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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16751
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Ich bin Angestellte einer Bankservicegesellschaft. Wir bieten

Kundenfrage

Ich bin Angestellte einer Bankservicegesellschaft. Wir bieten unsere Dienste für andere Banken in den Bereichen Zahlungsverkehr, Personalisierung und Zentrale Dokumentenarchivierung an.
Ich war knapp 3 Jahre Teamleiterin im Zahlungsverkehr und wurde zum 31. März 2011 ohne Angabe von "wirklichen" Gründen von diesem Posten enthoben.
Man hat im November 2010 ein einziges Gespräch mit mir geführt. Es hieß, man habe sich beschwert über meinen Tonfall, der hier und da nicht angemessen sei. Es wurde diskutiert und man befand mich doch für würdig und hielte mich für fähig und das man mir das doch zutrauen würde. Fachlich könne man mir absolut nichts vorwerfen, da ich mit zu den Besten zähle. Der Abteilungsleiter hat mir sogar vorgeschlagen, eine Schulung zu machen. Diese sollte allerdings für alle 4 Teamleiter im Hause stattfinden, damit es besser aussieht. Ich hatte keinen "guten Tag", als ich das Gespräch hatte und sagte Dinge wie "Ich hatte schon überlegt es sein zu lassen, da ich mir nicht sicher war, ob ich es schaffe" oder "Ich kann dafür sorgen, daß ich meine Arbeit gut mache, aber kann nicht dafür sorgen das es andere tun". Nicht gerade eine Glanzleistung, aber das hab ich nunmal gesagt. Nungut man hat mir gesagt, ich solle mir das doch überlegen, ich würde es schon schaffen und eine Schulung wäre ja nicht verkehrt. Nochmal, diese Schulung war NICHT meine Idee. Natürlich dachte ich, warum nicht, es kann ja nicht schaden und teilte meinem Abteilungsleiter nach ein paar Tagen meine Entscheidung mit. Er war ganz froh darüber und sagte mir, er würde mit der Geschäftsführung wegen der Schulung sprechen. Nach zwei Wochen teilte er dann mit, daß die Geschäftsführung die Schulung nicht bewilligte. Ok, dachte ich. Ich bekomm das auch so hin. Für mich war der Fall dann erledigt.
Ich hatte im Januar eine Gallenblasen-OP, die mich für 5 Wochen außer Gefecht setzte, war im Vorfeld aber auch schon 3 Wochen krank, da es zuerst hieß, ich hätte BWS (Brustwirbelsäulensyndrom). Es stellte sich aber dann herauß, das es Gallensteine waren.
Am 1. März 2011 hat man mir dann mitgeteilt, daß ich zum 1. April 2011 als Teamleiterin abgesetzt werde. Die Gründe waren die, die ich im November schon gehört habe. Mein Tonfall. Ich habe auch erfahren, daß die Geschäftsführung schon im November/Dezember den Entschluß gefaßt hat, mich als Teamleiterin abzusetzen. Es hieß, man muß das ganze auch ohne Schulung können und sowas wird einfach nicht gemacht.
Hatte ich irgendwas verpaßt????? Die Schulung war doch die Idee vom Abteilungsleiter. Er hat sie mir quasie aufgezwungen. Für mich war es doch im Nov/Dez klar, daß es keine Schulung gab. Ich war dann krank. Ich konnte ab der 2. Februarwoche wieder arbeiten gehen und am 1. März hat man mir dann meine Teamleiterkündigung mitgeteilt.
Das paßt hinten und vorne nicht zusammen. Erst werd ich im November noch für fähig gehalten und danach steht innerhalb von 2-4 wochen fest, ne, die wollen wir nicht mehr. WAS HAB ICH VERPASST?
Folgende Fragen stellen sich mir und meinen Kollegen, die es unfaßbar finden, wie die Firma das gemacht hat. Unverständnis macht sich breit und mich macht es total fertig. Ich hatte vom 1. März an das Gefühl von meinem Abteilungsleiter gemobbt zu werden. Er hat mir, und das obwohl ich noch Teamleiterin war, keine Informationen mehr gegeben. Keine Anrufe kamen mehr an, die Begegnungen, Gespräche, wie auch immer, waren sehr kurz und ich fühlte mich wie ausgestoßen. Ich hatte phasenweise das Gefühl, als hätte er persönlich was gegen mich. Keiner sagt mir, was ich so schlimmes getan oder gesagt habe. Stillschweigen auf ganzer Linie. Mir geht es nicht gut. Ich bin am 01. August 2011 10 Jahre dabei und hab das so einfach nicht verdient. Ich hab mein Fehlverhalten ja eingesehen, aber ich habe diese Behandlung nicht verdient.
So viele Kolleginnen sagen mir, ich solle mir einen Anwalt nehmen, solle mich beschweren. Aber ich bin so nicht. Das macht mich kaputt. Ich hab doch gerne da gearbeitet. Ich hab doch nie jemandem was böses gewollt.
Am 1. März wurde mir also meine Teamleiterstelle gekündigt. Es gab keine Abmahnung. Nicht eine. Ist das rechtens? Können die das machen, ohne mir die Chance zu geben, es besser zu machen??? Können die mich auch wieder als normale Datenerfasserin zurückstufen (was ich ja seit dem 01. April 2011 bin) und mir weniger Gehalt geben? Man hat mir gesagt, das dürfe man nicht. Wenn ich einmal mehr verdient hätte, müssten die mir das weiterzahlen. Ich bekomm es nicht mehr ganz zusammen. Aber stimmt das?
Ich bin völlig überfordert mit der Situation und weiß wirklich nicht was ich machen soll. Ich brauche dringend Hilfe ob das alles so rechtens ist, was mit mir geschieht??

Ich hoffe auf eine Antwort und danke XXXXX XXXXX

Marion Lai
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Hat man Ihnen den Posten als Teamleiter gekündigt oder das gesamte Arbeitsverhältnis?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
man hat mir den Posten als Teamleiterin gekündigt und ich bin jetzt wieder normale Daternfasserin. Im gleichen Büro. Keine Teamleiterin mehr aber einfach Datenerfasserin
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Meiner Ansicht nach sind hier einige Dinge garvierend schief gelaufen.

Sie sind zu Unrecht von der Stelle als Teamleiterin enthoben worden.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

das glaub ich auch.

 

Aber hätten sie mir nicht erst ein bzw zwei Abmahnungen geben müssen, bevor sie sagen, sie werden ihres Posten enthoben?

 

Ist es auch richtig, das ich mein Gehalt eigentlich behalten müßte? Können die mich auch Lohnmäßig wieder zurückstufen?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Im Grunde genommen, hätte man Sie abmahnen müssen.

Allerdings handelt es sich ja eher um eine innerbetriebliche Maßnahme und keine Kündigung des Arbeitsverhältnisses.

Hier hätte der Arbeitgeber eine Änderungskündigung aussprechen müssen, wenn er Ihre Position und das Gehalt ändern will.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

Also versteh ich das richtig: Eine Änderungskündigung ist, wenn man innerhalb des Betriebes bleibt, aber nur von einem Posten enthoben wurde und quasie wieder zurückgestuft wird?

 

Und versteh ich das dann auch richtig: Wenn mein AG eine Änderungskündigung ausgesprochen hat, brauch er mir keine Abmahnung zu geben? Ich kann dann sofort "gekündigt" werden?

 

Wenn ich das Wort Änderungskündigung aber von meinem AG nicht gehört habe, gilt das dann?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nein, eine Änderungskündigung muss erfolgen, wenn der Arbeitgeber Änderungen am Arbeitsvertrag durchsetzen will.

Das ist ja hier der Fall. Der AG will Ihre Position und damit Ihr Gehalt ändern. Daher hätte eine Änderungskündigung erfolgen müssen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich bin wohl etwas zu sehr durch den Wind. Darum frag ich einfach nochmal

 

Hätte es erst eine Abmahnung geben müssen?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nein, für die interne Regelung hätte es keiner Abmahnung bedurft. Dennoch war die Maßnahme überzogen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

Also muß ich es so hinnehmen?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie könnten auch dagegen klagen - dies würde aber unweigerlich dazu führen, dass der Betriebsfrieden weiter gestört wird.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

OK. Danke

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gern, alles Gute.

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