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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites Staatsexamen Diplom Jurist
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Mein Sohn hat am 28.3.2011 einen Arbeitsvertrag bei einer Zeitarbeitsfirma

Kundenfrage

Mein Sohn hat am 28.3.2011 einen Arbeitsvertrag bei einer Zeitarbeitsfirma abgeschlossen. Nach einer woche wurde er krank. Krankmeldungen vom Arzt wurden an die Firma gegeben. Am 15.4.2011 wurde ihm (wie es bei solchen Firmen immer üblich ist) gekündigt. Heute hat er für April seine Lohnabrechnung erhalten. Daraus geht hervor, dass es nur für einen Tag Lohn erhalten hat. Muss die Leihgarbeitsfirma im Krankenheitsfall nicht weiter zahlen? Ist eine solche Handhabung zulässig?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:






Die Antwort ergibt sich eindeutig aus dem Gesetz und zwar aus § 616 BGB.

 

Durch eine vorübergehende Verhinderung, hier also eine Krankheit, verliert der Arbeitnehmer grundsätzlich seinen Lohnanspruch nicht.

 

Dementsprechend ist das Verhalten der Firma hier rechtswidrig.

 

 

§ 616 BGB
Vorübergehende Verhinderung

Der zur Dienstleistung Verpflichtete wird des Anspruchs auf die Vergütung nicht dadurch verlustig, dass er für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden an der Dienstleistung verhindert wird. Er muss sich jedoch den Betrag anrechnen lassen, welcher ihm für die Zeit der Verhinderung aus einer auf Grund gesetzlicher Verpflichtung bestehenden Kranken- oder Unfallversicherung zukommt.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren. Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.





Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Samstagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
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Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 0471/140241











Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 9380
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Advopro und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Herr Kollege,

erlauben Sie mir die Antwort des Kollegen wie folgt zu ergänzen.

Ein Lohnfortzahlungsanspruch im Krankheitsfall besteht erst nach 4 Wochen Beschäftigungszeit. Dies regelt des Lohnfortzahlungsgesetz.

Ihr Sohn hat aber Anspruch auf Krankengeld gegenüber der Krankenkasse. Er sollte daher umgehend einen entsprechenden Auszahlungsantrag bei der Krankenkasse stellen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie gerne nach, wenn etwas unklar geblieben sein sollte.
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
sehr geehrter Herr Kollege,

vielen Dank zunächst für den Hinweis des Kollegen.

Der Hinweis ist insoweit zutreffend, so dass sich Ihr Sohn an die Krankenkasse wenden sollte.

Sofern Ihr Sohn aber ausser diesem einen Tag im April noch andere Tage im April gearbeitet hat (also nicht krank war), müsste er hierfür auch Lohn erhalten.

Ich wünsche Ihnen dann noch einen angenehmen Samstagnachmittag.

Sollte noch etwas unklar geblieben sein, so fragen Sie bitte nach.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Samstagnachmittag!

 

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

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