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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16812
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Hallo, ich habe bei einem Zeitarbeitsunternehmen gearbeitet.

Kundenfrage

Hallo, ich habe bei einem Zeitarbeitsunternehmen gearbeitet. Nun bin ich in der 2. Woche krank geworden (Migräne) und habe lediglich beim Unternehmen Bescheid gegeben, bei dem ich eingesetzt war.

Zum Ende des Monats wurde ich von der Zeitarbeitsfirma gekündigt, 2 Tage nach Erhalt der Kündigung erhielt ich eine Abmahnung, wegen der 2 Fehltage die ich nicht gemeldet habe.
Nun wurde mir eine Vertragsstrafe von 420 € vom Lohn einbehalten, laut Angabe der Zeitarbeitsfirma wäre das der übliche Betrag. Ich empfinde diesen als viel zu hoch und willkürlich - vor allem da im Arbeitsvertrag keine Summe genannt wurde, lediglich mit dem Verstoß angemessen bezeichnet wurde.

Ist der Abzug der Firma Rechtens?

Vielen Dank
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Der hier bei Ihnen vorgenommene Einhalt erscheint weder berechtigt noch nachvollziehbar.

Vertraglich mag man für den Fall der Kündigung des Arbeitnehmers oder verschuldeten Kündigung eine Vertragsstrafe vereinbaren können.

Vorliegend ist aber nicht ersichtlich, weshalb eine Lohneinbehalt vorgenommen wird.

Ich würde Ihnen anraten wollen, der Abrechnung des Arbeitgebers zu widersprechen und die Restzahlung einzufordern und zwar unter angemessener Fristsetzung (1 Woche).

Sollte die Frist fruchtlos verstreichen, könnten Sie den Anspruch vor dem Arbeitsgericht geltend machen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Bitte fragen Sie nach, wenn etwas unklar geblieben ist oder weiterer Klärungsbedarf besteht.

troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16812
Erfahrung: seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
troesemeier und 5 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Herr Rösemeier,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Entstehen bei einer geltendmachung vor dem Arbeitsgericht kosten für mich?

Die Kündigung war bereits vom Arbeitgeber ausgesprochen und nachfolgend wurde mir erst die Abmahnung zugestellt in welcher lediglich auf eine "angemessene Vertragsstrafe" hingewiesen wurde. Den exakten Betrag habe ich heute erst auf der Lohnabrechnung ersehen können.
Das Zeitarbeitsunternehmen meinte auf Nachfrage, dies wäre üblich, sie hätten auch einen Monatslohn einbehalten können, schliesslich wäre dem Unternehmen ja ein Schaden entstanden.

Ich werde die Lohnzahlung schriftlich einfordern, reicht hier eine Email aus oder sollte dies per Einschreiben geschehen?

Vielen Dank
Tanja R.
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragesteller,

wenn Sie ohne Anwalt agieren, entstehen nur Gerichtskosten. Diese sind gering.

Sie können die Klage mündlich vor der Rechtsantragsstelle des Arbeitsgerichts erheben. Dort ist man Ihnen auch bei der Formulierung behilflich.

Wenn die Firma selbts gekündigt haben und Sie hierfür keinen Anlass gegeben haben, liegen die Voraussetzungen für eine Vertragsstrafe nicht vor. Die Abmahnung nach der Kündigung macht überhaupt keinen Sinn.

Neben der Email sollten Sie auf alle Fälle ein Einwurfeinschreiben versenden, damit Sie den Zugang nachweisen können.

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