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ragrass
ragrass, Rechtsanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 6461
Erfahrung:  langjährige Erfahrung als Rechtsanwältin
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ragrass ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, was versteht man unter dem

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

was versteht man unter dem Begriff "Teilkrankschreibung"?
Eine Mitarbeiterin von mir ließ sich krankschreiben, als feststand, daß sie aufgrund ihres Verhaltens eine Kündigung erfolgen wird. Diese Mitarbeiterin hat noch einen zweiten Job in einem anderen Betätigungsfeld und somit auch einen weiteren Arbeitgeber, und ich erhielt besagte Ktankschreibung nur in Kopie auf einem Blatt Papier. Als der Verdacht, daß sie nicht krank ist sich bestätigte, habe ich den zweiten Arbeitgeber darüber informiert und angefragt, ob sich das Original der Krankschreibung bei ihm befände. Dieser hat die Arbeitnehmerin daraufhin abgemahnt. Nun erhielt ich eine neue Originalkrankschreibung, die sich nun allerdings "Teilkrankschreibung" - krank in dem Sinne, daß sie lediglich der Arbeit bei mir ( mit Tieren ) nicht, wohl aber der Tätigkeit als Krankenschwester nachkommen könne - nannte. Was hat dies zu bedeuten ?
Fest steht weiterhin zweifelsfrei, daß die Arbeitnehmerin nicht krank ist - nicht einmal in Bezug auf ihre Arbeit mit Tieren, da sie auf einer Tiermesse arbeitend angetroffen wurde.
Da halt nun nicht bekannt ist, welche Diagnose die Grundlage dieser Teilkrankschreibung bildet, möchte ich gern wissen, auf welchem Weg man den behandelnden Arzt juristisch dazu bewegen kann, die sog. Erkrankung zu benennen. Macht ein Arzt sich nicht auch strafbar, wenn er kerngesunden Menschen mal einfach so einen "gelben Schein" ausstellt ? Meiner Meinung nach werden durch diese leider inzwischen allgemein übliche Praxis im Arbeitsleben zahlreiche Arbeitgeber Monat für Monat geschädigt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sigrid Göbel
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Frau Dr. Göbel,

die Teilarbeitsunfähigkeit ist gesetzlich nicht geregelt und wird von der Rechtsprechung nicht anerkannt. Nach der Rechtsprechung ist es unerheblich, ob der Arbeitnehmer seiner rbeitsvertraglichen Verpflichtung ganz oder teilweise nicht erbringt. In jedem Fall liegt eine Arbeitsunfähigkeit vor.

Ich hoffe, Ihnen mit den Ausführungen behilflich zu sein und darf Sie bitten, die Antwort gemäß den Nutzungsbedingungen zu akzeptieren und zu bewerten. Bei Unklarheiten oder weiterem Klärungsbedarf nehmen Sie bitte, möglichst unter Schilderung von Einzelheiten, Kontakt mit uns auf.


Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

[email protected]