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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt und Diplom-Verwaltungswirt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 3448
Erfahrung:  Lanjährige praktische Tätigkeit als Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

ich bin im Moment auf Kurzarbeit ( normal Vollzeit) mein Chef

Kundenfrage

ich bin im Moment auf Kurzarbeit ( normal Vollzeit) mein Chef hat mir heute nun ohne Begründung die Kündigung zum 30.06.11 persönlich zu Hause vobei gebracht,ich habe kurz darauf eine Stellenausschreibung für meine Stelle im Internet ( Arbeitsamt) gefunden. Der Unterschied Er schreibt 2 Halbtagsstellen a`20 Stunden aus. Eingesezt wurden die Stellen am 16.05.11.
Die letzte Aktualisierung fand am 26.05.11 statt. soll ich Kündigungsschutzklage einreichen? macht das Sinn und verstößt das nichtohnehin gegen die Vereinbarung die er mit dem Arbeitsamt hat?
Habe einen Screenshot von der Seite gemacht. Ach und es handelt sich un einem Kleinbetrieb
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 6 Jahren.

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich aufgrund Ihrer Angaben gerne informatorisch Auskunft gebe wie folgt.

Eine Kündigungsschutzklage kann nur eingereicht werden, wenn das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet. Dies wäre dann der Fall, wenn in Ihrem Betrieb regelmäßig mehr als zehn Mitarbeiter beschäftigt werden (vgl. § 23 KschG).

Falls das Kündigungsschutzgesetz anwendbar ist, wäre die Kündigung nur zulässig, wenn betriebliche Gründe oder Gründe, die in Ihrer Person bedingt sind, die Kündigung rechtfertigen.

Wenn das Kündigungsschutzgesetz keine Anwendung findet, wovon ich nach Ihrer Schilderung ausgehe, kann der Arbeitgeber Ihnen ordentlich innerhalb der Kündigungsfristen gemäß § 622 BGB kündigen ohne Angabe von Gründen.

Ein Verstoß gegen eine Vereinbarung mit dem Arbeitsamt ist für mich nicht ersichtlich.

Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 6 Jahren.

Falls Sie keine Verständnisfrage haben, denken Sie bitte daran, die Antwort zu akzeptieren.

Danke
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
ok. das mit dem Kündigungsschutzgesetz habe ich verstanden. Mit dem Arbeitsamt meine ich ,da ich ja aus Arbeitsmangel auf Kurzarbeit gesezt wurde und mehr oder weniger Aufgrund dessen gekündigt wurde kann Er da meine Stelle sofort wieder besetzen? die Ausschreibung besagt das Er zu sofort sucht und steht bereits seit dem 16. Mai im Internet. Er hat die Kurzarbeit ja vom Arbeitsamt genehmigen lassen wegen der Zuschüsse.Ich habe die Kündigung mit dem Vermerk : unter Vorbehalt unterschrieben. Und ist es richtig das mit der Kündigung die Kurzarbeit zu sofort endet und Er mir für den Monat Juni dann mein volles Gehalt + restliche Urlaubstage zahlen muss
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 6 Jahren.

Der Arbeitgeber kann ohne Angabe von Gründen kündigen, wenn das Kündigungsschutzgesetz keine Anwendung findet. Er muss nur die Frist einhalten.

Möglicherweise hat er dem Arbeitsamt die Zuschüsse zu erstatten. Das kann ich leider nicht beurteilen

Ich rate Ihnen, sich kurzfristig beim Arbeitsamt zu melden und den Sachverhalt darzulegen. Zum Arbeitsamt müssen Sie sowieso unverzüglich, um eine etwaige Sperrzeit zu vermeiden, da Sie gekündigt worden sind und die Arbeitslosigkeit ansteht.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

das ich mich arbeitslos melden muss weiß ich, danke für den Hinweis! Bitte beantworten Sie noch meine Frage in Bezug auf volles Gehalt + Resturlaubstage..und ja Er hat definitiv Zuschüsse bekommen, daher ja auch die Frage ob das rechtens ist da Sinn und Zweck der Kurzarbeit ja die Rückkehr zur Vollzeitarbeit ist und nicht den Arbeitnehmer zu entlassen um dann 2 neue für den gleichen Job einzustellen.

Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 6 Jahren.

Durch die Kündigung erlischt der Anspruch auf Kurzarbeitergeld, weil die persönlichen Voraussetzungen nicht mehr vorliegen (§ 172 Abs. 1 Nr. 2 SGB III).

Ihr Arbeitgeber muss damit wieder selbst für Ihren Lohn aufkommen bis zum Ablauf der Kündigungsfrist. Er muss unabhängig von der Kurzarbeit den vollen Lohn (wie vor dem Arbeitsausfall) zahlen.

Resturlaub ist auch zu gewähren.

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