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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 26844
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

hallo ich habe mal eine frage und zwar ich wurde beurlaub vom

Kundenfrage

hallo ich habe mal eine frage und zwar ich wurde beurlaub vom arbeitgeber weil mir vorgeworfen wird das ich ein geld betrag von 11.50 gestohlen habe was ich nicht gemacht habe, denn ich würde das nie machen und mein job auf spiel zu setzten. es ist nun 1 woche her wo die mir mitgeteilt haben das ich bis auf weiteres nicht arbeiten brauche da sie in der meinung sind das ich den betrag gestohlen habe. was kann ich machen dagegen damit die mir glauben bzw wie soll ich mich weiterhin verhalten?? weil die wollen sich bei mir melden aber sie haben es seit 1 woche nicht getan und ich hänge somit ganz schön in der luft :-(
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Als mögliche Folge dieses Vorwurfs müssen Sie mit einer außerordentlichen fristlosen Kündigung rechnen, die Ihnen wohl in nächster Zeit zugestellt werden wird.

In diesem Fall müssen Sie umgehend reagieren und binnen 3 Wochen ab Zustellung der Kündigung Kündigungsschutzklage erheben.

Die Kündigungsschutzklage können Sie selbst beim Arbeitsgericht zu Protokoll der Geschäftsstelle erklären. Ein Rechtspfleger hilft Ihnen bei der Formulierung.

Der angebliche Diebstahl stellt einen wichtigen Grund für eine Kündigung dar. Diesen Grund muss der Arbeitgeber in Nachweis bringen. Das bedeutet, der Arbeitgeber muss dem Gericht gegenüber beweisen, dass Sie die 11,50 EUR gestohlen haben.

In Betracht kommt auch eine sogenannte Verdachtskündigung.

Eine Verdachtskündigung kann nicht schon dann wirksam ausgesprochen werden, wenn der Arbeitgeber subjektiv der Auffassung ist, dass sich der Arbeitnehmer hat etwas zuschulden kommen lassen.

Die Verdachtskündigung ist gerechtfertigt, wenn objektive Tatsachen vorliegen, die den dringenden Verdacht wecken, dass der Arbeitnehmer sich einer Vertragsverletzung von erheblichem Gewicht schuldig gemacht hat und der Arbeitgeber alles ihm Zumutbare getan hat, um den Sachverhalt aufzuklären. Zu diesem letzten Punkt gehört auch, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer zu dem Vorwurf gehört hat.

Also der Arbeitgeber muss zumindestens Anhaltspunkte dafür haben, dass Sie diesen Diebstahl begangen haben.

Sollten Sie bis zum Ende dieser Woche keine Mitteilung Ihres Arbeitgebers erhalten haben (Kündigung, Aufforderung zum Vorwurf Stellung zu nehmen), sollten Sie die Initiative ergreifen und das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen.

Da jedoch Ihr Arbeitsplatz auf dem Spiel steht, sollten Sie dieses Gespräch nicht unter 4 Augen führen, sondern eine Vertrauensperson (Betriebsrat, Rechtsanwalt,..) hinzuzuiehen.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

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Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt