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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16814
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
37896974
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troesemeier ist jetzt online.

Hallo kann ich meinen Obermonteur auf Schadenersatz verklagen

Kundenfrage

Hallo
kann ich meinen Obermonteur auf Schadenersatz verklagen wenn er durch sein
Verhalten gegenüber meiner Auftraggeberfirma den Auftrag versaut hat ,ich mein Geld nicht bekomme.
mfg
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Grundsätzlich ist jedes vertragswidrige und schuldhafte Verhalten des Arbeitnehmers geeignet, einen Schadensersatzanspruch des Arbeitgebers auszulösen.

Im Arbeitsrecht gelten jedoch besondere Haftungsregelungen.

Bei leichter Fahrlässigkeit (=geringe Schuld) haftet der Arbeitnehmer gar nicht. Bei mittlerer Fahrlässigkeit (=mittlere Schuld) haftet der Arbeitnehmer anteilig. Das Haftungsrisiko wird also zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgeteilt. Wie hoch hierbei der Anteil des Arbeitnehmers ist, bestimmt sich nach den Umständen des jeweiligen Einzelfalls. Hierbei werden die Umstände, die für und gegen den Arbeitnehmer sprechen gegeneinander abgewogen (z.B. Verhalten in der Vergangenheit, Art und Schwierigkeit der Tätigkeit, Schadenshöhe, Schadensrisiko, etc) und sodann die "Quote" ermittelt. Bei grober Fahrlässigkeit haftet der Arbeitnehmer grundsätzlich unbeschränkt.

 

Nur ausnahmsweise kann es hier im Einzelfall zur Haftungsbegrenzung kommen, wenn der Verdienst des Arbeitnehmers in einem deutlichen Missverhältnis zum Schadensrisiko der Tätigkeit steht. Hat der Arbeitnehmer vorsätzlich gehandelt, ist er regelmäßig nicht schutzwürdig. Bei Vorsatz haftet er in jedem Fall unbeschränkt.

 

Ein Mitverschulden des Arbeitgebers, z.B. aufgrund einer fehlenden Einweisung oder Unterrichtung des Arbeitnehmers, wird auf ein Verschulden des Arbeitnehmers angerechnet. Die Schwierigkeit für den Arbeitgeber besteht in der Praxis darin, dass er die Haftungsvoraussetzungen und den hierdurch eingetretenen Schaden vollumfänglich nachweisen muss.

 

Im vorliegenden Fall müsste also eingehend geprüft werden, wie das Verhalten des Obermonteurs zu qualifizieren ist.

 

Je nach dem, könnte dann ein Schadensersatzanspruch geltend gemacht werden.



Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Grundsätzlich ist jedes vertragswidrige und schuldhafte Verhalten des Arbeitnehmers geeignet, einen Schadensersatzanspruch des Arbeitgebers auszulösen.

Im Arbeitsrecht gelten jedoch besondere Haftungsregelungen.

Bei leichter Fahrlässigkeit (=geringe Schuld) haftet der Arbeitnehmer gar nicht. Bei mittlerer Fahrlässigkeit (=mittlere Schuld) haftet der Arbeitnehmer anteilig. Das Haftungsrisiko wird also zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgeteilt. Wie hoch hierbei der Anteil des Arbeitnehmers ist, bestimmt sich nach den Umständen des jeweiligen Einzelfalls. Hierbei werden die Umstände, die für und gegen den Arbeitnehmer sprechen gegeneinander abgewogen (z.B. Verhalten in der Vergangenheit, Art und Schwierigkeit der Tätigkeit, Schadenshöhe, Schadensrisiko, etc) und sodann die "Quote" ermittelt. Bei grober Fahrlässigkeit haftet der Arbeitnehmer grundsätzlich unbeschränkt.

 

Nur ausnahmsweise kann es hier im Einzelfall zur Haftungsbegrenzung kommen, wenn der Verdienst des Arbeitnehmers in einem deutlichen Missverhältnis zum Schadensrisiko der Tätigkeit steht. Hat der Arbeitnehmer vorsätzlich gehandelt, ist er regelmäßig nicht schutzwürdig. Bei Vorsatz haftet er in jedem Fall unbeschränkt.

 

Ein Mitverschulden des Arbeitgebers, z.B. aufgrund einer fehlenden Einweisung oder Unterrichtung des Arbeitnehmers, wird auf ein Verschulden des Arbeitnehmers angerechnet. Die Schwierigkeit für den Arbeitgeber besteht in der Praxis darin, dass er die Haftungsvoraussetzungen und den hierdurch eingetretenen Schaden vollumfänglich nachweisen muss.

 

Im vorliegenden Fall müsste also eingehend geprüft werden, wie das Verhalten des Obermonteurs zu qualifizieren ist.

 

Je nach dem, könnte dann ein Schadensersatzanspruch geltend gemacht werden.

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
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„[...]mehr als Zehntausend Experten weltweit; 1500 davon in Deutschland. Acht Jahre nach dem Start ist das [...] Online-Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern die größte Web-Seite für das Vermitteln von Experten von Anwälten über Ärzte bis hin zu Universitätsprofessoren.“
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