht mehr. Ich wollte dann im Rahmen der Elternzeit wieder arbeiten. Dies wurde mir verweigert, da es angeblich nicht möglich sei in Teilzeit zu arbeiten, obwohl Frauen, die den gleichen Job ausübten sehr wohl in Teilzeit arbeiteten. Ferner kam es zu einer Gebietsumstrukturierung.. Im Zuge dieser Umstrukturierung wurde mir, ohne dass mir die Betriebsvereinbarung zur Kenntnis gebracht wurde mein Aussendienstgebiet genommen. Es bekam eine Fau in Teilzeit. Ich mußte Vollzeit ein neues Gebiet übernehmen. Nach vielen Monaten der Qual, alleinerziehend und vollkommen überlastet gelang es mir, auch dieses Gebiet zu gutem Umsatz zu führen. Im November 2010 kam es dannerneut zu einer Umstrukturierung. Das Gebiet, welches ich muhselig aufgebaut hatte, wurde wieder der Frau in Teilzeit zugesprochen und ich musste mich in einer völlig neuen Indiktion in ein neues Gebiet einarbeiten. Nur wenige Monate später kommt es erneut zu einer Umstrukturierung. In diesem Fall bekommen all die, welche in dem Fachgebiet arbeiten, welche die Dame in Teilzeit bearbeitet hat, eine sehr stattliche Abfindung und mir wird ein doppelt so großes Gebiet zugeteilt, welches ich allein mit Kind nicht bearbeiten kann. Ich könne ja kündigen wurde mir gesagt, aber eine Abfindung bekäme ich nicht. Fakt ist, ich kann die Gebeitsgröße nicht bearbeiten. Das frühere Gebiet mit der entsprechenden Indikation wurde mir unberechtigt weggenommen. Mir wurde die Teilzeit verweigert und so weiter. Ich möchte aus dieser Firma aussteigen, jedoch genau die Abfindung mitnehmen, die mir eigentlich zustehen würde, hätte man ich nicht in ein neues Gebiet verschoben. Ich bitte um eine tragfähige Information, wie ich diese Situation zu meinen Gunsten lösen kann. Derzeit muss ich 50 Stunden arbeiten, ich schaffe keine Sekunde mehr mit einem 4 jährigen Kind...
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  rafozouni hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage möchte ich gern wie folgt beantworten:

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ist Ihr vornehmliches Ziel, das Arbeitsverhältnis zu beenden und eine Abfindung zu erhalten.

Nun ist es leider so, dass es einen Anspruch auf eine Abfindung nicht gibt, sondern eine solche grundsätzlich nur aufgrund einer Vereinbarung mit dem Arbeitgeber gezahlt wird.

Dieser müsste also mit einer Abfindung einverstanden sein, was er Ihren Angaben zufolge nicht ist.

Sofern mehr als 15 Leute in dem Betrieb arbeiten, haben Sie einen Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit, welchen der Arbeitgeber nur aus dringenden betrieblichen Gründen zurückweisen kann.

Ich würde Ihnen anraten, nochmals an den Arbeitgeber heranzutreten und die Verringerung Ihrer Arbeitszeit geltend zu machen. Dabei müssen Sie konkret angeben, an welchen Tagen, Sie von wann bis wann arbeiten wollen.

Wenn der Arbeitgeber sich weigert, können Sie ihn auf Verringerung der Arbeitszeit verklagen, wobei Sie sich anwaltlich vertreten lassen sollten.

Es würde dann vor dem Arbeitsgericht zunächst eine Güteverhandlung stattfinden, in welcher man sich über die Möglichkeiten einer gütlichen Einigung unterhält. Dabei kommt erfahrungsgemäß unabhängig vom Gegenstand der Klage sehr häufig auch das Thema "Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegen Zahlung einer Abfindung" zur Sprache und häufig ändert der Arbeitgeber betreffend der Abfindung dann seine Meinung.

Ich hoffe, Ihnen hiermit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt

-Fozouni-

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Es gibt derzeit ein Angebot der Firma, für Mitarbeiter welche die Firma verlassen eine Abfindung zu bekommen, da eine komplette AD Linie geschlossen wird. Hätte man mich nicht wiederrechtlich in eine andere Linie gescoben, wäre ich von dieser Regelung betroffen. Es ist mir nicht möglich diesen nun entstehenden Arbeitsumfang zu bewältigen. Daher ziehe ich es vor, das Arbeitsverhältnis zu beenden. Jedoch möchte ich dies auf keinen Fall ohne die in der Betriebsvereinbarung getroffenen Abfindungsregelung
Experte:  rafozouni hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ob Ihre "Verschiebung" in die andere Linie tatsächlich rechtswidrig gewesen ist, hängt von der arbeitsvertraglichen Vereinbarung ab. Wenn Ihnen bereits darin nur ein bestimmtes Gebiet als Tätigkeitsfeld zugewiesen wurde, wäre die Verschiebung nicht vom Direktionsrecht des Arbeitgebers gedeckt.

Wenn der Vertrag insoweit aber keine eindeutige Regelung enthält, dürfte davon auszugehen sein, dass die Verschiebung rechtlich nicht zu beanstanden ist und Sie so nicht von der Regelung profitieren können.

Das muss Sie aber nicht davon abhalten, dennoch entsprechende Klage zu erheben und auf diesem Weg zu versuchen, im besagten Gütetermin, eine Abfindung herauszuschlagen.

In jedem Fall würde ich Ihnen empfehlen, sich bei Ihnen vor Ort einen Fachanwalt für Arbeitsrecht zu suchen und ggfls. mit dessen Unterstützung weiter zu handeln.

Mit freundlichen Grüßen

RA Fozouni