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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 7723
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
33364821
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Sehr geehrte Damen und Herren, bin seit 28-Sept.-2011 Krankgeschrieben

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, bin seit 28-Sept.-2010 Krankgeschrieben und habe mittlerweile 2 OP`s an der HWS hinter mir, die erste OP im 18-Nov-2010, die zweite OP 13-Jan-2011. Da ich damals nicht gedacht hätte so lange krank zu sein, haben wir im Okt-2010 unseren Pfingsturlaub 2011 am Mittelmeer auf einen Campingplatz in einem Mobilhome für meine Frau und meinen beiden Kindern gebucht. Da ich von verschiedenen Bekannten gehört habe dass ich dann nicht in den Urlaub fahren könne, habe ich mich übers Internet versucht schlau zu machen, und bin nur über den (§16 IV SGB V) gestoßen. Jetzt habe ich mich mit meinen div. Ärzten in Verbindung gesetzt (Psychiaterin, Schmerz- therapeut, Neurologe und Hausarzt) die aussagen sind meistens nein geht nicht, oder ich solle mich an meine Private Krankenversicherung wenden. Dies habe ich heute auch getan, und diese sagten mir "Wenn ich gehen würde, dann bekäme ich für diese 2 Wochen kein Geld", sie würden sich nicht SGB sondern an BGB halten. Da ich auch eine REHA in einer Psychischen Schmerzklinik bei der DRB beantrage, müsste der Urlaub doch zu meiner Genesung zum Vorteil sein? Könne Sie mir vielleicht dazu etwas mitteilen? MfG HJ.Brunn
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Brunn,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nach deutschem Recht unzulässig ist. Mit der Beantwortung Ihrer Anfrage auf dieser Plattform sind Sie zur Zahlung des von Ihnen ausgelobten Einsatzes verpflichtet. Auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers wurden Sie ausdrücklich hingewiesen und von Ihnen akzeptiert.

Ein Urlaubsverbot besteht bei einer bestehenden Arbeitsunfähigkeit nicht zwingend. Hierbei kann ein Urlaub auch förderlich für den Genesungsvorgang sein und diesen beschleunigen. Wichtig ist, dass der Urlaub die Genesung nicht verzögert oder das Krankheitsbild verschlimmert.

Auch eine laufende Behandlung sollte nicht unterbrochen werden.

Der urlaubsantritt bedarf zwingend der Zustimmung durch die Krankenversicherung, da ansonsten kein Anspruch auf Krankentagegeld besteht. (Hess SozG, Az. L8 KR 169/06) Allerdings kann die Krankenkasse den Urlaubsanspruch nicht zurückweisen, wenn dieser für den Genesungserfolg förderlich ist. Dies wäre beispielsweise durch eine ärztliche Bescheinigung nachzuweisen.

Insoweit kann ich Ihnen nicht raten ohne Zustimmung der Krankenversicherung den Urlaub anzutreten, da Sie sonst Ihren Anspruch auf Geldleistung gegenüber der Krankenkasse, nicht nur für die Dauer des Urlaubes, riskieren.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Viele Grüße