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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16575
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

HIer eine weitere Frage zu folgender Situation Trennung, Frau

Kundenfrage

HIer eine weitere Frage zu folgender Situation: Trennung, Frau bleibt mit 3 Kindern im bisher gemeinsam genutzten Haus wohnen (Gemeinschaftseigentum).

Dass Kindesunterhalt fällig wird, ist klar. Kann denn der fiktive Mietwert für meine Frau mit den 3 Kindern in irgendeiner Weise angerechnet werden? Denn ich muss ja jetzt auch Miete zahlen für meine neue Wohnung und habe den Abtrag für unser Haus inkl. aller Nebenkosten bisher dennoch weiter übernommen.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre arbeitsrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.

Die von Ihrer Frau ersparte Miete kann angerechnet werden.

Das ist der sog. Wohnvorteil, der, da man sich ja in dieser Höhe Aufwendungen erspart, wie Einkommen zählt.

Erhält Ihre Frau Unterhalt von Ihnen wird der Wohnvorteil in der Höhe gerechnet, die sie für eine angemessene Wohnung investieren müsste.

Wenn das ZB 400 € sind, hat sie ein um 400 € erhöhtes Einkommen.

Mit Zustellung des Scheidungsantrags wird als Wohnvorteil die objektive Marktmiete gerechnet um die sich das Einkommen Ihrer Frau dann erhöht.

Wenn Sie Zahlungen auf das Haus leisten, können Sie diese ebenfalls von Ihrem unterhaltsrechtlich relevanten Einkommen in Abzug bringen.

Wenn Ihre Frau keinen Unterhalt erhält , können Sie eine Nutzungsentschädigung für den von Ihr genutzten Teil, der nicht in ihrem Eigentum steht verlangen.

Sie können zudem verlangen, dass sie sich ab der Trennung hälftig an den Zahlungen für das Hasu beteiligt, wobei dies jedoch von der Nutzungsentschädigung wieder in Abzug gebracht würde.



Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht




Wenn Ihre Frage beantwortet ist, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Sie akzeptieren meine Antwort durch Klicken auf das grüne Feld.


Vielen Dank
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne.

Mit freundlichen Grüßen


Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin


Wenn Ihre Fragen beantwortet sind, bitte ich höflichst um Akzeptierung


Vielen Dank


Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Esgeht nur um den Kindesunterhalt, in welchen ja auch die Wohnkosten für die Kinder eingerechnet sind, soweit ich weiß. Sie wird also, wenn ich es richtig verstanden habe, den Abtrag für ihre Hälfte leisten, nutzt aber das ganze Haus und muss dann für den von mir finanzierten Teil -also mein Eigentumsanteil- keine "Miete" bezahlen?

 

Da ich von dem Haus ja nichts mehr nutze und deswegen eine Wohnung nehmen muss, zahle ich ja quasi doppelt, odersehe ich das falsch?

 

Wieviel qm hätte denn eine für sie angemessene Wohnung mit den 3 KIndern (damit ich in etwa den Wohnvorteil errechnen kann). Das Haus hat etwa 140 qm. Entspräche dies nicht in etwa dem Bedarf?

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Der Wohnvorteil betriftt nur den Ehegattenunterhalt.

Es ist zwar richtig, dass in den Kindesunterhalt ein gewisser Prozentssatz ( 20 % ) für Wohnen eingearbeitet ist, so dass wenn den Kindern eine Wohnung zur Verfügung steht, theoretisch der Kindesunterhalt gekürzt werden könnte.

Da machen aber die wenigsten Gerichte mit.

Sie können nach wie vor, Nutzungsentschädigung für die Wohnung von Ihrer Ex- Frau verlangen, ebenso die hälftige Beteiligung an den Schulden ( wobei dies bei der Nutzungsentschädigung in Anrechnung gebracht wird) und die Übernahme der verbrauchsabhängigen Nebenkosten.

Zudem können Sie die monatlichen Tilgungsraten von Ihrem Einkommen absetzen.



Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht




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Vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Dasmit der steuerlichen Abzugsfähigkeit der hälftigen Tilgung ist ein guter Hinweis.Betrifft dieses die hälftige monatliche Annuität (also inkl. Zinsen) oder tatsächlich nur die Tilgung? Und muss ich im Gegensatz dazu die "Mieteinnahmen" durch meine Frau, also den Wohnvorteil auch versteuern?

 

Und bitte noch einmal die FRage: Was wäre denn der angemessene Wohnwert (Fläche) für eine Mutter mit 3 Kindern?

 

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Nein, ich meinte nicht die steuerliche Abzugsfähigkeit, sondern die Abzugsfähigkeit vom Einkommen, das zur Unterhaltsbemessung herangezogen wird.

Beim Kindesunterhalt wird hier aber sehr unterschiedlich entschieden, ob nur die Zinsen, oder auch die Tilgung abzugsfähig ist, da letztere ja eigentlich Vermögensbildung darstellt.

Ein gutes Argument für Sie wäre, dass die Kinder ja in dem Haus wohnen , so dass Ihnen die Tilgung letztlich ebenfallls zugute kommt.


Der angemessene Wohnwert wird nicht flächenmäßig gerechnet, sondern es wird hier einfach geschätzt und ein Abschlag von der Marktmiete vorgenommen.


Die Nutzungsentschädigung müssen Sie nicht versteuern.


Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht



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Vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
OK.Danke. Eine letzte Frage noch: Kann ich die hälftige Beteiligung/Wohnwert rückwirkend ab Trennungsdatum verlangen?
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

mit der Nutzungsetbschädigung müssen Sie in Verzug setzen, d.h. sie müssen sie genau beziffern und zur Zahlung auffordern.

Das geht also nur für die Zukunft.

Die hälftige Beteiligung an den Raten können Sie rückwirkend ab Trennung verlangen.


Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht



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Vielen Dank
Schiessl Claudia und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Schiessl Claudia hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


Danke für Ihre Akzeptanz ; aber:


Sie solten sich unbedingt einen Fachanwalt für Familienrecht vor Ort zu Hilfe nehmen.

Bei Ihnen scheint es ja doch um einiges zu gehen.


Mit freundlichen Grüßen



Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht

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