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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Guten abend.Meine Frage Ich arbeite in einer Dialyse seit

Kundenfrage

Guten abend.Meine Frage : Ich arbeite in einer Dialyse seit 11´99.
März 2006 Freistellung Schwangerschaft Geburt 7.11.06.2 Jahre Elternzeit. ab 7.11.2008 wieder Freistellung Schwangerschaft Geburt 13.6.2009 Elternzeit jetzt bis 13.8.2011
Streit wegen noch ausstehendem Urlaub in der Freistellung. Brief von meinem Anwalt für den Arbeitgeber wegen dem Urlaub fertig.(noch nicht abgeschickt)
Meine Arbeitgeber wollte mich schon nach der 1.Schwangerschaft nicht mehr,weil ich Anspruch auf den Urlaub gestellt hatte (PRIVATE Dialysepraxis) und noch nie hat eine Kollegin danach gefragt.Bin unkollegial unfreundlich den Patienten gegenüber.... ich soll mich wegen etwas neuem umschauen...
Jetzt wieder nach einem Gespräch sagte er gleich das er nicht damit gerechnet hat,daß ich wieder komme und den Urlaub bewilligt er nicht. usw.
Ich bin schon auf der Suche nach etwas neuem und hätte auch eine Chance neu anzufange. Wie komme ich am besten aus dem Arbeitsverhältnis? Die Zeit läuft...bis 13.8.
Ich möchte gerne eine Abfindung.Ich denke,daß er mir wegen dem ganzen Theater auch keine geben wird. Aber ich habe so lange immer fleißig gearbeitet und gemacht und getan.Da möchte ich nicht so einfach gehen und es ihm einfach machen und selber kündigen.Was mache ich den nun? ( mein Anwalt versteht mich glaube ich nicht richtig und er sagte mir,daß ich nun wissen muß was ich machen will. Wir reden nur übers Telefon oder per Mail.
Ich muß doch mit ihm "beratschlagen". Oder? Schließlich will ich nicht umsonst dort gearbeitet haben. Mein Arbeitgeber gab mir ein Gehalt,daß ich lieber nicht sage. Eins nur,er ist privat und zahlt wie er will.
Vielen Dank
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Wie komme ich am besten aus dem Arbeitsverhältnis?

Das Arbeitsverhältnis lässt sich nur durch Kündigung einer der beiden Seiten (Ag oder AN) oder durch Abschluss eine Aufhebungsvertrages beenden.

Ich möchte gerne eine Abfindung.

Einen Anspruch auf Abfindung existiert nicht. Ein solcher Anspruch ist nur im Kündigungsschutzgesetz geregelt und setzt ein laufendes Kündigungsschutzverfahren voraus.

Was mache ich den nun?

Sie können letztendlich nur in Verhandlungen zur einvernehmlichen Aufhebung des Arbeitsvertrages eintreten. Ihre Verhandlungsposition ist sicherlich nicht besonders gut, aber immerhin sind Sie seit 1999 beschäftigt, so dass der Arbeitgeber im Fall der Kündigung eine recht lange Kündigungsfrist einzuhalten hätte. Dies wäre zumindest ein gute Basis ein gute Abfindung zu erlangen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darstellen. Bitte fragen Sie nach, wenn etwas unklar geblieben ist oder weiterer Klärungsbedarf besteht.

troesemeier und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Antwort.Sie haben mir schon einmal geholfen Smile
Er hat eine lange Kündigunsfrist einzuhalten. Was heißt das für mich?Ich möchte unter diesen Umständen dort ja gar nicht mehr arbeiten.Es bringt mir ja nichts wenn ich mich dann die ganze Zeit krank schreiben lasse bis die Kündigunsfrist zu ende ist..Also dann jetzt noch ein Gespräch über Kündigung oder Aufhebungsveretrag und Abfindung? Eigentlich kann es ihm ja sehr Recht sein wenn wir uns einigen und ich dort nicht mehr arbeite.Kann das auch mein Anwalt über Briefkontakt mir ihm klären? (irgendwie habe ich leider nicht den richtigen "Rat" zu meinem Anwalt.Bezahlen muß ich ihn ja trotzdem.) Ich mag dort nicht mehr hin. Ausgemacht bei einem Gespräch hatten wir auch ,daß ich ab August nur 30 Stunden die Woche arbeite. Da war er natürlich gleich mit einverstanden,muß er weniger zahlen..
Vielen Dank
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

nach § 622 BGB hätte Ihr Arbeitgeber eine Kündigungsfrist von 5 Monaten (12 Jahre Betriebszugehörigkeit) einzuhalten. Darüber hinaus haben Sie natürlich auch noch Urlaubsansprüche bzw. auf Abgeltung.

Ich denke, in der Summe ist das schon eine gute Verhandlungsbasis, so dass Sie unbedingt in Verhandlungen eintreten sollten bzw. Ihr Anwalt. Dies geht alles natürlich auch schriftlich.

Ihr Chef wird sicher für ein gutes Angebot, welches sich für Ihn rechnet ein offenes Ohr haben und Sie können dann auch etwas für sich herausschlagen. Spielen Sie mit offenen Karten, dann wird dies auch klappen.

Berücksichtigen Sie aber bitte unbedingt, dass Ihnen bei Eigenkündigung und auch Aufhebungsvertrag eine Sperrfrist beim Arbeitsamt droht.

Sie sollten alle dies Faktoren eingehend mit Ihrem Anwalt erörtern und dann die beste Strategie abstimmen.